Leichtathletik

Niedrig Lorenz jiZu einer 4 x 400 – Meter – Staffel gehören nun einmal vier Langsprinter. Aber was macht ein Trainer wie Thomas Kremer, wenn ihm der vierte Läufer für die Realisierung seiner ehrgeizigen Pläne fehlt? Er sucht, aber schnelle 400 – Meter – Sprinter sind rar.

Aber schon im Sommer dieses Jahres wurde er fündig. Lorenz Niedrig, der bereits 21,8 Sekunden über 200 und 47,7 über 400 Meter gerannt war und bei der U 20 WM 2017 im italienischen Grosseto zur deutschen Staffel zählte, kam von der Spv. Erkenschwick zur LG Olympia und gab bei den deutschen U 23 – Meisterschaften in Wetzlar sein Debüt im LGO – Dress. Ein Problem jedoch gab es: Der Lehramt-Student in Sport und Geschichte, war auch als Fußballer erfolgreich, und das ließ sich nicht immer mit der Leichtathletik vereinbaren. Der 20jährige verfügte über einen so explosiven Antritt, dass seine Gegenspieler meist nur seine Hacken sahen. „Der Usain Bolt der Westfalenliga“ wurde er genannt. Da fiel es schwer zu den Leichtathleten zu wechseln.

Feist Constantin jiConstantin Feist (LG Olympia) hat den Straßenlauf in Werl über fünf Kilometer bei bestem Läuferwetter in 15:37 Minuten gewonnen. Der Schützling von Pierre Ayadi hatte einen Vorsprung von 38 Sekunden vor dem Bielefelder Elias Denzel Lantada.

Im Vorjahr hatte Constantins Zwillingsbruder Maximilian Feist in Werl die fünf Kilometer für sich entschieden.Eine starke Vorstellung bot Peter Haas (LG Olympia), der sich über zehn Kilometer im Gesamtklassement in 36:36 Minuten den zweiten Platz erkämpfte und damit gleichzeitig Sieger der Klasse M 45. Dr. Jens Fischer (TRINITAS Dortmund) gefiel in 38:57 Minuten als Sechster im Gesamteinlauf    und souveräner Sieger in der Klasse M 50.

Symbol KameraConstantin überzeugte bei seinem souveränen Erfolg in Werl.
(Foto: Peter Middel)

 

FLVW Jugend Ausschuss jiWer die Jugend hat, hat die Zukunft. Daher hat die Nachwuchsförderung im Fußball- und Leichtathletik-Verband Westfalen einen recht hohen Stellenwert.

In Zeiten der Reizüberflutung gibt es heutzutage keine Selbstläufer mehr- auch nicht in der Leichtathletik.Der Vorsitzende des westfälischen Verbands-Leichtathletik-Ausschusses (VLA), Bernhard Bußmann, berichtete auf der Jugendwarte-Tagung im SportCentrum Kaiserau, dass der VLA daher zwei Arbeitsgruppen gebildet hat, die sich damit beschäftigen, wie man die Leichtathletik auch in Zukunft weiter attraktiv präsentieren kann.Die erste Gruppe analysiert das Wettkampfsystem und geht der Frage nach, ob dieses noch zeitgemäß ist und was eventuell geändert werden muss. Die zweite Projekt-Gruppe beschäftigt sich mit der Nachwuchsgewinnung im Athleten- und Mitarbeiter-Bereich. Die Zuständigkeiten liegen bei Wettkampfwartin Melanie Neitzel und Sportwart Hubert Funke. Bernhard Bußmann geht davon aus, dass erste Ergebnisse auf der VKLA-Tagung im kommenden Frühjahr vorgelegt werden können.Dass die Leichtathleten bereit zu Reformen sind, werden im kommenden Jahr unter anderem die Deutschen Staffelmeisterschaften am 28./29. Juni 2020 in Bochum-Wattenscheid zeigen. Zu diesen Titelkämpfen, die nach dem Vorbild der US-amerikanischen Penn Relays durchgeführt werden sollen, werden 2.500 Läuferinnen und Läuferinnen erwartet. "Das Programm soll bis auf die Sprintstaffeln alle Mittelstreckenstaffeln, eine Schwedenstaffel, eine Mixed-Staffel und eine Hürden-Pendel-Staffel enthalten. Wir werden Staffelmeisterschaften in Bochum-Wattenscheid erleben, wie wir sie in Deutschland noch nicht gesehen haben," kündigte Bernhard Bußmann an.

Helmut Körnig Halle Stand 7.11.19 jiKreisNoch wird in der Körnig-Halle gehämmert und poliert, aber nun scheinen auch die letzten Zweifler überzeugt: Der Umbau der Körnig-Halle wird termingerecht beendet sein und nach den derzeitigen Plänen wird die offizielle Übergabe am 21.Dezember an die Dortmunder Leichtathleten erfolgen.

Der für den 4. November geplante Trainingsbeginn auf den Anlagen des Innenraums verzögert sich allerdings um eine Woche, da die Markierungen auf der Rundbahn noch einmal korrigiert werden müssen. Dafür muss der Belag in den Kurvenbereichen abgeschliffen und neu aufgetragen werden. Anschließend erfolgt die korrekte neue Linierung. Auch darüber hinaus wartet bis zur Übergabe noch viel Arbeit auf die Unternehmen.

Schon jetzt ist abzusehen, dass die Halle nach dem achtmonatigen Umbau zu einem echten Schmuckstück wird. Die Tribünen werden einen neuen Belag erhalten, die technischen Anlagen werden modernisiert und viele Kleinigkeiten, die nicht auf den ersten Blick ins Auge fallen, sind noch zu erledigen. Kreis – Leichtathletik – Obmann Michael Adel freut sich schon jetzt über die neue Heimat der Athleten an der Strobelallee: „Die Helmut – Körnig – Halle wird kaum wieder zu erkennen sein. Mit sechs Rundbahnen, neuen Tribünen und vielen technischen Neuerungen wurde die Halle zu einer zukunftsfähigen Anlage umgebaut.“Damit können auch die Planungen für die Sportfeste der Vereine und die Titelkämpfe des Verbandes anlaufen.

Quiring Jennifer jiKreisDie Stabhochsprung-Gruppe der LG Olympia Dortmund freut sich bereits über den zweiten Neuzugang für 2020:

Nach Till Marburger (bislang LG Kindelsberg Kreuztal) hat sich auch Jennifer Quiring, die bislang für die LG Kreis Gütersloh startete, für einen Wechsel an die Strobelallee entschieden. Die 18-Jährige, die auch im kommenden Jahr noch der weiblichen Jugend U20 angehört, hat sich in den vergangenen Jahren kontinuierlich weiterentwickelt und konnte bei den Deutschen Jugend-Hallenmeisterschaften 2019 in Sindelfingen als Siebte ihre persönliche Bestleistung auf 3,70 Meter verbessern.

Auch für das kommende Jahr gibt Jennifer Quiring, die nun von Kai Atzbacher trainiert wird, die DM-Qualifikation als primäres Ziel an. Neben ihrem 7. Platz bei der U20-Hallen-DM wurde sie 2016 bereits Sechste bei den Deutschen U16-Meisterschaften in Bremen. Darüber hinaus gewann sie bei den NRW-Jugend-Meisterschaften 2018 in Duisburg den Titel.

Symbol KameraJennifer Quiring verstärkt die Gruppe von Kai Atzbnacher
(Foto:Peter Midde)

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