Leichtathletik

Junker TorbenDas Erreichen des Finales war für die Langsprinter des DLV bei den 24. Leichtathletik-Europameisterschaften in Berlin schon ein respektabler Erfolg, doch im Endlauf kamen sie, so sehr sie sich auch bemühten,  in 3:04.69 Minuten nicht über den achten Rang hinaus.

Patrick Schneider (LAC Quelle Fürth), der inoffiziell mit mäßigen 47,00 Sekunden gestoppt wurde, hatte bereits auf dem ersten Teilabschnitt an Anschluss zur Spitzengruppe verloren. Torben Junker (LG Olympia Dortmund) mobilisierte all` seine Kräfte, um den Rückstand ein wenig zu verkürzen. Dies gelang ihm auch, doch Fabian Dammer(LG Osnabrück), der wegen der Staffel auf einen Einzelstart verzichtet hatte, und Schlussläufer Johannes Trefz (LG Stadtwerke München) verloren auf ihren Teilabschnitten wieder an Boden, sodass sich die tapfer kämpfenden Viertelmeiler des DLV mit dem achten Rang begnügen mussten.

Torben Junker wurde  fliegend mit 45,46 Sekunden gestoppt und war damit deutlich besser als seine deutschen Rivalen, die bei den „Deutschen“ in Nürnberg vor ihm ins Ziel kamen. „Torben Junker machte im Vor-und Endlauf seine erhebliche Weiterentwicklung deutlich und hat einen hervorragenden Eindruck hinterlassen.“, urteilte sein Trainer Thomas Kremer. Bei beiden Läufen in Berlin ging Torben Junker ans "Eingemachte", so dass er in dieser Sommersaison keine 400m-Rennen mehr bestreiten wird. Er wird jedoch versuchen, über 200 Meter seine Bestzeit unter die 21 Sekunden zu drücken.

Im Vorlauf erzielte das DLV-Quartett  3:03,37 Minuten. Da wurde aber auf dem ersten Teilabschnitt Marvin Schlegel (LAC Erdgas Chemnitz) für Patrick Schneider eingesetzt. Den Titel sicherte sich am vorletzten Meisterschaftstag Belgien mit den drei Borlee-Brüdern Kevin, Jonathan und Dylan sowie Jonathan Sacoor in 2:59,47 Minuten  vor Großbritannien (3:00,36 min) und Spanien (3:00,78 min). So schnell wie die Belgier waren noch keine anderen Nationen in diesem Jahr.

50 Fans der LG Olympia Dortmund waren in Berlin vor Ort, Torben Junker zu unterstützen. Alle waren angetan von der großartigen Atmosphäre im Olympiastadion.

Symbol KameraTorben Junker erreichte mit der deutschen 4x400m-Staffel das Finale.
(Foto: Privat)

Wilms Michael 07.11.17 jiAls Michael Wilms (LG Olympia) in Rostock die 3x1000-Meter-Staffel als Schlussläufer ins Ziel führte, beendete er damit eine lange und erfolgreiche Läuferkarriere. 19 Jahre war der aus München stammende 31jährige auf der Kunststoffbahn, der Straße und im Cross unterwegs - und das gibt es nicht allzu oft.

Nachdem er bei Bundesjugendspielen ganz ordentliche Ergebnisse erzielte, schaffte er als 12jähriger die Aufnahme in die „S-Klasse“ des Isar-Gymnasiums und konnte dort vor dem regulären Unterricht drei Mal in der Woche trainieren. Sein damaliger Sportlehrer empfahl ihm, sich auch einem Leichtathletikverein anzuschließen, und von da an spielte der Sport bei ihm eine große Rolle. Neben den Schulsportstunden und dem Leichtathletiktraining bei der LAG Mittlere Isar, spielte er noch zweimal wöchentlich Fußball beim TSV Eching.

Die Anforderungen, um in der Sportklasse das Gymnasiums bleiben zu können, wurden immer höher, und schließlich gelang ihm das nur noch als Mittelstreckler und über die Hürden. Der Hindernisläufer Wilms war geboren und schon bei den deutschen A-Jugendmeisterschaften 2006 wurde er deutscher Vizemeister über 2000 Meter Hindernis. Seinen größten Erfolg erzielte er 2012 als Zweiter der „Deutschen“ über 3000 Meter Hindernis.

Schon 2010 wurde er durch Pierre Ayadi betreut, der damals einige Münchener Athleten unter seinen Fittichen hatte und 2013 schloss er sich der LGO an. „Ich habe früher bei unterschiedlichen Übungsleitern trainiert, und jeder hatte seine eigene Philosophie. Aber seit dem Wechsel zu Pierre kommt alles aus einem Guss“, erklärt Wilms und erinnert sich: „Zunächst war es für mich schwierig die richtigen Trainingspartner zu finden, aber inzwischen sind die Dortmunder Jungs eine Ecke schneller als ich.“

Seine Masterarbeit schrieb er zum Thema „Training und Diagnostik“ und hat seit 2014 seine berufliche Heimat in Münster als verantwortlicher Redakteur der Zeitschrift „leichtathetiktraining“, die Deutschlands Sportlehrer und Übungsleiter mit Fachwissen versorgt, gefunden. Eine Achillessehnenoperation und seine berufliche Vollzeittätigkeit ließ ihn über das Karriereende nachdenken, und das ist nun gekommen.

