Leichtathletik

Kessing Jürgen DLV Präsident ji KreisseiteDer Präsident des Deutschen Leichtathletik-Verbandes (DLV) Jürgen Kessing (Foto) nimmt Stellung zu den Auswirkungen der Coronakrise auf die Leichtathletik. Die Gesundheit von Athleten, Betreuern und Trainern habe oberste Priorität, sagt der 62-Jährige in einem Statement.

„Die Coronakrise hat das gesellschaftliche Leben und den Sport nahezu zum Stillstand gebracht. Unsere Athletinnen und Athleten haben derzeit durch die bundesweiten Einschränkungen erschwerte Trainingsbedingungen. Nahezu täglich erhalten wir im Hinblick auf die Vorbereitung der Olympischen Spiele in Tokio und unserer Meisterschaften Anfragen zu effizienten Trainingsmöglichkeiten. Verlässliche Antworten oder Prognosen sind derzeit aufgrund der permanent unterschiedlichen Einschätzung der aktuellen Lage nicht möglich, auch wenn wir zahlreiche Gespräche diesbezüglich führen. Unsere 7.500 Leichtathletik-Vereine, die mit ihren ehrenamtlichen Helfern die Basis für die Spitzenleichtathletik schaffen, kämpfen wie unsere Spitzenathleten mit Einschränkungen aufgrund der Coronakrise.

Haltet Euch an die Maßnahmen der Bundesregierung

Als Präsident des Deutschen Leichtathletik-Verbandes gibt es für mich eine klare Priorität, die an oberster Stelle steht: Die Gesundheit aller Athleten, Betreuer und Trainer sowie aller Menschen, die von der Coronakrise betroffen sind. Gleichzeitig appelliere ich eindringlich an alle: Haltet Euch an die vorgegebenen Maßnahmen der Bundesregierung. Reduziert soziale Kontakte und nehmt die Hinweise ernst, denn in der jetzigen Lage ist die Solidarität jedes einzelnen – ob Top-Athlet, Trainer, Betreuer oder ehrenamtlicher Helfer – gefragt. Auch der Sport muss Verantwortung übernehmen. Das wichtigste Ziel ist es laut dem Robert-Koch-Institut, die Verbreitung des Coronavirus zu verlangsamen.Ich möchte mich heute bei unserem medizinischen Kompetenzteam bedanken, dass sie sich in aller Ruhe und Besonnenheit auf die außergewöhnliche Situation eingestellt hat und nahezu rund um die Uhr als Ansprechpartner zur Verfügung steht. Ferner danke ich unserem Generaldirektor Sport, Idriss Gonschinska, der in unzähligen Telefon- und Video-Konferenzen die Abstimmung zwischen Trainern, Athleten und dem Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) vorgenommen hat und weiter den strategischen Kurs steuert, was notwendig ist, um den internen Kommunikationsprozess in Zeiten der Coronakrise so optimal wie möglich zu gestalten.Ein besonderer Dank gilt auch dem DLV-Teammanagement, das aufgrund der Reise-Restriktionen mit kurzfristigen logistischen Planungen dafür gesorgt hat, dass unsere Sportler wieder gesund aus den internationalen Trainingslagern, die vom DLV organisiert wurden, in die Heimat zurückgeflogen sind.

Alle Lehrgangsmaßnahmen werden ausgesetzt

Alle Lehrgangsmaßnahmen sind bis auf weiteres ausgesetzt. Mir ist klar, dass es schwierig ist, sich in außergewöhnlichen Zeiten unter außergewöhnlichen Bedingungen zu motivieren. Gerade deshalb finde ich es bemerkenswert wie Athleten und Trainer bisher die schwierige Situation im Training annehmen und nach wie vor für ihre Ziele DM in Braunschweig (6./7. Juni) und Olympische Spiele in Tokio (27. Juli bis 8. August) trainieren. Auch in schweren Zeiten sind alle Mitarbeiter des DLV für Anfragen da, wenn auch derzeit größtenteils im Home-Office. Auf leichtathletik.de finden Sie täglich Updates zum Coronavirus. Ich wünsche allen Gesundheit, weltweit das wichtigste Gut für alle. Bleiben Sie gesund.“