Leichtathletik
Junker Torben jiDie Dortmunder Helmut-Körnig-Halle war bis Freitag vergangenen Woche für Bundeskaderathleten, die sich auf die Olympischen Spiele in Tokio vorbereiten wollen, noch geöffnet.Angesichts der Verschärfung der Corona-Krise dürfen die beiden Viertelmeiler der LG Olympia Dortmund Torben Junker und Manuel Sanders, die bisher eine Ausnahmegenehmigung hatten, nun auch im Dortmunder Leichtathletik-Zentrum und im benachbarten Stadion Rote Erde nicht mehr trainieren.

"Unser Trainer Thomas Kremer versucht nun, uns ein Trainingsprogramm zusammenzustellen, das aus Waldläufen und Krafteinheiten besteht," berichtet Torben Junker, der zusammen mit den anderen 400m-Assen des Deutschen Leichtathletik- Verbandes (DLV) am 14. März, einen Tag früher als geplant, aus dem Trainingslager auf Teneriffa zurückkehrte. Seinen Olympischen Traum hat er noch nicht aufgegeben: "Das IOC hält ja immer noch an den Spielen und die Stadt Tokio fest. Aber wenn dann das Aus doch kommen sollte, wäre das natürlich eine Riesenenttäuschung. Dann müsste ich eventuell noch vier Jahre dranhängen," erklärt der letztjährige deutsche 400m-Hallenmeister in einem Gespräch mit den Dortmunder Ruhr-Nachrichten.

Kessing Jürgen DLV Präsident ji KreisseiteDer Präsident des Deutschen Leichtathletik-Verbandes (DLV) Jürgen Kessing (Foto) nimmt Stellung zu den Auswirkungen der Coronakrise auf die Leichtathletik. Die Gesundheit von Athleten, Betreuern und Trainern habe oberste Priorität, sagt der 62-Jährige in einem Statement.

„Die Coronakrise hat das gesellschaftliche Leben und den Sport nahezu zum Stillstand gebracht. Unsere Athletinnen und Athleten haben derzeit durch die bundesweiten Einschränkungen erschwerte Trainingsbedingungen. Nahezu täglich erhalten wir im Hinblick auf die Vorbereitung der Olympischen Spiele in Tokio und unserer Meisterschaften Anfragen zu effizienten Trainingsmöglichkeiten. Verlässliche Antworten oder Prognosen sind derzeit aufgrund der permanent unterschiedlichen Einschätzung der aktuellen Lage nicht möglich, auch wenn wir zahlreiche Gespräche diesbezüglich führen. Unsere 7.500 Leichtathletik-Vereine, die mit ihren ehrenamtlichen Helfern die Basis für die Spitzenleichtathletik schaffen, kämpfen wie unsere Spitzenathleten mit Einschränkungen aufgrund der Coronakrise.

Victor MaskottchenIn schwierigen Zeiten füreinander da sein: Dafür stehen Vereine! Deshalb bietet der TSC Eintracht Dortmund seinen Mitgliedern und Bekannten, welche zu einer Risikogruppe gehören oder in Quarantäne sind, in der Coronakrise ab sofort Unterstützung im Alltag an. Wir übernehmen Einkäufe, Besorgungen und Postgänge, damit Betroffene aus dem Verein so selten wie möglich das Haus verlassen müssen.


Gerade für ältere Menschen und Menschen mit einer Vorerkrankung kann das Covid-19-Virus gefährlich sein. Deshalb gilt die Empfehlung, persönliche Kontakte und Begegnungen auf das nötige Maß zu reduzieren. Sie sollten, auch wenn sie mobil, gesund und im Alltag nicht auf Hilfe angewiesen sind, derzeit so wenig wie möglich Orte aufsuchen, an denen sie auf viele andere Menschen treffen. Das Team des TSC Eintracht möchte seinen Mitgliedern helfen und auch ohne die Möglichkeit Sport zu treiben, das Vereinsleben und die Gemeinschaft stärken.


Weitere Infos unter https://tsc-newsroom.de/2020/03/18/tsc-eintracht-dortmund-organisiert-unterstuetzung-fuer-mitglieder-und-personen-in-quarantaene/?

Ayadi Pierre PK 25.06.18 jiDie Ereignisse überschlagen sich momentan. Die Meldungen, die gestern noch aktuell waren, sind eventuell heute schon überholt. Dies gilt auch für den nachfolgenden Text für Horst Merz.

2000 Meter über dem Meer und angenehme Temperaturen, das sind die optimalen Rahmenbedingungen, die die deutschen Mittel- und Langstreckler (-innen) zur Zeit im südafrikanischen Dullstroem für ihre Vorbereitung auf die Sommersaison vorfinden. Mit dabei sind sieben Läufer (-innen) der LG Olympia und ihr Trainer Pierre Ayadi (Foto) in seiner Funktion als Nachwuchs- Bundestrainer, die fern von den heimatlichen Schutzmaßnahmen gegen das Corona-Virus ihr Trainingsprogramm durchziehen. „Natürlich ist das Virus auch in Südafrika ein großes Thema, und wir bekommen alle Informationen über die Situation in Deutschland per Internet und durch die Fernsehnachrichten mit und sind auf dem Laufenden.“, erklärt Ayadi in einem Gespräch mit den RN. „Aber uns geht es gut, und alle sind gesund, wenigstens soweit sich das zurzeit feststellen lässt. Wir können unsere Trainingspläne, wie vorgesehen, vollständig realisieren und das Wetter hat bisher gut mitgespielt.“, so Ayadi.

Nachruf Trauer jiIm Alter von 89 Jahren verstarb in der vergangenen Woche Martin Vaihinger. Der frühere Viertelmeiler zählte in den 1950iger Jahren zu den schnellen 400m-Läufer des damaligen OSV Dortmund-Hörde. Dieser Gruppe gehörten unter anderem auch Dr. Manfred Poerschke, Walter Oberste, Paul Schmidt und Manfred Kinder an.

Nach seiner aktiven Zeit engagierte sich Martin Vaihinger mit großen Erfolg als Übungsleiter. Aus seiner Trainingsgruppe ging unter anderem auch sein Sohn Jörg Vaihinger (Jahrgang 1962) hervor, der in den 1980iger Jahren zu den schnellsten 400m-Läufern des Deutschen Leichtathletik-Verbandes (DLV) zählte. Seine größten Erfolge feierte Jörg Vaihinger, als er bei den ersten Leichtathletik-Weltmeisterschaften in Helsinki mit der 4x400m-Staffel des DLV Silber und bei den Olympischen Spielen 1988 in Seoul Bronze gewann.Martin Vaihinger engagierte sich über 30 Jahre auch als Kampfrichter und war in dieser Funktion bei zahlreichen nationalen und internationalen Veranstaltungen im Einsatz.

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