Leichtathletik

Grompe jiSo kannte man Katharina Grompe (LG Olympia) bisher nicht. Nach einem explosiven Start und kraftvoller Beschleunigung stürmte sie im 60 – Meter – Sprint zweimal zu Bestzeit. „Ich bin überglücklich.“, jubelte sie. Das konnte sie auch sein, denn schon als Vorlaufschnellste steigerte sie sich auf 7,42 Sekunden. Im Finale schoss sie fast gleichauf mit der Favoritin Tatjana Pinto aus dem Startblock, trommelte nur wenig von der Münsteranerin getrennt als Zweite ins Ziel und war mit 7,39 erneut so schnell wie nie zuvor.

Schon vor den Titelkämpfen sprühte sie vor Tatendrang. „Im Training läuft es prima, auch wenn es wie bei jedem Leistungssportler einmal irgendwo zwickt. Aber ich habe keine Probleme, die mich einschränken würden.“, sagte die deutschen Juniorenmeisterin über 200 Meter in einem Gespräch mit den RN. „Ich war schon bisher keine schlechte Starterin, aber ich werde noch besser sein.“, kündigter sie selbstbewusst an und hatte nicht zuviel versprochen. Es zeigte sich, dass es richtig war, sich auf den Kurzsprint zu konzentrieren. Das bestätigte auch Bundestrainer Thomas Kremer: „Kathi ist auf einem guten Weg, und es wurde heute deutlich, dass die Vorbereitung genau passt.“

Ihre Möglichkeiten über 200 Meter nutzte sie noch nicht und erklärt ihre Zurückhaltung: „Ich werde erst im Sommer wieder die 200 laufen, denn in der Halle ist mir das Verletzungsrisiko zu groß.“

Sie hat während der vergangenen Monate hart gearbeitet. „Wir haben alle Bereiche trainiert.“, und fügt hinzu: „Dabei wurde auf Schnelligkeit und Tempohärte geachtet, und wir haben an meinem Start gefeilt.“ Ihre 60 – Meter – Bestzeit lieferte sie vor einem knappen Jahr bei den deutschen Hallenmeisterschaften vor heimischer Kulisse in der Koernighalle mit hervorragenden 7,46 Sekunden ab, sagte aber: „Ich weiß, dass ich noch mehr kann.“ Das war nicht übertrieben, wie sich bei ihrem Saisoneinstieg 2014 gezeigt hat. Vor den deutschen Hallenmeisterschaften wird sie noch bei den nun folgenden „Internationalen“ zu sehen sein und kann in Leipzig mit Selbstbewusstsein zu Werke gehen.

PintoDortmund5.1.14 jiFür 490 Athletinnen und Athleten aus 101 Vereinen bilden die westfälischen Hallenmeisterschaften der Männer und Frauen sowie der Jugendklassen U 18 am kommenden Samstag in Dortmund (ab 11.00 Uhr) eine erste Standortbestimmung in diesem Jahr.

Trotz des Fehlens von Julian Reus (TV Wattenscheid), der während der diesjährigen Hallensaison nur bei den deutschen Hallenmeisterschaften in Leipzig starten wird, stehen bei den Titelkämpfen in der Helmut-Körnig-Halle die Sprintwettbewerbe im Blickpunkt.

Schnelle Zeiten erwartet man vor allem bei den Damen, wo über 60m mit Tatjana Pinto (LG brillux Münster, Foto), Inna Weit (LC Paderborn), Katharina Grompe (LG Olympia Dortmund), Esther Cremer, Christina Haack (beide TV Wattenscheid) und der Jugendlichen Gina Lückenkemper (LAZ Soest) die komplette westfälische Elite  erscheinen wird. Favoritin ist Tatjana Pinto, bei der es in den letzten Wochen im Training recht viel versprechend lief. „Mit meinen bisherigen Vorbereitungstests bin ich sehr zufrieden, und ich fühle mich auch gut,“ zeigt sich die 21-jährige Münsteranerin optimistisch.

