Leichtathletik

Merz 2 jiSein Rezept gegen das Altern ist die Neugier aufs Leben. Wer Horst Merz daher am 13. September zu seinem 75. Geburtstag gratulieren möchte, wird ihn telefonisch nicht erreichen können, denn er befindet sich momentan auf einer Rundreise durch Schottland. Nur Rentner sein, kommt für ihn nicht in Frage, und er steht für Kontinuität. Seit 1966 berichtet Horst Merz nämlich in den Ruhr Nachrichten fachkundig und zuverlässig über das Leichtathletik-Geschehen in Dortmund. Bei unzähligen Deutschen Meisterschaften, Westfalenmeisterschaften und auch kleineren Sportfesten war er als Berichterstatter dabei. Athleten, Veranstalter und Leser schätzen seine Objektivität.
Horst Merz ist auch ein gefragter Sprecher bei Leichtathletik-Veranstaltungen. So führte er in den letzten Jahren u.a. beim Citylauf, beim Parklauf „Rund um den Fernsehturm" und beim Internationalen Städtekampf in der Helmut-Körnig-Halle mit seiner klangvollen Stimme als Moderator selbstbewusst und kompetent durchs Programm. In der Leichtathletik-Abteilung des TSC Eintracht 48/95 engagierte sich Horst Merz seit Anfang der 60iger Jahren zunächst als Trainer und dann als Vorstandsmitglied. Der frühere Sprinter war Mitbegründer des Parklaufs und pflegte die Kontakte zu Dortmunds Partnerstadt Amiens. Allen Beteiligten noch lebhaft in Erinnerung sind die von ihm organisierten Wettkampfreisen in den 60ger und 70ger Jahren. Zu Horst Merz großen Verdiensten zählt auch die Herausgabe der News, die er seit zehn Jahren mit viel Fleiß und Akribie alleinverantwortlich zusammenstellt. In den News wird viermal im Jahr über das Leichtathletik-Geschehen beim TSC Eintracht berichtet.
Aufgrund seines langjährigen und vielfältigen Engagements in der Leichtathletik zeichnete der Vize-Präsident des Fußball- und Leichtathletik-Verbandes Westfalen, Hans Schulz (Recklinghausen), den Eintrachtler Anfang dieses Jahres mit der Goldenen Ehrennadel des Deutschen Leichtathletik-Verbandes aus.
Ans Aufhören denkt der rüstige Senior noch nicht. Daher wird er weiter kompetent und zuverlässig in den Ruhr Nachrichten über das Dortmunder Leichtathletik-Geschehen berichten.

CitylaufWittig ji1500 Läuferinnen und Läufer nahmen am 29. Dortmunder Citylauf teil. Dabei wurden in allen Klassen spannende Wettkämpfe geboten. Die Dortmunder Starterinnen und Starter konnten sich in den verschiedenen Alterskategorien hervorragend in Szene setzen. Schnell unterwegs war wieder einmal mehr der mehrfache Senioren-Weltmeister Klemens Wittig (LC Rapid, Nr. 779), der bei den Über-75- Jährigen als überlegener Sieger in starken 42:47 Minuten das Ziel erreichte. In einer guten Form präsentierte sich auch das Ehepaar Brigitte und Dieter Hauptvogel (beide LGO). Brigitte Hauptvogel zeigte in der Klasse W 65 in 53:25 Minuten allen die Fersen, und ihr Ehemann Dieter war in der Klasse M 70 in 47:21 Minuten nicht zu schlagen.

Nowottny-HupkaCitylaufWahnsinn oder tolle Leistung? Bei Andreas Müllers Auftritt beim 29. Dortmunder Citylauf schieden sich die Geister. Die 49:34 Minuten, die der 49-jährige Bittermärker über 10km erzielte, bildeten im A-Lauf lediglich eine Durchschnittszeit. Wenn man jedoch bedenkt, dass Andreas Müller wenige Stunden zuvor beim 12. Internationalen Münster-Marathon die 42,195km-lange Distanz in respektablen 3:28:22 Stunden zurücklegte, dann erhält sein Dortmunder Resultat eine ganz andere Bedeutung.
„Laufen macht mir Spaß, so dass ich jede Gelegenheit nutze, um mich zu bewegen. Für mich war der Doppelstart ein schöner Saisonabschluss, denn ich habe in den nächsten zwei Wochen Urlaub und da werde ich auf jeden Fall kürzer treten," erklärte der eifrige Dauerläufer.
Zwischen den Läufen in Münster und in Dortmund hatte der Bittermärker lediglich eine Pause von drei Stunden. „Ich habe mich nach dem Marathonlauf massieren lassen, habe einige Kekse gegessen und viel Wasser getrunken. Als ich in Dortmund ankam, habe ich mich immer in Bewegung gehalten, denn, wenn ich mich hingesetzt hätte, wäre ich wahrscheinlich nicht wieder hochgekommen," vermutete der Dortmunder, der als Techniker in der Automobilbranche arbeitet. Für „verrückte" Sachen im Laufbereich kann sich Andreas Müller immer begeistern. So startete vor einem Jahr beim Dortmunder Citylauf in vier Wettbewerben: Über 5km, im 5km-Firmenlauf, sowie im 10km- A- und B-Lauf.

