Leichtathletik

Louis Robertz Im münsterländischen Clarholz treffen sich alljährlich leistungsstarke Hochspringer, und für  Louis Robertz (LG Olympia) war es bei seinem Einstieg in die MU 18 die richtige Bühne, um sich mit starker Konkurrenz zu messen. Der 16jährige begann den Wettbewerb bei 1,76 Metern und überwand bis  1,86 Meter alle Höhen auf Anhieb. Als er die  1,95 Meter in Angriff nahm, hatten seine Konkurrenten bereits ihre Tasche gepackt. Unbelastet ging er diese Höhe , die er bisher noch nicht übersprungen hatte, an und im dritten Versuch flog er darüber. Damit überwand er seine eigene Körpergröße, eine Marke, die jeder Hochspringer anstrebt,   um zwei Zentimeter. „Das ist sicher nicht meine Grenze.“, meinte er selbstbewusst und dem pflichtete auch Trainer Oliver Kunz bei. 

Die Stabhochspringer hatten für ihren Saisoneinstieg das „Operning“ in Leverkusen gewählt. Dort machte Zoe Jakob bereits ihre gute Frühform deutlich. Sie meisterte mit dem zweiten Anlauf 4,00 Meter und verpasste ihre bisherige Freiluft-Bestmarke nur um zehn Zentimeter. Gleichzeitig erfüllte sie auf Anhieb die Anforderungen für die deutschen Jugend-Hallen-Meisterschaften. In der MU 20 begann Jonas Wolf die Wintersaison mit 4,60 Metern und verdiente sich ebenfalls die Fahrkarte nach Neubrandenburg. Bei seinem Debüt im LGO – Dress gefiel Till Marburger in der MU 18 durch 4,50 Meter. Zehn Zentimeter muss er noch zulegen, wenn er in Neubrandenburg dabei sein will. Noch nicht rund lief es dagegen für Constantin Rutsch, der sich mit 4,70 Meter begnügen musste. Für ihn wird es nach dem Aufrücken in die MU 23 – Kategorie gegen starke Konkurrenten in Zukunft sehr schwierig. Ihre kürzlichen 3,00 Meter bestätigte Vianne Wilke (WU 16) als Zweite durch 2,90 Meter.  Mz

Clarholz, Hoch W 15: 2. Marie Schulte im Walde 1,48 m -Leverkusen, Stabhoch, WU 16: 5. Mia Rabsch 2,40 m – WU 20: 6. Lea Laux 3,15 m – M 12: Noel Cheishvili (alle LGO)  2,30 m .       

Helmut Körnig Halle Totale 20.12.19 ji KreisDen Dortmunder Leichtathletik-Vereinen blieb es vorbehalten in der renovierten Körnighalle zu einem Probelauf anzutreten, um vor den kommenden Großveranstaltungen Schwachstellen zu erkennen und noch rechtzeitig abzustellen.Das erwies sich als richtig, denn es waren noch eine Reihe von Kleinigkeiten zu beheben. So wurde festgestellt, dass im Ziel eine Lichtschranke fehlt, die noch in kurzer Zeit herangeschafft werden muss.

Auf der Sprintgeraden war noch ein Kabel nachzurüsten. Besonders kritisch ist, dass die Geländer der Tribünen noch nicht vollständig sind, so dass diese aus Sicherheitsgründen zum Teil nicht benutzt werden können. Die Verpflegungstheken sind zwar vorhanden, doch fehlt der Strom – und Wasseranschluss. Da ist Eile geboten.Eindrucksvoll ist das neue Konzept für die Abwicklung der Wettkämpfe, die fast vollständig digital erfolgt. So ist schon in der Ausschreibung einer Veranstaltung in jedem Wettbewerb die maximal möglich Teilnehmerzahl angegeben. Darüber hinaus gehende Meldungen werden nicht mehr angenommen, so dass Zeitplanüberziehungen nahezu ausgeschlossen sind.

Sprint Helmut Körnig Halle1 jiKreisDiese Frau ist momentan wohl das Gesicht des deutschen Frauen-Sports überhaupt. Weitsprung-Star Malaika Mihambo, die Anfang Dezember erst zu „Deutschlands Sportlerin des Jahres 2019“ gekürt wurde, ist das glamouröse Covergirl des PSD Bank Indoor Meeting in Dortmund.


