Leichtathletik

Schreml Elias 11.07.16 jiZwei Wochen lang konzentrierte sich das Interesse der Dortmunder Leichtathleten auf die Europameisterschaften der U 23 und U 20 in den schwedischen Städten Gävle und Boras.

Acht heimische Athleten traten die Reise nach Skandinavien an, und so recht wusste keiner von ihnen was auf sie zukommen würde, denn die Konkurrenz kannte man nur vom Hören-Sagen. Was dann kam, hatte niemand erwartet. Die 18- bis 22-jährigen LGOer warteten mit tollen Leistungen auf und ließen sich dreimal sogar mit Edelmetall dekorieren. Für das Glanzlicht sorgte der 18jährige Elias Schreml (Foto). Auf den letzten 400 Metern des 3000-Meter-Finales konterte er alle Attacken der Konkurrenz und zog auf der Zielgeraden unwiderstehlich davon. In persönlicher Bestzeit von 8:16,07 Minuten erkämpfte er den Europameister-Titel der U20. Es war der erste deutsche U20-Europameister-Titel auf einer flachen Langstrecke seit 20 Jahren.
Besondes stolz ist man beim Stammverein der LG Olympia, dem TSC Eintracht, denn Schreml ist ein echtes Eigengewächs. 2015 wählte man ihn zum Nachwuchsathleten des Jahres der Eintracht.

In letzter Zeit ging es mit Elias Schreml steil bergauf
In den Folgejahren ging es steil aufwärts und sein achter Platz bei der U18-WM 2016 in Nairobi wurde zum ersten Höhepunkt seiner Karriere. National mischte „Eli“ kräftig mit und hat auf seiner Erfolgsliste mehrere deutsche Meistertitel stehen Zudem hält er den deutschen Rekord im Zehn-Kilometer-Straßenlauf. „Ich habe im Training viele Kilometer gesammelt, aber auch Schnelligkeitsausdauer und Tempoläufe nicht vernachlässigt.“ Dass seine Konkurrenten meist von den längeren Distanzen her kamen, erwies sich für den von den 1500 Metern kommenden LGOer als großer Vorteil. Nur einen Tag nach dem 3000-Meter-Finale trat er zu den 5000 Metern an. Ob das vor allem im Hinblick auf die deutschen Jugendmeisterschaften am nächsten Wochenende klug war, muss sich zeigen. Jedenfalls musste er der Belastung von drei harten Rennen innerhalb von vier Tagen Tribut zollen und sich mit Rang 15 zufrieden geben.Manuel Sanders, der erst seit diesem Jahr das LGO-Dress trägt, hatte sich durch starke 400-Meter-Rennen für die U23-EM empfohlen. Weil man sein tolles Stehvermögen kannte, wurde er zum Schlussmann der deutschen „4x4“ berufen. Mit einem erstklassigen Rennen führte er das deutsche Quartett zum Titel.

Hochspringerin Christina Honsel hatte oft mit Verletzungen und Rückschlägen zu kämpfen und verzichtete vor der EM auf Wettkämpfe. Schon bei den deutschen Hallenmeisterschaften konnte sie ihre Steigerung auf 1,90 Meter bejubeln, und Gävle hatte sie Versuchepoker auf die richtigen Karten gesetzt. Sie meisterte erstmals in ihrer Karriere 1,92 Meter und das war „Silber“ wert. Linn Lara Kleine hatte sich nach der strapaziösen Saison 2018 ganz auf die U20-EM 2019 konzentriert und übte sich während des Winterhalbjahres in Wettkampf-Abstinenz. Das lohnte sich. Die Jüngste des 5000-Meter-Feldes lief ein hervorragendes Rennen und erkämpfte nach starken 16:27,86 Minuten Rang 6. Und, war ihr ganz wichtig war: Sie brachte den fast 20 Jahre alten Westfalenrekord in ihren Besitz.

Im 4x400-Meter-Finale der WU 20 mischte Brenda Cataria Byll als Startläuferin kräftig mit. Die deutsche Staffel lief als Sechste ins Ziel und von „Silber“ trennten sie nur 60 Hunderstel. Mohamed Mohumed war der Jüngste der U23-Felder und lieferte über 10000 Meter auf Platz 11 in Bestzeit von 29:04,28 Minuten und zwei Tage später über 5000 Meter als Neunter (14:27,36) zwei tadellose Rennen ab. Viel Pech hatte Constantin Rutsch (alle LGO) im Stabhochsprung. Ein Fehlversuch bei 4,80 Metern kostete ihn trotz übersprungener fünf Meter als 13. den Einzug ins Finale.