Zoe Jakob ji jiDer Deutsche Leichtathletik-Verband (DLV) hat 40 Athleten für den U20-Länderkampf am Sonntag (5. August) im Berliner Olympiastadion nominiert. Das Besondere: Nicht alle DLV-Starter werden für das deutsche Team auf Punktejagd gehen. Die internationalen Mannschaften für Großbritannien und Frankreich werden zur Hälfte mit DLV-Athleten besetzt sein.

„Wir möchten unseren besten Athleten im Anschluss an die Jugend-DM einen Wettkampf mit internationalem Niveau und Anspruch bieten", erklärt U20-Bundestrainer Dietmar Chounard. Der Drei-Länderkampf zwischen Deutschland, Frankreich und Großbritannien wird kommenden Sonntag im unmittelbaren Vorfeld der Europameisterschaften im Olympiastadion veranstaltet. Im deutschen Team befinden sich mit Elias Schreml, der über 1.500m antritt, und Zoe Jakob (Foto), die im Stabhochsprung auf Punktejagd geht, zwei Athleten der LG Olympia Dortmund. Vielleicht kommt auch noch Kugelstoßer Martin Kornobis zum Einsatz, der vorerst auf der Reserveliste steht. Der Jugend- Länderkampf ist für die gesamte Organisation und Kampfrichter ein letzter Testlauf für die am Montag beginnenden Leichtathletik-Europameister (6. bis 12. August).

 

Ayadi Pierre jiDrei Edelmetall-Plaketten und weitere zehn Top-8-Plätze, die Jugendlichen der LG Olympia erfüllten bei den deutschen Jugend-Leichtathletik-Meisterschaften in Rostock die Erwartungen, auch wenn sich nicht alle Hoffnungen erfüllten. Horst Merz, Mitarbeiter der Dortmunder Ruhr-Nachrichten, sprach darüber mit dem Sportlichen Leiter der LGO, Pierre Ayadi (Foto).

Pierre Ayadi, wie beurteilen Sie insgesamt das Abschneiden der LG Olympia in Rostock?

Pierre Ayadi: Constantin Rutsch und Zoe Jakob haben mit Gold und Silber für die herausragenden Ergebnisse gesorgt und die hervorragende Arbeit von Trainer Kai Atzbacher belohnt. Dazu kommt die Vizemeisterschaft von Mohamed Mohumed über 5000 Meter. Insgesamt war es ein gutes Ergebnis für die LGO. Durch die heraus ragenden Ergebnisse der zurück liegenden Titelkämpfe ist der Anspruch immer höher geworden, so dass das Vordringen in die Entscheidungen leider nicht immer die richtige Wertschätzung bekommt.

Hatte man dennoch nicht im Laufbereich auf mehr Edelmetall gehofft?

Ayadi: Nach dem Ausfall von Linn-Lara Kleine hatten wir zwei weitere Läufer, die vor der DM unter den Top 3 genannt wurden. Unsere Akteure haben daraus eine Medaille und einen vierten Platz gemacht. Alle angetretenen Mittelstreckler sind +/- 2 Plätze gegenüber der Vorleistung und damit im Bereich ihrer Vorleistung geblieben.Mz.: Gab es denn taktische Fehler?Ayadi: Wenn man die 1500 Meter anspricht, so ist festzustellen, dass in diesem von Taktik geprägten Rennen zwischen Platz 3 und 9 gerade einmal 2,5 Sekunden lagen. Um winzige 36 Hundertstel verpasste Elias Schreml „Bronze“. Aber eines ist zu bedenken: Es handelt sich um Jugendliche, die sich noch in der läuferischen Ausbildung befinden, und da sollte man die Erwartungen nicht zu hoch ansetzen.:

Schreml Elias jiKreisSchon im Vorfeld der deutschen Jugend-Meisterschaften erlebten die Organisatoren der LG Olympia eine böse Überraschung. Durch die Sommerferien waren die Unterkunftspreise an der Ostsee geradezu explodiert und die Kosten drohen aus dem Ruder zu laufen.

Da kam die großzügige Unterstützung durch Dr. Uwe Büscher, dem Vorstand der Dortmunder Hafen AG, gerade recht. Sieben Stunden war das umfangreiche Dortmunder Team mit dem Bus unterwegs und die sportliche Leitung der LGO nutzte die Gelegenheit zu einer eingehenden Besprechung. Zu bereden gab es allerhand, denn bereits am 18. August werden die Mittel- und Langstreckler zur Erholung von einer strapaziösen Saison und zur Vorbereitung auf die Herausforderungen des Herbstes für drei Wochen ihr Quartier in der Dortmunder Hütte im 2000 Meter hoch gelegenen Kühtai aufschlagen.

Die angeschlagene Linn-Lara Kleine hatte die Fahrt nach Rostock gar nicht erst angetreten. Bei Durchsicht der Ergebnisliste konnte sie aber feststellen, dass ihr der 3000-Meter-Titel kaum streitig zu machen gewesen wäre. Aber Trainer Pierre Ayadi wehrte alle Spekulationen ab: „Ihre muskulären Probleme sind zwar nicht besorgniserregend, aber schließlich haben wir auch eine Fürsorgepflicht und dürfen Linns eventuelle Teilnahme an den olympischen Jugendspielen in Buenos Aires nicht gefährden.“

Zum Schutz vor der Hitze hatten die LGOer im Stadion zwei große Zelte aufgebaut. Darüber hinaus hatte man einen Bus-Shuttle eingerichtet, so dass die Athleten im Stadion keine Wartezeiten hatten und zwischendurch zum Duschen ins Hotel gebracht werden konnten.

Symbol KameraElias Schreml schrammte über 1.500m nur knapp an einer Medaille vorbei.
(Foto: Yoshi Müller)

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