Leichtathletik

Ayadi Pierre PK 25.06.18 jiDie Ereignisse überschlagen sich momentan. Die Meldungen, die gestern noch aktuell waren, sind eventuell heute schon überholt. Dies gilt auch für den nachfolgenden Text für Horst Merz.

2000 Meter über dem Meer und angenehme Temperaturen, das sind die optimalen Rahmenbedingungen, die die deutschen Mittel- und Langstreckler (-innen) zur Zeit im südafrikanischen Dullstroem für ihre Vorbereitung auf die Sommersaison vorfinden. Mit dabei sind sieben Läufer (-innen) der LG Olympia und ihr Trainer Pierre Ayadi (Foto) in seiner Funktion als Nachwuchs- Bundestrainer, die fern von den heimatlichen Schutzmaßnahmen gegen das Corona-Virus ihr Trainingsprogramm durchziehen. „Natürlich ist das Virus auch in Südafrika ein großes Thema, und wir bekommen alle Informationen über die Situation in Deutschland per Internet und durch die Fernsehnachrichten mit und sind auf dem Laufenden.“, erklärt Ayadi in einem Gespräch mit den RN. „Aber uns geht es gut, und alle sind gesund, wenigstens soweit sich das zurzeit feststellen lässt. Wir können unsere Trainingspläne, wie vorgesehen, vollständig realisieren und das Wetter hat bisher gut mitgespielt.“, so Ayadi.

Alle beachten die Vorsichtsmaßnahmen

Viele Kilometer-Umfänge stehen im Vordergrund, aber auch Bergauf-Läufe, Tempoläufe sowieKraft- und Technik-Einheiten gestalten das Training abwechslungsreich. Auch Fahrten auf dem Mountain-Bike fordern den ganzen Einsatz der Laufspezialisten. „Wir sind mit Desinfektionsmitteln gut ausgerüstet und führen alle Vorsichtsmaßnahmen, die der DLV von uns fordert, durch.“, zerstreut Ayadi eventuelle Sorgen. In den nächsten Tagen werden die LGOer wie geplant, Richtung Heimat fliegen.Dass im April viele Laufveranstaltungen ausfallen, hat man auch in Dullstroem bereits zur Kenntnis nehmen müssen. „Das zwingt uns dazu unsere bisherige Saisonplanung zu überdenken, und wir müssen sicher den Einstieg in die Sommersaison verschieben. Aber da müssen wir uns den aktuellen Gegebenheiten anpassen.“, so Ayadi.

Auch die vielseitige Lilian Tösmann (Teutonia Lanstrop) befindet sich gemeinsam mit den besten deutschen Mehrkämpfern in Stellenbosch an der Südspitze Afrikas und kann unter Leitung der Bundestrainer bei besten Bedingungen arbeiten. Die deutsche Gruppe hatte sich dafür entschieden, wegen der heimatlichen Corona-Probleme das Trainingslager um eine Woche zu verlängern, doch der DLV stoppte diese Pläne, so dass den die Rückreise so bald wie möglich angetreten werden muss.Die Ein- und Ausreisesperren in Italien führten dazu, dass 14 Stabhochspringer (-innen) der LGO und ihre Trainer Holger Kositzki, Kai und Finn Atzbacher ihr geplantes Trainingslager im Südtiroler Lana absagen mussten. „Wir haben uns alle darauf gefreut, aber die Entscheidung wurde uns durch die italienischen Maßnahmen abgenommen.“, so Kositzki. Als Ersatz sollte das Intensivtraining in die Körnighalle verlegt werden, doch hat sich das inzwischen auch erledigt, da die Halle geschlossen wurde.

Auch die Athleten des TSV Kirchlinde haben ihre Reise ins italienische Cesenatico abgesagt.Vor allem zahlreiche Nachwuchsathleten der LGO mussten ihre Reisevorbereitungen für die Fahrt nach Milano Marittima einstellen. Trainer Christof Neuhaus: „Neben den sportlichen Aspekten, sollte es eine „Wohlfühlmaßnahme“ sein und dazu dienen, den Zusammenhalt und Mannschaftsgeist der jungen Talente fördern.“Die LGO - Trainingsgruppen der Sprinter und Springer hatten vor, unter der Leitung von Oliver Kunz, Thomas Czarnetzki und Belen Schauerte mit 27 Athleten nach Zinnowitz auf der Ostseeinsel Usedom fahren. Aber auch die Sportschule auf der Ostseeinsel ist inzwischen geschlossen.