Leichtathletik

Wolf Jonas jiStabhochsprungtrainer Kai Atzbacher und sein Schützling Jonas Wolf (LG Olympia) reisten mit großem Gepäck zu den deutschen Schülermeisterschaften in Bremen. Zehn Stäbe führten sie mit, um für alle Eventualitäten gewappnet zu sein.

Das erwies sich als richtig, denn der 15jährige LGOer wurde mit 4,10 Metern deutscher Vizemeister, nachdem er beim Einspringen einen weicheren Stab benutzt hatte. „Ich hatte nicht damit gerechnet, aber darauf gehofft“, sagte Wolf, der eine Bärenruhe ausstrahlt aber dennoch gesteht: „Natürlich war ich nervös, aber als ich die erste Höhe übersprungen hatte, wurde ich ganz ruhig“, erklärte der Blondschopf. Bei 18° und Nieselregen nahm er bei 3,80 Metern den Wettkampf auf und übersprang diese Höhe mit dem zweiten Versuch Auf 3,90 verzichtete er, bevor er jeweils die 4,00 und 4,10 Meter ebenfalls mit dem zweiten Anlauf nahm. Doch sein Leverkusener Kontrahent Finn-Jakob Torbohm schwang sich mit dem ersten Versuch über 4,10, und das kostete Wolf den Titel.

„Der Anlauf von Jonas ist sehr schnell, und das führt dazu, dass er sehr unkonstant an den Einstichkasten heran kommt. Daran müssen wir arbeiten“, urteilte Atzbacher und stellte fest: „Technisch sprang Jonas sauberer als der Leverkusener, aber der hatte das Glück beim letzten Versuch sofort erfolgreich zu sein. Jonas war bei seinem Sprung über die 4,10 Meter sehr hoch darüber, und die 4,30 wären an diesem Tag möglich gewesen.“ Der DLV belohnte seine Leistung mit der Berufung in den nationalen C/D-Kader.

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Lueckenkemper Gina 13.08.17 jiSie haben alles gegeben. Aber am Ende fehlten der deutschen 4x100-Meter-Staffel im WM-Finale in London am Samstagabend nur 17 Hundertstel zur erhofften WM-Medaille. In 42,36 Sekunden stürmten Tatjana Pinto (LC Paderborn), Lisa Mayer (Sprintteam Wetzlar), Gina Lückenkemper (LG Olympia Dortmund) und Schlussläuferin Rebekka Haase (LV 90 Erzgebirge) auf Platz vier. Lediglich die favorisierten USA (41,82 sec), Großbritannien (42,12 sec) und Jamaika (42,19 sec) waren schneller.

„Klar wollten wir eine Medaille gewinnen. Aber wir sind die viertschnellste Staffel der Welt“, sagte Gina Lückenkemper. Die Chance auf Edelmetall wurde durch nicht ganz optimale Wechsel aus der Hand gegeben. Speziell die erste Stab-Übergabe von Tatjana Pinto auf Lisa Mayer kostete Zeit, da die Wetzlarerin abstoppen musste, um die Wechselmarke nicht zu überlaufen. „Der Wechsel von Lisa auf mich lief dann schon besser als heute Vormittag“, sagte Gina Lückenkemper. Im mit 42,34 Sekunden von den deutschen Sprinterinnen gewonnenen Vorlauf war die Soesterin noch ein wenig zu spät losgelaufen. Trotzdem reichte es zum Sieg vor Jamaika.

Starker Kurvenlauf von Gina Lückenkemper
Im Finale legte die Deutsche 100-Meter-Meisterin an Position drei eine ganz starke Kurve hin und holte sogar noch zu den drei führenden Staffeln auf. „Lückenkemper läuft Weltklasse in der Kurve“, lobte ZDF-Reporter Eike Schulz die Vorstellung der LGO-Sprinterin. Doch am Ende reichte es nicht ganz zum Podestplatz, zumal die USA und Jamaika ihre Staffeln im Vergleich zum Vorlauf noch einmal verstärken konnten.

Trotz des undankbaren vierten Platzes war die Leichtathletik-WM in London für Gina Lückenkemper ein Sprungbrett in eine neue Leistungsklasse. Im 100-Meter-Vorlauf vor einer Woche schrieb die 20-Jährige Sport-Geschichte. Mit 10,95 Sekunden blieb die Deutsche Meisterin als erste Deutsche seit 26 Jahren unter der magischen Elf-Sekunden-Marke.

Nach der WM ist für Gina Lückenkemper übrigens die Leichtathletik-Saison noch lange nicht zu Ende. Am 24. August ist der Start bei „Weltklasse Zürich“ geplant, es folgen zwei Auftritte in Berlin. Am 27. August beim ISTAF im Olympiastadion und am 2. September bei „Berlin fliegt“ vor dem Brandenburger Tor.