Über 200m gibt   Maike Dix (TV Wattenscheid) ihr diesjähriges Hallen-Debüt. Die deutsche 200m-Vizemeisterin von Ulm erwartet dabei kein „Spaziergang“, denn sie trifft auf der Hallenrunde u.a. auf ihre Teamkollegin Esther Cremer und Gina Lückenkemper, die auf der langen Sprintdistanz ihre Trümpfe noch mehr ausspielen kann als über 60m.   „Meine Trainingszeiten sind ganz gut, aber ein Wettkampf ist ja immer eine andere Sache. Ich hoffe auf eine Zeit unter 24,00 Sekunden und für den weiteren Verlauf der Hallensaison auf eine neue Bestzeit,“ sagt Maike Dix, die darüber hinaus noch in der 4x200m-Staffel des TV Wattenscheid auf Titeljagd geht. Nach ihrer schnellen 200m-Zeit (24,38 Sek.) vom Vorsonntag   rechnet man auch mit einem starken Auftritt von Pamela Dutkiewicz (TV Wattenscheid) über 60m-Hürden.

Hochspringerin Nadja Kampschulte (TV Wattenscheid), die am vergangenen Sonntag in Clarholz 1,79m überwand, hat noch deutlich Luft nach oben, so dass in Dortmund sicherlich höher springen wird als bei ihrem Hallenauftakt. Im Stabhochsprung ist Desiree Singh (LG Lippe- Süd) Favoritin.

Für  Weitsprung hat Stefanie Voss (LAV Bayer Uerdingen/Dormagen) gemeldet. Die Uerdingerin springt jedoch außerhalb der Wertung, so dass der Westfalen-Titel an Lisa Kurschilgen (TV Wattenscheid) gehen dürfte.

Holtkamp Meike jiLegt man   die Meldeliste zugrunde,  dann werden die Dortmunder Teilnehmer bei den westfälischen Hallenmeisterschaften am Samstag ab 11.00 Uhr in der Helmut-Körnig-Halle auf keinen Fall leer ausgehen.

Die beste Ausgangsposition hat Maike Holtkamp (LG Olympia, Bild), die im Kugelstoßen mit 12,36m die beste Weite von allen Teilnehmerinnen aufweisen kann. Die angehende Lehrerin bereitet sich momentan auf die deutschen Mehrkampfmeisterschaften in Frankfurt- Kahlbach vor und startet daher noch im 60m-Sprint, im 60m-Hürdenlauf und in der 4x200m-Vereinsstaffel.

Im Dreisprung führt Vanessa Braun (TSV Kirchlinde) mit 11,23m ebenfalls die Meldeliste an. Wenn die 23-jährige Kirchlinderin, die auch noch für das Kugelstoßen gemeldet hat,  den Absprung-Balken richtig trifft, kann sie ganz oben auf dem Siegertreppchen stehen.

Im Weitsprung kann Jovanna Klaczynski (BV Teutonia Lanstrop, 5,86m) für eine Überraschung sorgen. Allerdings muss sie dafür der 6-m-Marke recht nahe kommen.

Jovanna  ist wie ihre Teamkollegin Vanessa Mark auch noch für den 60m-Hürdensprint gemeldet, doch in diesem Wettbewerb wird wahrscheinlich kein Weg an Pamela Dutkiewicz (TV Wattenscheid) vorbeigehen.

Über 1500m ist die LG Olympia mit Marina Wrede und Vanessa Guting recht gut vertreten. In den Sprintwettbewerben der Damen startet die komplette westfälische Spitzenklasse, so dass Katharina Grompe, die am Samstag ihr diesjähriges Hallendebüt gibt, keinen allzu einfachen  Stand hat.

