Leichtathletik

Ihre TräneGrompeBottrop jin sind auch drei Tage später noch nicht getrocknet, und wen wundert's. Katharina Grompes (LG Olympia) Traum bei der Leichtathletik – WM in Moskau dabei zu sein, platzte beim Abschluss-Sportfest in Weinheim. Die deutsche Junioren-Meisterin zog sich beim Einlaufen einen Muskelfaserriss zu und anstatt mit einem schnellen Sprint noch einmal Selbstbewusstsein zu tanken, fand sie sich im Klinikum Heidelberg wieder. Dort wurde die erste Diagnose bestätigt. Aber „Kathi" ist ein „Stehaufmännchen": „Das MRT zeigte, dass es zum Glück nur ein kleiner Riss ist, und ich gehe davon aus, dass ich rasch wieder fit sein werde.", sagt die „gelernte" Optimistin und ergänzt: „Ich habe jetzt keinen Druck mehr und kann die Verletzung in Ruhe auskurieren." Zunächst wird das lädierte Bein einige Tage hoch gelegt und dann mit leichtem Gehen begonnen. Mit ihrem „Physi" Klaus Mayer hat sie bereits ein Aufbautraining durchdacht und ist sicher, dass sie nicht allzu viel an Substanz verlieren wird. „Ich werde gewiss zum Wintertraining wieder voll einsteigen können.", ist sie voller Zuversicht.
„Es ist nicht nur für Katharina sehr schmerzlich und bedauerlich, dass ihr als sehr junger Sprinterin die WM – Teilnahme mit der Frauenstaffel genommen wird.", bedauert auch Bundestrainer Thomas Kremer.
Das Kleid, das sie für die Moskauer Abschlussfeier bereits ändern ließ, hängt jetzt erst einmal wieder im Schrank. „Aber ihm nächsten Jahr sind Europameisterschaften, und dann kann ich es wieder heraus holen.", sagt die Staffel-Europameisterin der U 23. Typisch Kathi!

FredenbaumAlbrecht ji24 Stunden nach dem heißesten Tag des Jahres herrschten beim 8. Dortmunder Halbmarathon des BV Teutonia Lanstrop im Fredenbaum mit 26 bis 28 Grad passable Lauftemperaturen. Das Wichtigste für alle: Die Sanitäter konnten einen geruhsamen Nachmittag verbringen.
Im Halbmarathon übernahm Jörg Albrecht (RWE Starlight Team Essen, Foto) bereits nach zwei Kilometern die Führung und verteidigte diese sicher bis ins Ziel. In respektablen 1:19:50 Stunden lag der 43-jährige Software-Berater recht deutlich vor dem vereinslosen Frederik Brandenstein (1:22:03 Std.) und Dortmunder Michael Löwe (LT Bittermark, 1:22:29 Std.).
„Bis auf einige Spitzkehren hat mir die Strecke sehr gut gefallen. Auch mit meiner Zeit bin ich zufrieden, denn die Temperaturen lagen immer noch im oberen Bereich," erklärte der Essener, der die Halbmarathon-Distanz vor fünf Jahren schon in 1:14:01 Stunden zurücklegte. Jörg Albrecht nutzte den Lauf im Fredenbaum als Vorbereitung für den Triathlon in vier Wochen in Köln.
Eine erfreuliche Vorstellung bot der Drittplatzierte Michael Löwe, der ein recht gleichmäßiges Rennen absolvierte. Der 41-jährige Langstreckler, der auch Fußball-Schiedsrichter ist, hatte zwischen sieben und acht Kilometer Seitenstiche, die allerdings sofort verschwanden, als er etwas getrunken hatte.
Ein starkes Finish hatte der Dortmunder Stefan Puchtinger (LT Bittermark), der sich auf den letzten Kilometern vom siebten auf den fünften Rang vorarbeitete. Auch seine Zeit von 1:23:31 Stunden kann sich sehen lassen.
Bei den Damen hielt sich Ina Radix (Bochum) zunächst zurück. Nach ca. 15km konnte sie sich dann vom Feld absetzen und dominierte in 1:34:36 Stunden unangefochten vor Ute Spicker (Team Essen, 1:36:45 Std.) und Sinthuya Vairavanathan (Triathlon Team TG Witten, 1:40:57 Std.). Trotz der hochsommerlichen Temperaturen unterbot die 29-jährige Architektin ihre persönliche Bestzeit um fast vier Minuten. „Die Wärme hat mir nichts ausgemacht, denn ich habe drei Jahre in Spanien gelebt," erläuterte die Bochumerin.

