Leichtathletik

Frey Jonas ChristopherHöhenflug und Absturz lagen bei den deutschen U16-Meisterschaften in Bremen dicht beieinander. Jonas C. Frey (LG Olympia), der mit genau vier Metern schon im Vorfeld zu den besten deutschen Stabhochspringern seiner Klasse zählte, trat mit gesundem Selbstbewusstsein gegen starke Konkurrenz an.

„Ich hatte schon gehofft, dass eine Steigerung möglich sein würde“, sagte der 15jährige, der völlig locker ohne das bei den Stabhochspringern übliche Pokern von 3,65 Metern an alle Höhen bis 4,10 Metern im ersten Versuch meisterte. Dann wurde es eng. Seine Rivalen Jonas Perner (LG Fichtelgebirge) und Markus Wagenleitner (Königstein) überwanden die 4,15 Meter schon im ersten beziehungsweise zweiten Versuch, während der LGOer drei Anläufe benötigte. Bei 4,20 Metern fiel die Entscheidung zugunsten des Schützlings von Finn Atzbacher.

Frey meisterte die Höhe mit dem zweiten Anlauf, während Perner nach zwei Fehlversuchen auf den dritten verzichtete und ebenso wie Frey die Latte auf 4,25 Meter legen ließ. Daran scheiterten beide. Angst vor der neuen Höhe hatte Frey nicht. „Die Aufregung verdrängt die Angst“, erklärte er. „Ein Stabhochsprungfinale der M15 mit sechs Springern jenseits der vier Meter, gab es noch nicht“, rückte Finn Atzbacher die Leistung ins rechte Licht. Julian Windeler verbuchte mit 3,65 Metern Bestleistung (13.)

Für Samira Attermeyer lief es nicht nach Wunsch
Samira Attermeyer (LGO) erwischte im 100-Meter-Vorlauf einen tollen Start und erzielte erstklassige 12,46 Sekunden. Im B-Finale verkrampfte sie auf den letzten 30 Metern und musste mit 12,63 Sekunden und Platz 7 zufrieden sein. Auch der Weitsprung verlief nicht nach Wunsch. Sie verschenkte vor dem Sprungbrett wertvolle Zentimeter und blieb mit 5,24 Metern (12.) unter Wert.

Pech für Franca Krane (TSV Kirchlinde) im 80-Meter Hürdensprint. Trotz ihrer Bestzeit von hervorragenden 11,94 Sekunden, fehlten ihr sieben Hundertstel am Finaleinzug. Für eine tolle Überraschung sorgte Karolina Haas. Zum ersten Mal unterbot sie über 3000 Meter die markanten elf Minuten und erzielte nach einem taktisch klugen Rennen ausgezeichnete 10:57,43 Minuten.Bei Louis Robertz (beide LGO) lief im Hochsprung an diesem Tag nichts zusammen. Im strömenden Regen war für ihn, der mit 1,90 Metern zu Buche steht, nach 1,75 Metern Endstation.

Symbol KameraJonas Frey überrascht im Stabhochsprung mit seinem Titelgewinn.
(Foto: Peter Middel)