Bei den Männern ist der Dreisprung schwach besetzt, so dass Jan Schneider (Teutonia Lanstrop) in dieser Disziplin die Gunst der Stunde nutzen kann. Im Weitsprung, der ein deutlich höheres Niveau aufweist, verbesserte sich der hoffnungsvolle Lanstroper am vergangenen Wochenende in Gent auf 7,25m.  Falls er am Samstag diese Weite wiederholt, kann er auch in dieser Disziplin ganz weit vorne landen. Fynn Schwiegelshohn (LG Olympia) hat für den 1500m- und 3000m-Lauf gemeldet. In beiden Wettbewerben ist eine starke Konkurrenz am Start, so dass  der Schützling von Michael Glass, unabhängig von seiner Streckenauswahl, vor einer schwierigen Aufgabe steht.

Grompe jiKatharina Grompe (LG Olympia) sprüht vor Tatendrang. „Im Training läuft es prima, auch wenn es wie bei jedem Leistungssportler einmal irgendwo zwickt. Aber ich habe keine Probleme, die mich einschränken würden.“, sagte die deutschen Juniorenmeisterin über 200 Meter in einem Gespräch mit den RN. Sie hat mit ihren Trainern Thomas Kremer und Marcus Hoselmann während der vergangenen Monate hart gearbeitet. „Wir haben alle Bereiche trainiert.“, und fügt hinzu: „Dabei wurde auf Schnelligkeit und Tempohärte geachtet, und wir haben an meinem Start gefeilt.“ Ihre 60 – Meter – Bestzeit lieferte sie vor einem knappen Jahr bei den deutschen Hallenmeisterschaften vor heimischer Kulisse in der Koernighalle mit hervorragenden 7,46 Sekunden ab, sagt aber: „Ich weiß, dass ich noch mehr kann.“

Das will sie am Samstag bei den Westfalenmeisterschaften an der Strobelallee zumindest andeuten, und an Konkurrenz mangelt es nicht, das u.a. Tatjana Pinto aus Münster und Inna Weit aus Paderborn ihre Meldung für die 60 Meter abgegeben haben. „Ich gehe völlig entspannt an den Start, und mache mir keine Gedanken.“, lässt sie es bewusst locker angehen und lässt sich noch nicht in die Karten schauen. „Konkurrenz tut mir immer gut und beflügelt mich.“, hat sie vor ihren hochkarätigen Rivalinnen keine Angst. „Mein Start war bisher auch schon nicht schlecht, aber ich glaube, dass ich noch besser geworden bin.“, meint die LGOerin selbstbewusst, und das kann gerade für die 60 Meter entscheidend sein. Für einen Einsatz in der 4 x 200 – Meter – Staffel der LG Olympia fühlt sie sich allerdings noch nicht stark genug.

KlaczynskiJan Schneider und Jovanna Klaczynski (beide Teutonia Lanstrop) starteten am Wochenende bei einem Internationalen  Leichtathletik-Hallensportfest in Gent/Belgien.

Neben den Sportler/innen aus Frankreich, Niederlanden und Belgien gehörten die beiden Lanstroper zu den wenigen deutschen Teilnehmer/innen.

Jan Schneider, der sich unter Trainer Hanswalter Dobbelmann stark entwickelt hat, steigerte seine Weitsprungbestweite von 7.15m (aus dem Jahr 2012) auf hervorragende 7.25m. "Jan kann noch erheblich weiter springen und wir freuen uns auf die Westfälischen Hallenmeisterschaften in Dortmund. Da wird Jan im Weitsprung, Hochsprung und Dreisprung an den Start gehen", so der Lanstroper Coach.

Jovanna Klaczynski, die mit ihrer neuen Jahresbestweite im Weitsprung von 5.85m angereist war verletzte sich durch eine falsche Bewegung (eingeklemmter Nerv) gleich zu Beginn und verzichtete auf den Wettbewerb, da sie bei den "Westfälischen" im Weitsprung und in der 4 x 200m Staffel an den Start gehen möchte. "Jovanna befindet sich auch in glänzender Verfassung,  und wenn sie den Balken trifft, dann kann eine "6" vor dem Komma stehen", meint Hannswalter Dobbelmann. Bildzeile: Jovanna Klaczynski musste unverrichteter Dinge die Heimreise antreten (Foto: Peter Middel)

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