Halbmarathon Fredenbaum2012 jiAuch wenn am Wochenende Sauna-Temperaturen erwartet werden, wird dem Laufspaß beim 8. Dortmunder Halbmarathon im Freizeitpark Fredenbaum ins im Wege stehen. Organisator Gerd Niemeyer wird nämlich dafür sorgen, dass es für die Läuferinnen und Läufer genügend Abkühlungsmöglichkeiten gibt.
So wird Gerd Niemeyer mit seinem Team möglichst viele Wasserstellen aufbauen, zahlreiche Schwämme anbieten und ausreichend Getränke zur Verfügung stellen. Die Gefahr, wegen der zu erwartenden Hitze beim Lauf über die 21,1km-frühzeitig an die Boxen gehen zu müssen, sieht Lanstrops Cheforganisator nicht: „Im Fredenbaum haben wir einen recht hohen Baumbestand. Die Strecke verläuft bis zu 90 Prozent im Schatten. Da wird man die hohen Temperaturen zusammen mit unseren anderen Maßnahmen gut verkraften können," ist sich Gerd Niemeyer ziemlich sicher.
Bis zum Meldeschluss am 1. August hatten 400 Läuferinnen und Läufer ihre Nennungen abgegeben. Wie viele es am Samstag sein werden, möchte Gerd Niemeyer nicht prognostizieren. „Unsere endgültige Teilnehmerzahl wird weitgehend vom Wetter abhängig sein. Vor allem, wenn am Samstag die Temperaturen die 30-Grad- Grenze überschreiten sollten, werden wir dies vor allem auf der Halbmarathon-Distanz zu spüren bekommen," vermutet Niemeyer.
Viele Läuferinnen und Läufer werden bei zu großer Hitze eventuell auch auf die 10- oder 5km- Distanz ausweichen. „Schon im Vorfeld lässt sich die Tendenz zu einer kürzeren Strecke erkennen, denn die meisten Meldungen liegen mir bisher für den 5km-Lauf vor," berichtet Gerd Niemeyer.
Bei vielen Läuferinnen und Läufern ist es inzwischen Usus, erst am Tag der Veranstaltung nachzumelden. So tauchte im vergangenen Jahr Elias Sansar (LG Lage Detmold) kurz vor dem Lauf im Wettkampfbüro auf, gab seine Meldung ab und siegte anschließend in der neuen Streckenrekordzeit von 1:08:42 Stunden. „Solch einen Spitzenmann habe ich zurzeit nicht anzubieten, aber vielleicht taucht wie 2012 noch einer kurz vor dem Start auf," hofft Gerd Niemeyer.

