Leichtathletik

Dortmunder Citylauf KreisAm zweiten September-Sonntag gehört die Dortmunder Innenstadt wie schon seit 33 Jahren den Leichtathleten, und der Friedensplatz wird beim PSD Bank City-Lauf zum Treffpunkt der lauffreudigen Dortmunder. Inzwischen lassen die zahlreichen vorliegenden Meldungen hoffen, dass die Marke von 1000 Teilnehmern auch dieses Mal erreicht wird.

Von der zweijährigen Anabell Gutierrez im Lauf der Bambini bis hin zur 75jährigen Bärbel Mandel (TuS Scharnhorst), die über zehn Kilometer antritt, sind alle Leistungs- und Altersklassen vertreten. Fünf Handbiker, die schon vor einem Jahr so imponierten, sind wieder dabei.
Im Mittelpunkt steht die Dortmunder Stadtmeisterschaft über zehn Kilometer. Dabei gelten die Läufer des LC Rapid mit Sascha van Staa an der Spitze als klare Favoriten, und ob die Langstreckler der LG Olympia den Lokalrivalen den Titel abjagen könnten, bliebt offen. Die LGOer werden bei der Organisation gebraucht und sind anderweitig verplant, wie Trainer Pierre Ayadi sagt.

Natürlich stehen die Aktiven im Mittelpunkt, aber auch rund um die Friedenssäule wird bei diesem Familienfest viel geboten. Die Krombacher-Brauerei stellt im Zielbereich alkoholfreie Getränke zur Verfügung und während des Rennens stillt Nutrixxion den Durst der Akteure. Der „Filetshop“ bietet besondere Leckereien an und die LG Olympia ist mit einem Kuchenstand vertreten. An weiteren Ständen informieren „My Health Club“, Ausbüttels Apotheken, das Reisebüro für junge Menschen „Youngstar Travel“ und das Sanitätshaus Tingelhoff, das unter anderem einen Barfussparcour anbietet.

Bad Liebenzell LGO Trio jiDas Langstreckler-Trio der LG Olympia präsentierte sich bei den deutschen Meisterschaften im Zehn-Kilometer-Straßenlauf auf einem schnellen Kurs in Bad Liebenzell in überzeugender Verfassung.

Leif Gunkel, der durch sein Medizinstudium in Göttingen stark beansprucht wird, zeigte einmal mehr, dass er diese Belastungen ausgezeichnet vereinen kann. Bis zur Streckenhälfte lief er zusammen Fabian Dillenhöfer, ehe den entscheidenden Vorsprung auf seinen Mannschaftsgefährten erkämpfte, den er bis ins Ziel clever verteidigte. Mit vorzüglichen 30:11 Minuten unterbot Gunkel seine bisherige Bestmarke gleich um 50 Sekunden und erkämpfte in der MU 23 hinter dem Brackweder Gesamtsieger Petros Amanal und Sebastian Hendel (LG Vogtland) den dritten Platz. Damit verbuchte der LGOer seinen bisher größter Erfolg in der Juniorenklasse. Mit tadellosen 30:29 stellte Dillenhöfer als 17. der Gesamtwertung seine Bestzeit ein. Geschickt ließ sich Patric Meinike innerhalb einer Gruppe bei regelmäßigem Tempo mitziehen und konnte in der Schlussphase noch zulegen. Mit 31:23 unterbot er seinen bisherigen Hausrekord um 21 Sekunden. Mit dieser ausgeglichenen Mannschaftsleistung belegten die LGOer mit neuem Kreisrekord von 1:32,03 Stunden den fünften Platz und schrammten nur um 32 Sekunden an Bronze vorbei. Fynn Schwiegelshohn musste leider verletzt passen.

Wittig trotz des Titels nicht zufrieden
„Ich war so gut drauf, aber dann erwischte mich vor drei Wochen eine Adduktorenzerrung, und ich musste pausieren“, haderte Klemens Wittig (LC Rapid) mit seinem Mißgeschick. Dennoch trat er an, und nach 46:29 Minuten brachte er in der M 80 zwar seinen 40. deutschen Meistertitel unter Dach und Fach, sein Ziel eines neuen Europarekords konnte er nicht realisieren. Jetzt befürchtet er, dass er bis zum Marathon der Senioren-Europameisterschaften am 10. September in Breslau noch nicht wieder fit und in guter Form ist.

Symbol KameraFabian Dillenhöfer, Leif Gunkel und Patric Meinike boten eine starke Mannschaftsleistung in Bad Liebenzell.
(Foto: Privat)

Küthai Höhentrainingslager LGO 2017 jiKühtai, Ski Alpin Weltcup-Ort und bekannter Wintersportort bietet im Sommer mit seinen 29 Einwohnern eine idyllische Oase, die nun schon im zweiten Jahr in Folge für einen Teil der deutschen U20- Läufer drei Wochen lang eine Heimat für ihr Grundlagentraining in unfassbar schöner Natur war. Umgeben von Kühen und Pferden wurden dort die meisten Trainingskilometer absolviert. 

