Leichtathletik

AbelePortraet jiKönig Arthur kommt. Mit Zehnkampf-Europameister Arthur Abele haben die Macher des PSD Bank Indoor Meeting in Dortmund am 27. Januar den dritten Titelträger der Europameisterschaften von Berlin verpflichten können. Der Publikumsliebling will über die 60 Meter Hürden die Spezialisten ärgern.

Er ist das Stehaufmännchen der deutschen Leichtathletik. Achillessehnenriss, halbseitige Gesichtslähmung, Bänderrisse oder diverse Brüche – nichts konnte Arthur Abele (SSV Ulm 1986) in seiner Leidenschaft für den Zehnkampf stoppen. Der 32-Jährige mit dem unbändigen Willen kämpfte sich immer wieder zurück.
Die verdiente Krönung fand im vergangenen Sommer bei den Europameisterschaften in Berlin statt. Unvergessen der Moment, als er nach dem Zehnkampf abschließenden 1.500 Meter-Lauf tränenüberströmt auf der blauen Bahn des Berliner Olympiastadions zusammensackte. Gold! Im eigenen Land! Und so mancher Zuschauer hatte Tränen in den Augen.

Mohumed Mohamed jiDie Leichtathletik-Fans haben entschieden: Deutschlands „Leichtathleten des Jahres" 2018 heißen Gina Lückenkemper und Arthur Abele. Beim Nachwuchs erhielten die Stabhochsprung-Talente Bo Kanda Lita Baehre und Leni Freyja Wildgrube die meisten Stimmen. Alle vier Athleten gewinnen die Wahl zum ersten Mal. Mohamed Mohumed erfreut bei der männlichen Jugend als Siebter.

Es ist aufgrund der Fülle an Topathleten sonst schon schwierig genug, sich am Ende des Jahres bei der Wahl zu Deutschlands „Leichtathleten des Jahres“ ganz vorne zu platzieren. Noch größer ist aber diese Herausforderung in einem Jahr wie 2018, in dem die deutschen Leichtathleten bei den Heim-Europameisterschaften in Berlin für ein Highlight nach dem nächsten sorgten. Umso stolzer dürfen Gina Lückenkemper (bisher TSV Bayer 04 Leverkusen, jetzt SCC Berlin) und Arthur Abele (SSV Ulm 1846) sein, dass sie sich dieses Mal bei der Publikumswahl durchsetzen konnten, die auch 2018 wieder von der Zeitschrift "Leichtathletik", den „Freunden der Leichtathletik“ und leichtathletik.de durchgeführt wurde. Fast 27.000 Stimmen wurden in vier Kategorien abgegeben, die meisten in der Kategorie der Frauen und der Männer entfielen auf die Sprinterin und den Zehnkämpfer.

Neujahrslauf 2019 ji jiKreisTrotz des Nieselregens starteten 1.500 Läuferinnen und Läufer beim 6. Phoenix-Neujahrslauf, der bereits im Vorfeld ausgebucht war. „Der Phoenixsee kommt in Läuferkreisen immer gut“, kommentierte der Trainer des LC Rapid, Günter Schrogl, den neuen Teilnehmerrekord.

Das ungewöhnliche Reglement schrieb vor, dass jeder Teilnehmer in maximal 90 Minuten so viele Runden zurücklegen konnte, wie es seiner Leistungsstärke und seinem Kampfgeist entsprach. Den Gesamtsieg holte sich Andreas Feldmann (Meinerzhagen), der innerhalb von 1:39:37 Stunden acht Runden zurücklegte und damit Andreas Kempin (LC Rapid, 1:41:16 Std.) auf den zweiten Rang verweisen konnte. Recht lauffreudig zeigte sich auch Michael Erbe (Lokomotive Dortmund), der sich knapp eine Woche nach seinem Start beim Silvesterlauf Werl/Soest in erstaunlicher Frische zeigte und sechs Runden (19,5km) in 1:16:02 Stunden zurücklegte und damit den Wettbewerbvor Mathias Kamp (Bunert Running Team Dortmund, 1:17:18 h) gewann.

Attermeyer S jiMaximilian Feist und Steffen Baxheinrich wollten sich beim Hallensportfest des TVE Barop in der Körnighalle vor der Abreise zum DLV-Trainingslager in Südafrika mit einem schnellen 800-Meter-Rennen verabschieden, doch waren sie durch eine Zeitplanverschiebung gezwungen, darauf zu verzichten, wenn sie rechtzeitig das Flugzeug in Düsseldorf erreichen wollten.

So bekamen die Sprinter (-innen) mehr Aufmerksamkeit, denn da regt sich neues Leben. Mit einem Raketenstart schoss Neu-LGOer Hendrik Vogler im B-Finale der stark besetzten 60 Meter der Männer an die Spitze und gewann nach hervorragenden 7,06 Sekunden. Damit stellte er die Jahresbestzeit des bisher schnellsten Dortmunder Max Neumann (Teutonia Lanstrop) ein. Mit 7,32 Sekunden wartete Niklas Rapp (TSV Kirchlinde) auf, dicht gefolgt von Dominik Nüsken (7,36) und Lorenz Niedrig (7,37). Für eine erfreuliche Überraschung sorgte der gerade 16jährige Emil Bekker bei seinem LGO-Debüt. Er entschied die 60 Meter der U18 in tadellosen 7,33 Sekunden für sich und ist eine willkommene Staffel-Verstärkung. Für viel Optimismus sorgten die Mädchen.

Neu Romina 2 jiKreisDreisprung – Spezialistin Romina Neu (Teutonia Lanstrop) präsentierte sich in Troisdorf überraschend als explosive Sprinterin.

Sie entschied die 60 Meter der Frauen in viel versprechenden 7,93 Sekunden für sich. Zudem bewies der Schützling von Trainer Hans – Walter Dobbelmann durch ihre Bestleistung im Dreisprung mit ausgezeichneten 12,20 Metern, dass auch in dieser Disziplin durch sie viel zu erwarten ist. Anja Baluch (beide Teutonia Lanstrop) stellte mit ihrem sechsten Weitsprung-Anlauf mit 5,33 Metern den Sieg sicher.

Symbol KameraRomina Neu erzielt in Troisdorf schnelle 7,93 Sekunden über 60 Meter

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