Leichtathletik

Junker Torben. Porträt jiMit einem mutigen Hechtsprung stürzte sich Torben Junker (LG Olympia) im Vorlauf der Mixed-Staffel bei den inoffiziellen Staffel-Weltmeisterschaften in Yokohama als Schlussläufer ins Ziel und sicherte damit fünf Hundertstel vor Kenia auf Platz 2 die direkte Finalteilnahme.

Die gewählte Taktik des deutschen Teams Mann-Frau-Frau-Mann bewährte sich. Tobias Lange, Laura Müller und Nadine Gonska hatten den Dortmunder mit starken Rennen in eine günstige Position gebracht. Es gelang ihm sogar die Führung zu übernehmen, ehe die Schlussläufer aus Polen und Kenia noch heranstürmten. Zwar konnte sich der Pole knapp durchsetzen, doch auf dem Zielstrich wehrte Junker den starken Kanadier, der mit 45,10 Sekunden zu Buche steht, im Kampf um Platz zwei mit seinem Sprung ab.

Dass er sich dabei einige Hautabschürfungen zuzog, störte ihn wenig. „Jetzt müssen wir im Finale nur das Holz ins Ziel bringen, dann sind wir in Doha dabei“, sagte Bundestrainer Edgar Eisenkolb. Allerdings macht es das Reglement möglich, vor dem Finale die Staffelbesetzungen noch einmal neu zu formieren und die schnellen Akteure aus der Mixed-Staffel in den „4x4“ der Männer und Frauen einzusetzen. So möchte man diesen Staffeln, die bisher auf den Plätzen 16 und 11 rangieren, die Chance geben, sich doch noch für Doha zu qualifizieren.

Auf Position drei des Männer-Quartetts lieferte Manuel Sanders einen ordentlichen Vorlauf ab und wurde mit 46,60 Sekunden gestoppt. „Manuel hat viel zu langsam begonnen und konnte das dann nicht mehr wettmachen“, urteilte sein Heimtrainer Thomas Kremer, der das Rennen am Fernseher verfolgte. Er gab aber zu bedenken: „Für Manuel war sein erstes internationales Rennen im Erwachsenenbereich. Da stand er schon mächtig unter Druck.“ Torben Junker war mit seinen Rennen zufrieden.

Staffelzeit war mit 3:05,35 Minuten besser als im Vorjahr
„Wir sind mit der Mixed-Staffel in das A-Finale gelaufen. Auf meiner Teilstrecke musste ich zwar einen Kanadier vorbei lassen, aber das große Ziel „Qualifikation“ habe ich ins Ziel gebracht“, sah er seinen Einsatz positiv. Das war auch dem Bundestrainer nicht entgangen. Er ordnete den LGOer in das 4x400-Meter-Quartett der Männer ein, um im B-Finale die letzte Doha-Chance zu nutzen. Dazu hätten sie einen der ersten beiden Plätze belegen müssen. „Das hat leider nicht geklappt. Ich habe den Stab als Vierter bekommen und hatte Order mit richtig viel Druck anzulaufen. Leider hat mich beim Einbiegen auf die Innenbahn ein Italiener so abgebremst, dass ich erst einmal hinterher laufen musste. Trotzdem war die Staffelzeit mit 3:05,35 Minuten besser als im Vorlauf“, beschrieb er sein Rennen und meinte: „Mit der Qualifikation der Mixed-Staffel für Doha haben wir unser Minimalziel erreicht. Mehr war nicht möglich.“ Dass Junker in die Männer-4x4 aufrückte, ging zu Lasten von Manuel Sanders, der im Finale zu Zuschauen verurteilt war.

Symbol KameraTorben Junker zeigte sich mit seinem Abschneiden in Yokomama.
(Foto: Peter Middel)