Symbol KameraImmer im Blickpunkt: Gina Lückenkemper
(Foto: Peter Middel)

WittigLaufporträt1Andere in seinem Alter schieben einen Rollator vor sich her. Doch Klemens Wittig, der am 11. August seinen 80. Geburtstag feierte, ist immer noch flott unterwegs. Anfang August legte der nimmermüde Laufoldie in Bergkamen die 1500 Meter in respektablen 6:04,70 Minuten zurück und verbesserte damit den deutschen Senioren-Rekord von Werner Beecker (LC Wuppertal) in der Klasse M 80 um zwei Sekunden.

Ebenfalls in Bergkamen pulverisierte der ehrgeizige Langstreckler des LC Rapid Dortmund die 1000m-Bestmarke des Leipzigers Heinz Ebermann um über zehn Sekunden Sekunden. Für Klemens Wittig  war es bereits die achte bzw. neunte Rekord-Verbesserung in diesem Jahr, und sein Heiß-Hunger auf Rekorde ist damit noch längst nicht gestillt.
National wird der Geburtsjahrgang für die Einteilung in die verschiedenen Altersklassen herangezogen, international zählt das tatsächliche Alter. Klemens Wittig stieg daher nach seinem Geburtstag auch international in die Alterskategorie M 80 auf.
Bereits am 3. September will er sich bei den deutschen Straßenlauf-Meisterschaften in Bad Liebenzell den M80-Europarekord im 10km-Straßenlauf (45:04 min) vorknöpfen. Dass er diese Zeit laufen kann, bewies am 11. Juni 2017 in Oelde, als er die Distanz unter schwierigen Bedingungen in starken 44:54 Minuten zurücklegte. Allerdings hatte er das Pech, dass er damals drei Monate zu jung war.

Eine Woche nach den deutschen Straßenlauf-Meisterschaften in Bad Liebenzell reist der rekordhungrige Dortmunder nach Breslau (Polen), wo er beim dortigen Marathon die europäische Senioren-Bestmarke in der Klasse M 80 (3:43:03 h) deutlich unterbieten möchte. Vor fünf Jahren legte er die klassische Distanz noch in bemerkenswerten 3:17:00 Stunden zurück. „Mein linker Fuß bereitet mir zurzeit leichte Probleme. Wenn ich diese Beschwerden in den Griff bekomme, werde ich die Zeit auf jeden Fall knacken,“ gibt sich der rastlose Rentner zuversichtlich. Von der 1000m- bis zu Marathon-Distanz möchte er alle M80-Europarekorde in den beiden kommenden Jahren in seinen Besitz bringen.

24 Welt- und 22 Europameisterschaften bereits gewonnen

Der frühere Ingenieur schreibt alles akribisch auf, sodass er seine Erfolgsbilanz jederzeit abrufen kann. Auf seiner sportlichen Visitenkarte stehen zurzeit 24 Welt-, 22 Europa-, und 39 Deutsche Meisterschafen (Stand 07. August 2017). 
Im kommenden Jahr will sich Klemens Wittig vornehmlich auf kürzere Strecken konzentrieren. Bereits während des Wintertrainings will er sein Training daher entsprechend umstellen.  Trotz seines fortgeschrittenen Alters hat der 24-fache Senioren-Weltmeister abgesehen von leichten Fußbeschwerden, die während des Laufens aber immer weggehen, keine körperlichen Probleme. Wenn alle so fit wären wie Klemens Wittig, müssten viele  Ärzte Konkurs anmelden. Allerdings läuft er nicht mehr in Spikes, weil seine Achillessehnen dann rebellieren.

Der  ausdauernde Senior, der im vergangenen Jahr 3712 Kilometer quer durch die USA radelte und auch schon per Drahtesel nach St. Petersburg fuhr, plant vorerst keine Radtour mehr, denn ihm ergeht es wie vielen anderen Rentnern, er hat keine Zeit.
Der Vater zweier erwachsener Töchter engagiert sich nämlich noch ehrenamtlich in der Kirche und erfüllt dort seine zahlreichen  Aufgaben mit viel Herzblut. So hat er es nach Wettkämpfen oft eilig, weil er bei Messen als Lektor im Einsatz ist. Auch macht es ihm nichts aus, im Gegensatz zu vielen Jüngeren noch Bänke für das Gemeindefest zu schleppen.
Seinen unermüdlichen Einsatz für die Kirche begründet der erfolgreiche Langstreckler so: „Ich bin unwahrscheinlich dankbar für alles, was ich im Leben erfahren habe, und als Christ weiß ich, bei wem ich mich zu bedanken habe.“

 

Richter Sonja zund MarcDer bergische Sechs-Stunden-Lauf zog auch wieder einige Langstreckler des LT Bittermark an. Fleißigster Kilometersammler war Hagen Zorbach, mit 63,8 km wurde er Siebter.

