Leichtathletik
Busemann Frank jiKreisDas Präsidium des Deutschen Leichtathletik-Verbandes (DLV) hat den DLV-Medienpreis 2019 an Frank Busemann vergeben. “Seit 2005 glänzt Frank Busemann als TV-Experte und Reporter im ARD-Morgenmagazin mit kreativen Ideen und hervorragenden Interviews und verleiht damit der Sportart Leichtathletik und seinen Athleten sowohl national als auch international einen besonderen Stellenwert im TV-Programm”, sagte DLV-Präsident Jürgen Kessing über den Olympia-Zweiten im Zehnkampf von 1996, der während seiner Glanzzeit für die LG Olympia Dortmund startete. DLV-Mediendirektor Peter Schmitt sprach mit dem früheren Weltklasse-Zehnkämpfer.

Dortmunds Leichtathleten feierten bei den westfälischen Hallen - Meisterschaften der Männer, Frauen und U 18 auf heimischer Piste in der Körnighalle durch zwölf Meistertitel und weitere 13 Edelmetall-Plaketten einen viel versprechenden Einstand in die Hallensaison .

Über 1500 Meter der Männer führte Elias Schreml als „Hase“ seine Trainingsgefährten Maximilian Feist und Steffen Baxheinrich, die sich nichts schenkten,   flott  über die ersten Runden. Auf der Zielgeraden hatte Feist dann die meisten Reserven und setzte sich nach hervorragenden 3:46,25 Minuten knapp vor Baxheinrich (3:46,90 ) durch. Beide ließen den renommierten Wattenscheider Julius Scherr  klar hinter sich und qualifizierten sich  für die DM in Leipzig. Auch Lasse Funck, der noch der MU 20 angehört, profitierte von Schremls Tempogefühl und erkämpfte nach 1:55,31 Minuten ungefährdet den Männertitel. Für ihn war es das Ticket zur Jugend-Hallen-DM in Neubrandenburg. Zuvor hatten Andreas Niedrig und Henrik Krause für einen LGO – Doppelsieg über 400 Meter gesorgt. Niedrig, der auch als Fußballer erfolgreich ist,  wurde mit 49,41 Sekunden gestoppt und profitierte von seiner besseren Grundschnelligkeit, die ihm bekanntlich den Spitznamen „Usain Bolt der Westfalenliga“ einbrachte.  49,55 zeigten die Uhren für Krause.Über 800 Meter der Frauen legte  Laura Hansen das richtige Tempo vor, ehe Verena Meisl (WU 20) das Kommando übernahm und sich nach starken 2:10,47 Minuten den Titel 13 Hundertstel vor Patricia de Graat sicherte, die damit schon jetzt an ihre früheren Leistungen anknüpfte. Als Dritte lieferte Franziska Käppler 2:13,34 Minuten ab und nährte Hoffnungen auf eine aussichtsreichste „3x8“.Das WU 20 – Quartett der LGO rannte mit Emely Andreas,Anna Hense, Lea Laux und Samira Attermeyer in ausgezeichneten 1:43,59 Minuten im 4 x 200 – Meter – Frauen-Wettbewerb zu „Silber“ und erfüllte damit die Anforderungen für Neubrandenburg.Romina Neu (Teutonia Lanstrop) war im Dreisprung überlegen und überbot mit 12,40 Metern ihren eigenen Freiluft-Kreisrekord um zwei Zentimeter.  Ihre neue Vereinskameradin Lilian Tösmann zeigte sich für den kommenden Mehrkampf gut gerüstet. Sie meisterte im Hochsprung als Zweite 1,70 Meter und  stieß die Kugel auf 12,46 Meter (3. ). Auch die 18jährige Langsprinterin Brenda Cataria Byll   (LGO) stellte sich der Frauenkonkurrenz und ließ sich den 400 Meter-Titel in 56,46 Sekunden vor Annika Bornemann (Teutonia Lanstrop – 58,01) nicht entgehen. Da ist bei beiden noch viel Luft nach oben.  Mz
Fast 700 Teilnehmer aus 134 Vereinen, die rund 1000 Meldungen abgaben, überrannten die Organisatoren beim Sportfest des Kreis-Leichtathletik-Ausschusses in der Körnighalle. Dabei wurden auch Mängel – zum Teil Kleinigkeiten -  deutlich, die nicht alle unter „Kinderkrankheiten“ abzuhaken sind, aber nicht sämtlich dem Veranstalter und den Organisatoren angelastet werden können. Sie hätten jedoch bei der Abnahme auffallen müssen.  Zweimal fiel  auf der Südseite der Halle der Strom aus, so dass die Rechner in Mitleidenschaft gezogen wurden, die ausgeklügelte Software angesichts des Ansturms ins Trudeln kam und die Drucker ausfielen. Die Kugelstoß-Wettbewerbe konnten nicht durchgeführt werden, denn die Balken waren nicht an den Ringen   zu befestigen, da die dafür vorgesehenen Löcher beim Verlegen des Bodenbelags zugeschmiert wurden. Auf der nördlichen Sprintgeraden waren die Hürdenabstände falsch markiert, so dass man auf das gute alte Bandmaß zurückgreifen musste. Auch die fehlende Lichtschranke im Zielbereich konnte nicht kurzfristig beschafft werden. Dem engagierten Einsatz des Kampfgerichts ist es zu verdanken, dass der zunächst aus den Fugen beratene Zeitplan schließlich noch eingehalten werden konnte.