Die Welt- und Europameisterin tritt am 9. Februar gegen erfolgreiche Sprint-Spezialistinnen über 60 Meter an und wird in diesem Aufeinandertreffen zeigen, dass sie nicht ohne Grund, als schnellste Weitspringerin der Welt gehandelt wird. Weltmeisterin. Europameisterin. Deutschlands Sportlerin des Jahres. Weitspringerin Malaika Mihambo ist spätestens seit diesem Sommer ein Name, den Sport-Deutschland kennt.
Die 25-Jährige von der LG Kurpfalz sprang sich in diesem Jahr mit gleich mehreren Sieben Meter-Sprüngen ins Rampenlicht. Ihr weitester Sprung gelang ihr zum Saisonhöhepunkt. 7,30 Meter – der zweitweiteste Sprung, der je für eine deutsche Weitspringerin gemessen wurde, er war bei der Weltmeisterschaft in Doha Gold wert. Malaika Mihambo, deren Vorname in Swahili „Engel“ bedeutet, ist eine Sportlerin, die die Leichtathletik in ihrer Gesamtheit präsentieren kann. Die ihr Glamour verleiht. Ausdruck. Ein Gesicht, das in diesem Jahr auch schon in der Deutschen „Vogue“ abgebildet war. Eine Frau, die aktuell beliebter Gast in diversen Quiz- oder Talksendungen ist. Eben auch, weil sie weit mehr ist als Sportlerin.

Helmut Körnig Halle Auftakt jiKreisDie Leichtathleten können es kaum abwarten. Am kommenden Wochenende wird in Dortmund der Wettkampfbetrieb in der umgebauten Helmut-Körnig-Halle aufgenommen- und das gleich mit zwei Veranstaltungen.

Los geht es bereits am Samstag ab 13.00 Uhr mit einem Hallensportfest, das nur für die Dortmunder Leichtathleten ausgeschrieben ist. Bei dieser Veranstaltung sollen in erster Linie die Anlagen und die verschiedenen Wettkampfabläufe getestet werden. Daher ist das Teilnehmerfeld mit 54 Athletinnen und Athleten recht überschaubar.Nach dem Warmlaufen am Samstag wird das neue Leichtathletik-Paradies am Sonntag ab 13.00 mit einer nationalen Hallen-Veranstaltung seinen ersten Massenansturm erleben, denn 700 Athletinnen und Athleten, darunter viele aus den benachbarten Niederlanden, wollen beim Neubeginn in der Helmut-Körnig-Halle dabei sein.Gut besetzt ist bei den Männern vor allem der 60m-Sprint mit Noel Thorwesten (LC Paderborn), Luis Vieweg, und Kake Gassimou (beide LG Kindelsberg-Kreuztal). Bei den Damen möchte die frühere Dortmunderin Johanna Marie Bechthold (jetzt TV Wattenscheid) mit einer schnellen 60m-Zeit die Hallensaison beginnen.

Kleine Linn ji jiMittel- und Langstrecklerin Linn-Lara Kleine (LG Olympia Dortmund) war in der zurückliegenden Saison zwar die Jüngste der Kategorie U 20, doch sie versteckte sich nicht und machte es der älteren Konkurrenz nicht leicht.

Drei deutsche Vizemeistertitel erkämpfte die 18jährige und qualifizierte sich für die U 20 – EM im schwedischen Boras. „Ich war bei der EM die Erste meines Jahrgangs und bin als Sechste mit 16:27,87 Minuten über 5000 Meter Westfalenrekord gelaufen. Das war sicher mein größter und wertvollster Erfolg dieses Jahres.“, blickt Linn zufrieden auf 2019 zurück. „Natürlich wäre ich gerne bei der Cross-EM in Lissabon an den Start gegangen, aber nach dem Höhentrainingslager am Big Bear Lake war ich noch nicht in der optimalen Wettkampfform. Doch das lässt sich 2020 nachholen.“, sagt Linn, die zur Zeit ohne Probleme trainieren kann und voll belastbar ist und meint: „Passieren kann natürlich immer etwas, doch hoffe ich gesund und verletzungsfrei durch die Hallensaison zu kommen.“

Unterkategorien