Leichtathletik

Wolf Jonas jiDer deutsche U16-Vize-Meister im Stabhochsprung, Jonas Wolf (LG Olympia), wurde für die NRW-Auswahl nominiert, die am Wochende in Assen gegen das Nationalteam der Niederlande zu einem Vergleichskamp antritt. Dabei kommt es auch zur Revanche gegen seinen DM-Bezwinger Finn-Jakob Torbohm aus Leverkusen, dem er nur nach der Mehrversuch-Regel unterlag.

Symbol KameraJonas Wolf titt im Vergleichskampf gegen die Niederlande an.
(Foto: Peter Middel)

 

Lake Run Kletterwände 17 jiSchlammverschmiert, aber überglücklich erreichte Christof Neuhaus (LG Olympia Dortmund) das Ziel beim 8. Suzuki Lake Run am Möhnesee. Der 29-jährige Ausdauerspezialist dominierte beim härtesten Lauf in NRW über 21km in 1:56:45,57 Stunden vor dem Fuldaer Daniel Ambros (1:57:15,77 Std.) und dem vereinslosen Abbi Westphal (1:58:10,71 Std.).

Der Lake Run ist kein gewöhnlicher Cross- oder Geländelauf, sondern die ultimative Herausforderung für Körper und Psyche. Die knüppelharte Strecke enthielt u.a. mehrere Schlammpassagen, zahlreiche Kletterwände und einen Reifenparcours. Neu im Programm waren das Warsteiner Beryl Hindernis, bei dem man sich an Bierfässern entlang hangeln musste, die sechs Meter hohe Himmelsleiter und die acht Meter hohe Pyramide.

Christof Neuhaus kam die Idee, bei diesem Adventure Run zu starten, bereits im Frühjahr, und er hat es nicht bereut, dabei gewesen zu sein: „Mit dem, was ich bisher in der Leichtathletik gemacht habe, hatte die Veranstaltung nur wenig zu tun. Ich würde nicht an jedem Wochenende bei solch einem Lauf starten, aber ich werde sicherlich noch einmal bei solch einem Härtetest mitmachen, denn der Parcours bot eine Super-Abwechslung. Gefallen hat mir auch, dass man sich an einigen Hindernissen gegenseitig half. Zudem waren die Stimmung entlang der Strecke und die Organisation der Veranstaltung absolute Spitze“, betonte Christof Neuhaus.

Der Studienrat des Dortmunder Goethe-Gymnasiums konnte sich bereits nach drei Kilometern vom Feld absetzen. Vor allem auf den Laufpassagen auf dem Weg von einem ehemaligen Kasernengelände in Soest zum Möhnesee hatte der frühere 10km-Straßenlauf-Meister große Vorteile. Allerdings büßte er diese schnell wieder ein, als es ans Klettern ging. „Hätte ich gewusst, wie viel Kraft man beim Überwinden der Hindernisse benötigt, hätte ich vorher einige Klimmzüge gemacht“, scherzte Christof Neuhaus, der die außergewöhnliche Herausforderung aus dem reinen Lauftraining bestritt.
Seiner Sache sicher war der couragierte Dortmunder erst einen Kilometer vor dem Ziel, als sein Vorsprung so groß war, dass er bei den letzten Hindernissen ganz auf Nummer sicher gehen konnte.

Mannschaftswertung geht nach Dortmund
Den Plan ausgeheckt, bei diesem Adventure Run zu starten, hatte Christof Neuhaus zusammen mit seinen Teamkollegen Michael Ruhe (12. in 2:18:41,06 Std.) sowie den Brüdern Simon und Fabian Quent (15. in 2:22:59,70 bzw. 104. in 2:36:09,98 Std.), sodass die Mannschaftswertung nach Dortmund ging. „Es hat viel Spaß gemacht. Vielleicht bin ich beim nächsten Mal wieder dabei“, bemerkte Michael Ruhe, der sich jetzt erst mal wieder auf einige Straßenläufe konzentrieren möchte.

Bei den Frauen beeindruckte bei dem ultimativen Härtetest Viktorija Jefimova (OCR Frankfurt) vor den beiden vereinslosen Läuferinnen Ktazyna Piecha (2:30:11,16 Std.) und Sabrina Brinkmann (2:31:37,17 Std.). Insgesamt 39 Damen absolvierten erfolgreich den schwierigen Hindernisparcours.

Lueckenkemper Gina 13.08.17 jiDie Meisterschaftssaison 2017 ist so gut wie gelaufen und die LG Olympia Dortmund blickt auf stolze Erfolge zurück. Elf deutsche Meistertitel und weitere 13 Edelmetallplaketten bei nationalen Titelkämpfen brachte der Verein auf sein Konto. Dazu standen LGO-Athleten 44 Mal bei NRW-Meisterschaften auf den Stufen des Siegertreppchens. Eine tolle Bilanz, und die Statistiker müssen lange zurückblättern, bis sie Ähnliches finden.

