Leichtathletik
Junker Torben jiDie Dortmunder Helmut-Körnig-Halle war bis Freitag vergangenen Woche für Bundeskaderathleten, die sich auf die Olympischen Spiele in Tokio vorbereiten wollen, noch geöffnet.Angesichts der Verschärfung der Corona-Krise dürfen die beiden Viertelmeiler der LG Olympia Dortmund Torben Junker und Manuel Sanders, die bisher eine Ausnahmegenehmigung hatten, nun auch im Dortmunder Leichtathletik-Zentrum und im benachbarten Stadion Rote Erde nicht mehr trainieren.

"Unser Trainer Thomas Kremer versucht nun, uns ein Trainingsprogramm zusammenzustellen, das aus Waldläufen und Krafteinheiten besteht," berichtet Torben Junker, der zusammen mit den anderen 400m-Assen des Deutschen Leichtathletik- Verbandes (DLV) am 14. März, einen Tag früher als geplant, aus dem Trainingslager auf Teneriffa zurückkehrte. Seinen Olympischen Traum hat er noch nicht aufgegeben: "Das IOC hält ja immer noch an den Spielen und die Stadt Tokio fest. Aber wenn dann das Aus doch kommen sollte, wäre das natürlich eine Riesenenttäuschung. Dann müsste ich eventuell noch vier Jahre dranhängen," erklärt der letztjährige deutsche 400m-Hallenmeister in einem Gespräch mit den Dortmunder Ruhr-Nachrichten.


Vor der Stadt Dortmund hatte bereits die Stadt Bochum bis auf weiteres ihre städtischen Sportanlagen auch für Bundeskader-Athleten gesperrt. Seit dem 16. März hat der TV Wattenscheid seinen Trainingsbetrieb für alle Altersklassen bis auf unbestimmte Zeit komplett eingestellt. Auch in anderen Städten und Orten in Westfalen sieht die Situation für die Sportlerinnen und Sport nicht anders aus. Da ist die viel Kreativität gefragt wenn man sich dennoch fit halten möchte. Am einfachsten haben es die Langstrecklerinnen und Langstreckler, die weiter an frischer Luft ihre Kilometer abspulen können- allerdings nach dem ab heute geltenden Kontaktverbot höchstens zu zweit.

Symbol KameraTorben Junker muss zurzeit im Training viel mit seinem Teamkollegen Manuel Sanders improvisieren
(Foto: Peter Middel)