Sehr viele Kilometer hatte am vergangenen Wochenende auch Dorothee Sandkühler-Daniel in den Beinen stecken. Die Rektorin der Busenberg-Grundschule in Berghofen erreichte im Lauf der Frauen als Zweite hinter der Wittenerin Deianira Görig (42:48 Min.) in respektablen 43:08 Minuten das Ziel. Nach dem Lauf verriet, dass sie tags zuvor noch einen 35-km-Trainingslauf absolviert hatte. „Ich befinde derzeit mitten in den Vorbereitungen auf den Berlin-Marathon am 30. September. Da muss ich noch solche Trainingseinheiten absolvieren. Trotzdem wundere ich mich, dass ich beides so gut weggesteckt habe," freute sich die 48-jährige Dortmunderin.

CitylaufKuhlenAAndreas ji1500 Läuferinnen und Läufer konnten gestern beim 29. Dortmunder Citylauf ihrem Bewegungsdrang freien Lauf lassen, denn ihnen gehörte die Innenstadt- und das dabei angenehmen Lauf-Temperaturen um 15 Grad.
Der Königslauf über 10km war eine klare Angelegenheit für Andreas Kuhlen (VFL Löningen, Startnummer 371), der nach dem Start los düste wie der Feuerwehr und im Ziel in 32:12 Minuten einen komfortablen Vorsprung vor den beiden Dortmundern Tillmann Goltsch (LG Olympia, 34:25 Min.) und dem überraschend starken Peter Kurtz (LC Rapid, 34:43 Min.) hatte. Dass Andreas Kuhlen seine läuferische Klasse bereits auf den ersten Metern unterstrich, war kein Zufall, denn er hat persönliche Bestzeiten von 14:40 Minuten über 5000m und 30:51 Minuten über 10000m. „Ich möchte im Oktober beim Frankfurt-Marathon beim Debüt auf der 42,195km- Distanz geben. Dafür brauchte ich noch einmal einen schnellen Lauf," erklärte der 29-jährige BWL-Student nach seiner überzeugenden Solo-Vorstellung. Tillmann Goltsch (LGO), der nach seinem Start beim Halbmarathon vor einer Woche in Bochum (1:14:34 Std.) eigentlich eine Pause verdient hätte, zeigte sich mit seinem zweiten Rang hochzufrieden. „Bei den leichten Anstiegen habe ich schon gemerkt, dass ich mich in einem harten Training für den Marathon Ende September in Berlin befinde. Trotzdem bin ich gerne beim Citylauf mitgerannt, denn es ist für mich immer etwas Besonderes, vor heimischem Publikum zu starten," so der 35-jährige Jurist. Michael Ruhe konnte wegen seiner Achillessehnenbeschwerden als Vierter in 34:43 Minuten seinen Vorjahreserfolg (2012: 33:28 Min.) nicht wiederholen. „Dennoch bin ich froh, dabei gewesen zu sein. Ich versuche jetzt erst einmal, meine Probleme auszukurieren. Dann will ich soviel trainieren, dass ich im nächsten Jahr den 30. Citylauf gewinne," machte er sich nach seinem Neuanfang wieder Hoffnungen.

image001Andreas Müller (LT Bittermark) versuchen will, erst Münster-Marathon zu finishen
und dann beim 29. Dortmunder Citylauf im B-Lauf zu starten. Falls er das zeitlich hinbekommt.
Die beim Citylauf haben bei den Bittermärkern Ralf Ermler, Michael Löwe, Brigitte Höhn und Ingrid Salomon.

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