Wie im Vorjahr waren die Sportlerinnen und Sportler auf der Dortmunder Hütte und zusätzlich auf Grund der großen Gruppe in Appartements auf der Kühtaier Alm. Bestens verpflegt wurde die Gruppe durch das Team um Hüttenwirtin Monika Tabernig
Vorträge und die biomechanische Begleitung durch Dr. Olaf Ueberschär und Daniel Fleckenstein (Fachgruppe Biomechanik am IAT) bildeten einen zusätzlichen Service.Geleitet wurde das Trainingslager durch Pierre Ayadi (Nachwuchsbundestrainer Lauf) und zeitweise durch Thomas Dreißigacker (leitender Bundestrainer Lauf)
Schwerpunkte im Bereich Alternativtraining bildeten lange Wanderungen bis zu fünf Stunden, U.a. wurde der Sulzkogel (3016m) erklommen. Dazu wurde Mountainbike und Rennrad gefahren und im Waldbad Haiming geschwommen.

Gelaufen wurde natürlich auch, auf profiliert und flachen Strecken rund um den Stausee, der nur wenige Meter von der Dortmunder Hütte eine flache 2,4 km-lange Runde bietet. Das Stadion mit vier Rundbahnen im Herzen  von Kühtai wurde auch genutzt, und die integrierte Beachvolleyballanlage war Schauplatz einiger heißer Matches

„Nach 19 Tagen mit gutem Wetter durften wir zum Schluss auch mit einem Kälteeinbruch und Schnee Bekanntschaft machen. In den Bergen geht das recht schnell. Innerhalb von zwei Tagen war die Temperatur um über 20 Grad gefallen“, berichtete Coach Pierre Ayadi. Und weiter: „Das Trainingslager war wieder ein voller Erfolg. Viel Training und Bewegung in 2000 Meter Höhe, keine Verletzungen und keine Krankheiten“.

Symbol KameraEin Teil der Langstreckler in luftiger Höhe.
(Foto: Privat)

Wolf Jonas NRW Länderkampf jiJonas Wolf (LG Olympia) rechtfertigte seine Berufung in der NRW-Auswahl beim Vergleich gegen die Niederlande in Assen mit einer vorzüglichen Leistung.

Der 15jährige ließ sich durch den NRW-Dress motivieren, steigerte sich im Stabhochsprung von bisher 4,20 Metern auf glänzende 4,35 und stellte damit einen neuen Kreisrekord auf. Der 17 Jahre alte Westfalenrekord von Björn Venghaus beträgt 4,41 Meter, und den verpasste Wolf nur knapp. Zu recht wurde der Schützling von Trainer Kai Atzbacher für die beste Leistung im NRW-Team ausgezeichnet.

In der DLV – Rangliste nimmt er höhengleich mit dem Leverkusener Finn Jakob Torbohm Platz eins ein und wurde in den Nationalkader 3 (früher c/d – Kader) berufen

Symbol KameraJonas Wolf erzielt beste Leistung im NRW-Team.
(Foto: Privat)

Schulz Sandra 3 jiChristian Jonen (MCM Pulheim) hat den Stadtwerke-Halbmarathonlauf des TV Wattenscheid in Bochum im Spurt in 1:14:33 Stunden für sich entschieden. Die Entscheidung fiel auf der 21.1km-langen Distanz so knapp aus, dass auch der Zweitplatzierte Matthias Büchel (TUSEM Essen) dieselbe Zeit wie der Sieger erhielt. Till Schaefer (PV Triathlon Witten) folgte mit deutlichem Abstand als Dritter in 1:17:19 Stunden.

Bei den Frauen gab es einen souveränen Start-Ziel-Sieg für die für die LG Deiringsen startende Dortmunderin Angela Moesch, die in 1:24:41 Stunden einen komfortablen Vorsprung vor Ina Ruck (LGO Bochum, 1:28:03 Std.) und Sandra Schmidt (LT Bittermark Dortmund, 1:29:20 Std.) hatte.

