Leichtathletik

Gunkel LeifDurch die Erfolge der jungen Mittel- und Langstrecklergarde der LG Olympia in diesem Jahr, fiel kaum auf, dass Dortmunder Läufer, die zuvor das Geschehen auf der Bahn, bei Cross- und Straßenrennen erfolgreich prägten, nicht mehr oder selten in Erscheinung traten. Aber sie gibt es noch.

Da muss vor allem an Fynn Schwiegelshohn erinnert werden. Der inzwischen 31-Jährige, der vor zwei Jahren im Bereich Elektrotechnik an der Univesität Bochum promovierte, hatte immer wieder Probleme mit seiner Achillessehne und musste sich zweimal operieren lassen. Er gab aber nicht auf und kehrte immer wieder zurück. Viermal trug er den Nationaldress, belegte bei deutschen Meisterschaften fünf Mal einen Platz unter den ersten Drei und erkämpfte 20 Landes- oder Regionaltitel.

Fynn Schwiegelshohn ist wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Uni Toronto
Zuletzt wurde er 2016 Westfalenmeister im Cross. Inzwischen befindet er sich an der Universität Toronto/Kanada und ist dort als wissenschaftlicher Mitarbeiter tätig. Aber vom Laufen hat er sich nicht verabschiedet. „Er läuft noch fünf-bis sechsmal in der Woche, doch an Wettkämpfe ist nicht mehr zu denken“, hat sein Trainer Michael Glass erfahren. Auch der vom TSV Kirchlinde stammende Fabian Dillenhöfer ist in diesem Jahr nur noch beim Friedenslauf seines ehemaligen Vereins in Erscheinung getreten. Davor war er einmal international im Einsatz, stand viermal bei nationalen Meisterschaften auf dem Treppchen und landete bei 14 Westfalen- oder NRW-Titelkämpfen im Medaillenrang. Auch ihm macht die Achillessehne zu schaffen.

Eine Operation kam für den Studenten nicht in Frage. Er versuchte es zu Beginn dieses Jahres mit einer längeren Auszeit, nahm dann das Training wieder auf, doch bei Tempoläufen brachte sich die Sehne wieder in Erinnerung und zwang zu einer erneuten Pause. Der 27-Jährige versucht es derzeit wieder mit „konventionller“ Behandlung, schwimmt und fährt viel auf dem Rad. „Deshalb habe ich kaum an Kondition eingebüßt“, sagt er und ist zuversichtlich, rasch wieder mitmischen zu können, wenn ihn Schmerzen nicht mehr behindern. „Ich werde mich wieder herankämpfen“, kündigt Dillenhöfer an.

Leif Gunkel hat den Kontakt nie abreißen lassen
Aus dem Siegerland kam Leif Gunkel Ende 2014 zur LG Olympia und war auf Anhieb eine Verstärkung. Er erzielte hervorragende Zeiten und landete bei deutschen Meisterschaften achtmal im Medaillenrang. Einmal trug er den Nationaldress und bei NRW- und Westfalen-Meisterschaften war er fünfmal ganz vorne. Er studiert in Göttingen Medizin und macht gegenwärtig sein Physikum. Somit bleibt ihm nur wenig Zeit für Training und Wettkämpfe. „Ich laufe immer noch, muss mich aber an die mir zur Verfügung stehende Zeit anpassen. Den Kontakt nach Dortmund habe ich nie abreißen lassen“, sagt er. Er wäre auf jeden Fall eine willkommene Verstärkung.

Dr. Schwiegelshohn wird in Zukunft wohl seinem beruflichen Fortkommen, den Vorzug geben, Dillenhöfer und Gunkel wollen sich aber zum Jahresende wieder zu Wort melden.

Symbol KameraLeif Gunkel hat studienbedingt derzeit wenig Zeit für Training und Wettkämpfe.
(Fotos: Horst Merz)

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