Leichtathletik


HansenLaura jiZum ungünstigsten Zeitpunkt am Beginn der Sommersaison hatte sich Maximilian Feist (LG Olympia) eine Infektion zugezogen und fiel zwei Wochen aus. Jetzt machte er sich daran, Versäumtes nachzuholen und präsentierte sich im belgischen Kortrijk rechtzeitig vor dem Saisonhöhepunkt in hervorragender Verfassung.

Über 1500 Meter drückte er seine Bestzeit um rund zwei Sekunden auf vorzügliche 3:45,71 Minuten, und qualifizierte sich für die deutschen Meisterschaften in Berlin. Damit erhöht sich die Zahl der LGO - Normerfüller für die „Deutschen“ auf sieben Athleten.Nach einer langwierigen Verletzung meldete sich Laura Hansen über 800 Meter zurück und ihr Comeback sah mit 2:12,94 Minuten recht viel versprechend aus. „Darauf lässt sich aufbauen.“, meinte Laura zuversichtlich. Nach mehreren vergeblichen Angriffen auf die markanten viereinhalb Minuten über 1500 Meter gelang der WU 20 -Mittelstrecklerin Verena Meisl mit hervorragenden 4:28,11 Minuten endlich die erhoffte Bestzeit. Sie kletterte damit auf Platz 8 der aktuellen deutschen Rangliste.

Baluch Anja Teutonia Lanstrop 18.12.16 jiDortmunds schnellste 200 – Meter – Sprinterinnen Annika Bornemann (Teutonia Lanstrop) und Marilena Scharff (LG Olympia) lieferten sich im Felsenmeer – Stadion in Hemer ein spannendes Duell. Gleichauf stürmten sie über die Zielgerade und hauchdünn setzte sich die durch Marco Krönke betreute Lanstroperin durch.

Mit 24,81 und 24,82 Sekunden erzielten beide Jahresbestzeiten, doch die erhoffte DM – Qualifikation, blieb ihnen versagt. Sie gehören zu den zahlreichen Opfern der umstrittenen Verschärfung der DM – Normen. Bernhard Bußmann, Vorstandsmitglied der westfälischen Leichtathleten, hatte schon zu Saisonbeginn kritisiert: „Die bisher geforderten Leistungen für die DM – Teilnahme erfüllten 2018 91 westfälische Athleten, in diesem Jahr sind es gerade Mal rund 50.“, rechnete er vor. „So nimmt man vielen Athleten, die stets hart trainieren, die Motivation und schließt die „zweite Reihe“ aus. Das kann nicht im Sinn der Leichtathletik sein.“

Schreml Elias 11.07.16 jiZwei Wochen lang konzentrierte sich das Interesse der Dortmunder Leichtathleten auf die Europameisterschaften der U 23 und U 20 in den schwedischen Städten Gävle und Boras.

Acht heimische Athleten traten die Reise nach Skandinavien an, und so recht wusste keiner von ihnen was auf sie zukommen würde, denn die Konkurrenz kannte man nur vom Hören-Sagen. Was dann kam, hatte niemand erwartet. Die 18- bis 22jährigen LGOer warteten mit tollen Leistungen auf und ließen sich dreimal sogar mit Edelmetall dekorieren. Für das Glanzlicht sorgte der 18jährige Elias Schreml (Foto). Auf den letzten 400 Metern des 3000 – Meter – Finales konterte er alle Attacken der Konkurrenz und zog auf der Zielgeraden unwiderstehlich davon. In persönlicher Bestzeit von 8:16,07 Minuten erkämpfte er den Europameister-Titel der U 20. Es war der erste deutsche U 20 – Europameister-Titel auf einer flachen Langstrecke seit 20 Jahren.
Besondes stolz ist man beim Stammverein der LG Olympia, dem TSC Eintracht, denn Schreml ist ein echtes Eigengewächs. 2015 wählte man ihn zum Nachwuchsathleten des Jahres der Eintracht.

Kleine Linn jiLinn Lara Kleine (LG Olympia Dortmund) gefiel über 5.000 Meter als Sechste in 16:27,86 Minuten. Die 18-jährige LGOerin verbesserte sich bei ihrer überzeugenden Vorstellung um 6,28 Sekunden.

Ihre Teamkollegin Brenda Cateria-Byl hatte sich für den 400m-Einzellauf und die 4x400m-Staffel qualifiziert, wurde aber nur in der Staffel eingesetzt. Dort absolvierte sie als Startläuferin ein ansprechendes Rennen und trug mit dazu bei, dass das DLV-Quartett mit 3:38,15 Minuten in das Finale vordrang und dort in 3:37,69 Minuten einen respektablen sechsten Platz belegte.

Nach dem überraschenden Gewinn der Goldmedaille über 3.000 Meter startete Elias Schreml (LG Olympia Dortmund) auch noch über 5.000m. Vor und während des Rennens gingen immer wieder Regenschauer nieder. Bis 3.000 Meter hielt der Dortmunder tapfer mit, doch fünf Runden vor Schluss wurden die Beine von Elias Schreml immer schwerer. Er verlor den Kontakt zur zehnköpfigen Spitzengruppe und musste sich als Fünfzehnter mit 14:43,56 Minuten begnügen. Der Doppelstart war doch etwas zuviel für den 3000m- Überraschungssieger. Zu dieser Erkenntnis kam er auch nach dem Rennen. Gegenüber dem internetportal leichtathletik.de erklärte er: „Das mit dem Doppelstart habe ich noch nicht so drauf. Ich bin mit gemischten Gefühlen gestartet, einerseits wollte ich laufen, andererseits nicht. Vielleicht bin ich das Rennen auch zu locker angegangen. Das war jetzt auch ganz schön viel mit den zwei 3.000 Meter-Rennen zuvor. Zwei Wettkämpfe innerhalb so kurzer Zeit hatte ich noch nicht. Das muss ich noch lernen. Die 5.000 Meter sind sonst auch meine Strecke.“

Peter2 jiPeter Middel (Foto)  hat lange in seinen Unterlagen gesucht und gerechnet und kam auf eine unglaubliche Zahl: Rund 170000 Kilometer hat der Langstreckler und Leichtathletik – Mitarbeiter, der heute (22. Juli)  seinen 70. Geburtstag feiert, in Wettkampf und Training zurückgelegt und dabei mehr als viermal den Erdball umrundet.

Middel begann als Zwölfjähriger bei den Turnern des TSC Eintracht. „Im Winter haben wir geturnt und im Sommer stand die Leichtathletik im Vordergrund, und diese vielseitige sportliche Grundlage war eine gute Basis für meinen späteren Beruf als Sportlehrer. “, erinnert er sich. Von Beginn an faszinierte ihn das Laufen, und Marathonläufer Peter Beuster gab ihm den nicht ganz ernst gemeinten Tip: „Als Langstreckler bekommst du viel mehr Meter für dein Startgeld als ein Sprinter.“ Damit war die Entscheidung für die langen Distanzen gefallen. Es war ein Virus, den er bis heute nicht besiegen konnte, auch wenn er sein Trainingspensum inzwischen 60 Kilometer in der Woche reduziert hat.

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