Angela Moesch, die in diesem Jahr in Hannover mit 1:23:45 Stunden ihre persönliche Bestzeit auf der Halbmarathon-Distanz erzielte, musste in den Sommermonaten wegen einer Wadenverletzung vier Wochen pausieren und kommt nun langsam wieder in Schwung. „Ich hätte nicht gedacht, dass ich nach meinen Wadenproblemen so schnell wieder in den Bereich meiner persönlichen Bestzeit kommen würde“, freute sich die laufbegeisterte Pädagogin, die zudem in ihrer Alterskategorie W 45 vorn lag. Für eine kleine Überraschung sorgte drittplazierte Sandra Schulz, die erst vor drei Jahren mit dem Laufen begann. Sie blieb bei idealen Laufbedingungen (trocken, windstill, um 20 Grad) vier Sekunden unter ihrer persönlichen Bestzeit und übernimmt damit die Führung im Dextro Energie Revier-Cup. Nach ihren Erfolgen in Duisburg und Bochum hat die 31-jährige Bittermärkerin die Chance, auch im Gesamtklassement ganz vorn zu liegen, denn der letzte Wertungslauf wird am 3. Oktober am Dortmunder Phoenixsee ausgetragen und da kann sie ihren Heimvorteil nutzen. Zunächst konzentriert sie sich aber auf ihren Start am 24. September beim Berlin-Marathon. Die Mutter einer achtjährigen Tochter läuft neben ihrer Tätigkeit im Kommunikationsbereich 60 bis 80 Kilometer pro Woche.  

Unter Volldampf stand der für Lokomotive Dortmund startende Michael Erbe, der sich in der Gesamtwertung in starken 1:21:19 Stunden den zehnten Platz erkämpfte und damit schnellster Läufer aus der Westfalenmetropole war. Der Rheinländer, der auf der Halbmarathon-Distanz eine Bestzeit von 1:20:48 Stunden hat, kam 2010 nach Dortmund und verliebte sich sofort in die Stadt. Vor zwei Jahren gründete er mit seiner Freundin den Verein Lokomotive Dortmund. Regelmäßig trifft sich der 48-Jährige mit befreundeten Läufern. „Ich freue mich immer, wenn ich mit den Jungens neben dem Sport auch noch einiges unternehmen kann,“ betonte der begeisterte Ausdauerspezialist.

Bittermärker mit schnellen Zeiten
M
ichael Poletto verbesserte seine bisherige Bestzeit um rund drei Minuten und kam in 1:27:37 als 4. der M50 erstmals unter 90 Minuten. Thomas Krakow war in 1:29:19 Stunden ebenfalls mit neuer Bestzeit als 14. der M30 im Ziel. In der M65 konnte Jörg-Peter Zöllner den Sieg davontragen. In 1:41:07 lief er mit über vier Minuten Vorsprung auf Platz zwi über die Linie. Unter den magischen 100 Minuten blieb auch Frank Schülke in 1:38:45 als 19. der M50.

Lea Fanselow (alle LT Bittermark) startete über 10 km und wurde dort in 58:16 Minuten 17. in der Frauen-Hauptklasse.Als Starterin engagierte sich bei der beim Stadtwerke-Halbmarathon Hürdensprinterin Pamela Dutkiewicz (TV Wattenscheid). „Ich hatte vorher noch nie eine Pistole in der Hand. Daher war ich ganz schön nervös“, verriet die WM-Dritte über 100m-Hürden. Im 10km-Lauf schickte Pamela Dutkiewicz u.a. die mehrfache deutsche 400m-Meisterin Esther Cremer (TV Wattenscheid) auf die Reise. Die Viertelmeilerin legte die für sie ungewöhnliche lange Strecke in 51:33 Minuten zurück. Siegerin bei den Frauen wurde über 10km die Bochumerin Sinthys Vairavanathan in 41:01 Minuten. Bei den Männern lag der Kettwiger Michele Maurice Ihe in 35:05 Minuten vorn.

„Aus unserer Sicht ist alles optimal verlaufen. Zudem spielte das Wetter hervorragend mit. Das spannende Foto-Finish im Halbmarathonlauf zählte mit zu den Highlights der Veranstaltung. Mit 2700 Läuferinnen und Läufer sind wir zufrieden, aber wir wollen in Zukunft an der Drei-Tausender-Marke kratzen bzw. diese überbieten. Das ist unser Anspruch“, erklärte der Manager des TV Wattenscheid, Michael Huke. Der immer noch aktuelle Teilnehmerrekord steht seit 2015 bei 2994 Läuferinnen und Läufern.

Die Strecke, auf der seit 2015 gelaufen wird, führte durch das Herz der Stadt Bochum. Sie ist leicht wellig und daher nicht einfach. Trotzdem fand sie aufgrund ihres Verlaufs und ihrer Übersichtlichkeit bei den meisten Teilnehmerinnen und Teilnehmern Anklang. „Kritisiert wird natürlich immer. Aber es ist nicht so einfach, eine Strecke zu ändern. Daher halten wir erst einmal an dem jetzigen Parcours fest, Hinzu kommt, dass die Zeiten, die in den letzten beiden Jahren und auch heute bei uns gelaufen wurden, gar nicht so schlecht sind“, befand Organisationsleiter Sebastian Kraus.

Symbol KameraSandra Schulz trägt nun das gelbe Trikot als Führende im Dextro Energie Revier-Cup.
(Foto: Peter Middel)

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