Kai Klimkiewicz und Marcel Zöllner kamen mit absolvierten 52,2 km gemeinsam auf Platz 29. Der in der Sommerbiathlon Saison aktive Sergej Demykin beließ es bei 34,8 km und beendete den Lauf frühzeitig.

Marcel Zöllner startete einen Tag später beim LiDoMa (Laufen in Dortmund Marathon), der von Frank Pachura organisiert wird. Frank, der in Läuferkreisen für seine speziellen Läufe bekannt ist, organisierte den Marathon in diesem Jahr auf dem Gelände des Weltkulturerbes Zeche Zollverein in Essen. Marcel lief den Marathon locker in 3:57:45. (www.laufen-in-dortmund.de)

Beim Eiger Ultra Trail hatte Marc Richter noch eine Rechnung offen. Nachdem er im letzten Jahr kurz vor dem Ziel aufgeben musste, konnte er in diesem Jahr nach 101 km und 6700 Höhenmetern, die er in 23:51:02 Std. auf Platz 160 der M35 beendete, seine Frau Sonja in die Arme schließen. Sonja hatte am 16 km-Lauf teilgenommen, der als Genuss Trail offeriert wird. Der Genuss hat aber auch 960 Höhenmeter zu überwinden. Sonja genoss den Lauf 2:13:53 Std lang und wurde 47. der W30.

Im Fredenbaum lief Lars Schroeder-Uter auf der 5 KM Strecke und erreichte in 0:21:33 den Sieg in der M45.

Weitere Ergebnisse

Rheinuferlauf Duisburg, Halbmarathon: Jörg-Peter Zöllner, 1:50:22, 2. M65; Thomas Karcz, 2:00:41,11. M40.
Ladies Run Dortmund, 5 km: Andrea Bussmann, 0:26:24, 49. Ges.; 10 km: Susann Zorbach, 0:53:22, 46. Ges.; Birgit Moik, 1:03:31, 131. Ges.
Gladbecker Halbmarathon: Marcel Zöllner, 1:41:16, 15. M35; Bernd Arling, 1:52:44, 15. M45; Mario Martini, 2:25:27, 26. M45.

Symbol KameraSonja und Marc Richter starteten beim Eiger Ultra Trail.
(Foto: Verein)

Rauschen MaikoStraßenläufe sind während des Sommers rar, so dass die Veranstaltung in Gladbeck gut besucht war.

Über fünf Kilometer lieferte die A – Jugendliche Maiko Rauschen (LG Olympia) Anna – Maria Hiegemann aus Stoppenberg einen heißen Kampf und unterlag nur um vier Zehntel. Mit 18:43,6 Minuten war sie in der Kategorie WU 20 überlegen und verbesserte ihre bisherige Bestleistung um fast sieben Sekunden.

Im Halbmarathon wartete Michael Erbe (Lokomotive Dortmund) in der M 45 mit vorzüglichen 1:22:49,2 Stunden auf und kam als Zweiter seiner Kategorie ins Ziel. M65er Michele Pugliese (LG Rapid) gewann seine Klasse nach hervorragenden 1:38:13,7 Stunden und Regina Tank (Dortmund) musste in der W 55 trotz beachtlicher 1:43,24,7 Stunden mit Rang 3 zufrieden sein.

Erstmals stellte sich die „Runakademy Dortmund“ gleich mit fünf Teams in der Halbmarathonstaffel vor und die erste Formation mit Oliver Hauptstock, Steffen Grosch, Dominik May und Jörg Wimper entschied den Wettbewerb nach 1:29:27,1 Stunden für sich.

5 km, Männer. 5. Jan Zücker (Dortmund) 20:32,8 Min. - M 50: 3. Jörg Huskotte (Viermärker WG) 20:36,1 Min. - Halbmarathon, Männer: 7. Dominik Breitkreuz (Dortmund) 1:46:18,5 Std. - M 35: 15. Marcel Zöllner (LT Bittermark) 1:41:16,7 Std. - M 45: 15. Bernd Arling (LTBittermark) 1:52:44,8 Std. - Halbmarathon-Staffel: 4. Runakademy Dortmund II 1:40:59,8 Std., 10. Runakademy Dortmund III 1:57:37,5 Std., 11. Runakademy Dortmund IV 2:00:46,3 Std., 14. Runakademy Dortmund V 2:23:54,7 Std.

Bildzeile: Maiko  Rauschen siegte in der Kategorie U 20 mit neuer persönlicher Bestzeit.   Foto: Horst Merz

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