Der Sportliche Leiter der LGO, Pierre Ayadi ist mit dieser Entwicklung hoch zufrieden: „Die LG Olympia hat während der vergangenen vier Jahre eine kontinuierliche positive Entwicklung in der Spitze und Breite geschafft. Zu Beginn der Saison hatte ich auf ein gutes Jahr mit weiteren Verbesserungen gehofft, aber es war nicht davon auszugehen, dass es in allen Bereichen so voran geht“, Ayadi hebt hervor und ergänzt: „Nicht nur die Athleten, sondern auch das gesamte Team mit den Trainern, dem Vorstand und dem gesamten organisatorischen Bereich hat eine hervorragende Arbeit abgeliefert.“

Als herausragende Erfolge bewertet Ayadi die Leistungen von Gina Lückenkemper, sowie die internationalen Auftritte von Elias Schreml, Torben Junker, Patricia de Graat, Nina Braun und Kidane Tewolde und die starken Rennen der jungen Linn-Lara Kleine. Darüber hinaus sind für ihn auf nationaler Ebene die Staffelerfolge der Sprinterinnen und der jungen Mittelstrecklerinnen besondere Höhepunkte. Dazu machten die Mittel- und Langstreckler, die bei den deutschen Crossmeisterschaften der erfolgreichste Verein waren, viel Freude. Ayadi sagt: „Jeder LGOer kann stolz auf die zurückliegende Saison sein.“

Laufbild jiDer erste Sonntag im Monat ist traditionell ein Treffen von Läuferinnen und Läufern aus Dortmund und Umgebung, die im Dortmunder Westen eine landschaftlich ansprechende Strecke entlang dreier historischer Wasserschlösser genießen. Die Laufgruppen entsprechen den unterschiedlichen Leistungsvermögen der einzelnen Läufer, sodass jeder die Natur und den Lauf genießen kann.

Am 3. September startet nun zum 400. Mal der „Drei Schlösserlauf“ des LT Wischlingen Dortmund. „Aus diesem Anlass bieten wir einmalig zu unserem „Drei Schlösserlauf“ auch einen „Ein-“ sowie einen „Zwei-Schlösserlauf“ an“, teilt  Martin Pauke von der Teamlleitung mit. Und weiter: „Die Strecken sind hier 10km bzw. 17 km lang und werden in einem Tempo von 7 Min/km bzw. 6:30 Min/km gelaufen. Mit 22,7 km Länge und einem gemäßigtes Höhenprofil laufen wir in drei Laufgruppen 5:30 Min/km, 6 Min/km und 6:30 Min/km natürlich auch unseren „Drei Schlösserlauf“.

Bei Kilometer 10 gibt es eine Getränkestelle, wo sich die Teilnehmer für die zweite Hälfte stärken können. Start aller Gruppen ist – wie immer – um 9 Uhr am Freizeitbad Wischlingen. Nach dem Lauf besteht die Möglichkeit, am „Wischlinger Buffet“ teilzunehmen.

"Bei Kuchen, Salat und anderen leckeren Dingen kann dann nicht nur über das Laufen philosophiert werden. Wie immer gibt es keine Startgebühr, wir freuen uns aber über eine Spende um unsere Getränkestelle nicht austrocknen zu lassen.“

Lueckenkemper Gina Kunst Uli PK 16.08.17 jiUli Kunst trainiert seit knapp zwei Jahren mit Gina Lückenkemper (LG Olympia Dortmund) Deutschlands schnellste Frau.

Im Interview spricht der 66 Jahre alte Teamleiter Sprint und Leiter der Talentförderung bei der LGO über die spezielle Arbeit mit der 20-Jährigen, die Gefühle nach dem 10,95-Sekunden-Sprint bei der WM in London und welche langfristigen Ziele die beiden auf den 200 Metern verfolgen.

Uli Kunst, zehn Koma neun fünf. Wie hört sich das an?

Uli Kunst: Einfach toll. Ziel erreicht für dieses Jahr.


Sie sind seit Jahrzehnten im Geschäft. Haben Sie damit gerechnet, dass Sie einmal eine Sprinterin trainieren werden, die über 100 Meter unter den magischen elf Sekunden bleibt?

Kunst: Das wünscht man sich, rechnen kann man damit allerdings nicht. Dafür müsste man in anderen Gefilden arbeiten, beispielweise in den USA. Aber ganz klar: Jeder Trainer möchte mal eine solche Top-Athletin haben.

Ihre Top-Athletin ist Gina Lückenkemper, die als erste Deutsche nach 26 Jahren über 100 Meter unter elf Sekunden geblieben ist. Haben Sie ihr eine 10er-Zeit bei der WM zugetraut?

Kunst: Ja, ich wusste, dass sie unter elf Sekunden laufen kann. Das haben die Trainingsergebnisse gezeigt. Eigentlich war es ja schon bei den Deutschen Meisterschaften in Erfurt machbar. Da war ich derjenige, der auf die Bremse getreten hat. Ich habe ihr gesagt, dass sie im Vorlauf locker bleiben und nicht voll durchziehen soll. Das hat sie getan und trotzdem sind es 11,01 Sekunden geworden. Es ist schön, wenn sie auf den Trainer hört. Im Finale hatte sie dann den Strauchler am Start. Da hat sie durchgezogen, und es sind immer noch 11,10 Sekunden geworden. Wäre Gina schon in Erfurt unter elf Sekunden geblieben, wäre vor der WM unheimlich viel über sie eingebrochen.

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