Leichtathletik

Honsel Christina LGO Frauen Siegerin Clarholz jiKreisBeim 16. Sparkassen-Hochsprung-Meeting in Herzebrock/Clarholz überraschte die lange verletzt gewesene Christina Honsel (LG Olympia Dortmund) mit ihrem Erfolg bei den Frauen vor Marion Schopp (Niederlande) und der letztjährigen deutschen U23-Meisterin, Mareike Max (Werder Bremen, jeweils 1,75m). Mit starken 1,82m verbesserte die 21-jährige Dortmunderin ihre persönliche Hallenbestleistung aus dem Jahre 2016 um einen Zentimeter.

Die frühere deutsche Jugendmeisterin (2015) hatte ihren letzten Wettkampf bei den deutschen Meisterschaften im Juli vergangenen Jahres in Nürnberg bestritten. Wegen Schmerzen in ihrem Sprungfuß musste sie die Saison dann vorzeitig abbrechen. „Ich konnte ich zum ersten Mal seit langem wieder ein richtiges Wintertraining durchziehen. Darauf führe ich meine augenblicklich gute Form zurück, und ich hoffe, dass die so bleibt. Dafür, dass ich ein halbes Jahr ausgesetzt habe, bin ich mit meiner Leistung hochzufrieden“, freute sich die Studentin der Wirtschaftswissenschaften, die in den letzten Monaten ihrer Trainerin Brigitte Kurschilgen sehr viel zu verdanken hat. Das Erfreuliche: Auch ihre Teamkollegin Kerstin Geisweiler, die in letzter Zeit aufgrund von Verletzungen immer wieder zurückgeworfen wurde, meldete sich als Vierte mit 1,75m wieder zurück.

Emma Bol stellt Bestleistung ein
Eine überzeugende Vorstellung bot auch Emma Bol (LGO), die im hervorragend besetzten Wettbewerb der weiblichen Jugend U20 als Zweite mit 1,73m ihre persönliche Hallenbestleistung einstellte und dabei so starke Springerinnen wie Melanie Struwe (LAC Veltins Hochsauerland, ebenfalls 1,73m) und Charlotte Haas (LG Bünde-Löhne/Bhf, 1,70m) hinter sich ließ. Julia Hinse, die bisher für die LG Fichte-Elsey-Kabel startete, gefiel bei der weiblichen Jugend U18 als Fünfte mit 1,70m.Recht viel versprechend begann das Jahr für Louis Robertz (LGO), der den Wettbewerb der Klasse M 15 mit 1,84m vor dem Gütersloher Lukas Robers (1,80m) für sich entschied. Der junge LGOer verbesserte seine Hallenbestleistung gleich um zwölf Zentimeter.

Bei der weiblichen Jugend U14 stellte Marie Schulte im Walde (LGO) als Zweite mit 1,52m ihre persönliche Hallenbestleistung ein. Ihre Zwillingsschwester Paula kam mit 1,40m auf Rang fünf. Bundestrainerin Brigitte Kurschilgen zeigte sich mit dem Hallenauftakt der von ihr betreuten Athletinnen und Athleten zufrieden: „Alle sind bisher gut durch den Winter gekommen. Zu solch einem frühen Zeitpunkt dürfen wir die Erwartungen nicht allzu hoch schrauben, denn bei dem einen oder anderen müssen noch technische Veränderungen vorgenommen werden. So wie in Clarholz kann es aber weitergehen.“

Für die herausragende Leistung der Veranstaltung sorgte der Soester Falk Wendrich, der sich als Männer-Sieger nach einer langen Verletzungspause mit ausgezeichneten 2,24m zurückmeldete. Mit 97 Springerinnen und Springern konnte Organisator Siegfried Klapper bei der 16. Auflage der Clarholzer Flugshow, die wieder durch eine großartige Stimmung auf der Tribüne und eine vorbildliche Organisation gekennzeichnet war, eine Rekord-Teilnehmerzahl melden. Erfreulich war vor allem die Beteiligung im Jugendbereich mit 45 Nachwuchsathletinnen und -athleten.Unter den Zuschauern befand sich auch der Hochsprung-Olympia-Sieger von 1980. Gerd Wessig, der Werbung für sein Hochsprung-Meeting am 2. März in Schwerin machte. „Mir hat die Veranstaltung in Clarholz sehr gut gefallen. Hoffentlich bleibt sie uns noch lange erhalten“, erklärte der frühere 2,36m-Springer.

Symbol KameraGroße Freude herrschte bei Christina Haas, die bei den Frauen mit 1,82m gewann.
(Foto: Peter Middel)