Alle Beteiligten waren sich jedoch sicher, dass alle Mängel bis zum nächsten Sportfest an 19. Januar behoben sein werden.Das alles hinderte die Athleten nicht, zum Teil hervorragende  Leistungen abzuliefern. Patricia de Graat, deren Training zur Zeit vor allem auf Ausdauer ausgerichtet ist, lief die 400 Meter in viel versprechenden 58,79 Sekunden und Franziska Käppler wurde mit 58,93 gestoppt. Da zeichnen sich Erfolg versprechende 4 x 400 - und 3 x 800 – Meter – Staffeln der LG Olympia ab.Die U 20-Hürdensprinterin Marissa Linnert (TSV Kirchlinde) überraschte durch ausgezeichnete 8,90 Sekunden über 60 – Meter – Hürden. In 9,00 Sekunden folgte Lilian Tösmann (Teutonia Lanstrop). Annalotta Dunke (TSV Kirchlinde) sprintete in der U 16 in 8,31 Sekunden auf Rang 2 und Milena Sprung (Teutonia Lanstrop) lief als Dritte gute 8,38 Sekunden. In Glanzform präsentierte sich bereits die vielseitige Samira Attermeyer (LGO), die auf Anhieb in der U 18 Anschluss fand. Sie flog mit 5,72 Metern zum Weitsprungsieg und verpasste mit 8,09 Sekunden nur um neun Hundertstel den 60-Meter-Erfolg. Die 200 Meter der Frauen rannte Annika Bornemann (Teutonia Lanstrop) in 25,83 Sekunden.Viel versprechende Zeiten verbuchten die Mittelstreckler. Hannes Fahl erfüllte mit   1:58,65 Minuten die 800 – Meter-Norm für die deutschen Jugend-Hallen-Meisterschaften. Paul Gröver machte in der M 15 über 800 Meter Tempo, bis er auf der Zielgeraden dem heran stürmenden Robert Rutz aus Herford weichen musste. Dennoch konnte er sich über seine Bestzeit von 2:08,23 Minuten freuen. Imponierend die 2:25,85 Minuten der WU 16 – Siegerin Nihal Benchellal (alle LGO).  Mz  
Die Vorbereitungen für den internationalen Städtekampf am 6. März in der Körnighalle sind gerade angelaufen, da erreicht Gerhard Niemeyer, der auch dieses Mal bei der Organisation dieser Traditionsveranstaltung mitwirkt, die traurige Nachricht, dass Nemeslaki Tividar, kurz „Tivi“ genannt,  plötzlich  verstorben ist. Der 70jährige hatte noch wenige Tage zuvor Niemeyer telefonisch in seinem gebrochenen Deutsch das Kommen der ungarischen Mannschaft angekündigt und wie stets mitgeteilt: „Habe ich wieder starke Athleten  dabei.“ Tivi war die Seele des Teams aus Budapest und  sorgte dafür, dass seine Athleten stets rechtzeitig  an den Wettkampfanlagen antraten.

Bei den Gegenbesuchen betreute er die  Dortmunder Leichtathleten und las ihnen jeden Wunsch von den Augen ab. „Ich bin schockiert, denn Tivi war eine Bereicherung für den Städtekampf, und persönlicher Freund. Ich hoffe, dass sein Nachfolger in gleicher Weise die Kontakte nach Dortmund pflegen wird.“, sagte Niemeyer. Mz. 

Louis Robertz Im münsterländischen Clarholz treffen sich alljährlich leistungsstarke Hochspringer, und für  Louis Robertz (LG Olympia) war es bei seinem Einstieg in die MU 18 die richtige Bühne, um sich mit starker Konkurrenz zu messen. Der 16jährige begann den Wettbewerb bei 1,76 Metern und überwand bis  1,86 Meter alle Höhen auf Anhieb. Als er die  1,95 Meter in Angriff nahm, hatten seine Konkurrenten bereits ihre Tasche gepackt. Unbelastet ging er diese Höhe , die er bisher noch nicht übersprungen hatte, an und im dritten Versuch flog er darüber. Damit überwand er seine eigene Körpergröße, eine Marke, die jeder Hochspringer anstrebt,   um zwei Zentimeter. „Das ist sicher nicht meine Grenze.“, meinte er selbstbewusst und dem pflichtete auch Trainer Oliver Kunz bei. 

Die Stabhochspringer hatten für ihren Saisoneinstieg das „Operning“ in Leverkusen gewählt. Dort machte Zoe Jakob bereits ihre gute Frühform deutlich. Sie meisterte mit dem zweiten Anlauf 4,00 Meter und verpasste ihre bisherige Freiluft-Bestmarke nur um zehn Zentimeter. Gleichzeitig erfüllte sie auf Anhieb die Anforderungen für die deutschen Jugend-Hallen-Meisterschaften. In der MU 20 begann Jonas Wolf die Wintersaison mit 4,60 Metern und verdiente sich ebenfalls die Fahrkarte nach Neubrandenburg. Bei seinem Debüt im LGO – Dress gefiel Till Marburger in der MU 18 durch 4,50 Meter. Zehn Zentimeter muss er noch zulegen, wenn er in Neubrandenburg dabei sein will. Noch nicht rund lief es dagegen für Constantin Rutsch, der sich mit 4,70 Meter begnügen musste. Für ihn wird es nach dem Aufrücken in die MU 23 – Kategorie gegen starke Konkurrenten in Zukunft sehr schwierig. Ihre kürzlichen 3,00 Meter bestätigte Vianne Wilke (WU 16) als Zweite durch 2,90 Meter.  Mz

Clarholz, Hoch W 15: 2. Marie Schulte im Walde 1,48 m -Leverkusen, Stabhoch, WU 16: 5. Mia Rabsch 2,40 m – WU 20: 6. Lea Laux 3,15 m – M 12: Noel Cheishvili (alle LGO)  2,30 m .       

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