Ayadi1Pierre Ayadi und Uli Kunst, die Betreuer der Vertretung der LG Olympia bei den deutschen Jugend – Meisterschaften in Rostock waren rundum zufrieden. „Unsere jungen Athleten haben hervorragend gekämpft und waren eine echte Mannschaft. Sie unterstützten das Team im Stadion, auch wenn sie keinen Wettkampf zu bestreiten hatten.", lobten die Trainer ihre Schützlinge. Das konnten auch die mehrfach an die Ostsee mitgereisten Eltern feststellen. Die meisten Athleten verbuchten persönliche Bestleistungen.
Uli Kunst freute sich über das mannschaftsdienliche Denken der Staffel – Ersatzläufer Leon Budde und Joel Verlande. „Sie waren ständig dabei, liefen sich mit ein, um im Notfall zur Verfügung zu stehen. Da gab es keinen Konkurrenzneid.", stellte er fest. Ein Gewinn für die Staffel war Sprinter war Max Neumann, der erst während der vergangenen drei Wochen in das Quartett aufrückte. „Es war eine Freude mit diesen Jungen zu arbeiten.", war Kunst mit dem Erfolg seines Einsatzes zufrieden. Große Stücke hält er auf Darijan Schüler, der sich schon jetzt für die deutschen Jugend –Hallenmeisterschaften qualifiziert hat.
„Nach diesem tollen Rennen gehe ich mit Vanessa (Guting) essen.", will Ayadi ein Versprechen einlösen. „Es ist schon eine tolle Leistung, wenn ein Mädchen von den C – Schülerinnen an der Leichtathletik treu bleibt und alle Probleme überwindet.", rückte er die Leistung seines Schützlings ins rechte Licht.
Yannik Giese ist sehr beständig geworden, und Leon Straub hat tolle Fortschritte gemacht. Marina Wrede ist nicht nur über die im Hindernisse, sondern auch auf den Flachstrecken viel zuzutrauen.
Auch mit der „3x8" der Frauen war Ayadi sehr zufrieden. Carolin Strophff und Laura Hansen wechselten jeweils gleichauf mit der Spitze und Sina Babenhauserheide, die lange mit Verletzungen zu kämpfen hatte, lief am Schluss um ihr Leben. Nur um eine Sekunde verpasste das Trio „Bronze". Eine vorzügliche Leistung, denn mit den deutschen Meisterinnen Jana Hartmann und Monika Merl standen zwei Leistungsträgerinnen nicht mehr zur Verfügung, aber der notwendige Umbruch ist in Reichweite.
Das 3 x 1000 – Meter – Trio der Männer bot die ihm in dieser Besetzung mögliche Leistung. „Da verbietet es sich, zu spekulieren, was möglich gewesen wäre, wenn ...", so Ayadi.

GuttingBottrop ji jiDie LG Olympia blieb am Schlusstag der deutschen Jugendmeisterschaften in Rostock auf Erfolgskurs und imponierte durch unerwartete Achtungserfolge.

Trainer Uli Kunst unterzog Tobias Breddermann nach seinem Muskelfaserriss vor den 4 x 100 Metern noch einem knallharten Härtetest und gemeinsam mit den übrigen LGO – Jungsprintern entschied man sich, das Risiko einzugehen und den Rekonvaleszenten als Startläufer einzusetzen. „Schnell laufen und ganz, ganz sicher wechseln.", gab „Staffelfuchs" Kunst seinen Jungen mit auf den Weg. Breddermann, Jonas Dickel, Darijan Schüler und Max Neumann schafften die Überraschung und zogen in Jahresbestzeit von 42,84 in das Finale ein. Dann liefen sie mit etwas mehr Risiko, und am ersten Wechsel hielt man die Luft an. Aber sie wuchsen über sich hinaus und erkämpften in nochmaliger Bestzeit von 42,59 als Sechste einen tollen Erfolg. Vanessa Mark (Teutonia Lanstrop) war am Sieg der SG Schalke / Annen im B – Finale in starken 47,86 als Schlussläuferin beteiligt.
„Kämpfen und dranbleiben auch wenn es nicht mehr geht." Diesen „Tip" von Trainer Pierre Ayadi befolgte Vanessa Guting im 1500 – Meter – Finale. Sie begann vorsichtig und kämpfte sich dann bis auf Platz 9 nach vorne. Mit 4:43,11 steigerte sich die 18jährige gleich um fünf Sekunden und jubelte zu Recht.

 

Im 3 x 800 –Meter – Vorlauf der Frauen taten Carolin Strophff, Laura Hansen und Sina Babenhauserheide nur das Nötigste. In der Entscheidung hinterließen sie dann einen starken Eindruck und nach hervorragenden 6:27,84 belegten sie den nie erhofften Platz 4. Nur eine Sekunde fehlte an „Silber".
Die „3 x 1000" der Männer musste mit Frank Meier, Christof Neuhaus und Fynn Schwiegelshohn (alle LGO) nach 7:37,00 im Vorlauf die Segel streichen.

 

Foto: Vanessa Guting mit starker Leistung über 1500m; Bild: Peter Middel

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