Leichtathletik

VKLA Tagung 1.12.18 Kreis jiaLeichtathletische Fähigkeiten und Fertigkeiten bilden oft die Grundlage für das Erreichen guter sportlicher Leistungen in anderen Sportarten. So kommen 80 Prozent aller Bobfahrer aus dem Leichtathletik-Lager.

Da liegt es nahe, dass die Leichtathleten noch enger als bisher mit den Wintersportlern kooperieren. FLVW-Vize-Präsident Peter Westermann berichtete auf der Tagung der Vorsitzenden der Kreis-Leichtathletik-Ausschüsse (VKLA) am Wochenende im SportCentrum Kaiserau von Gesprächen der NRW-Leichtathleten mit dem NRW- Bob- und Schlittenverband in Winterberg. „Wir möchten den Leichtathletik-Vereinen in Winterberg und Bigge-Olsberg den Weg für eine erfolgreiche Zusammenarbeit mit den Wintersportlern aufzeigen. Wenn alle miteinander kooperieren, haben alle etwas davon“, betonte Peter Westermann. Der Bobsport profitiert vor allem vor allem von der enormen Beschleunigungsfähigkeit und der großen Explosionskraft, die Sprinter, Mehrkämpfer und Werfer von Hause aus mitbringen. So wurde Marco Jakobs aus Unna, der 1993 Vierter der Junioren-Europameisterschaften im Diskuswerfen war, fünf Jahre später Olympiasieger im Viererbob. Den Wechsel zum Bobsport hat auch die Gladbecker Hürdensprinterin Annika Drazik, die zu den besten Anschieberinnen der Welt zählt, erfolgreich vollzogen.

Eine gute Zusammenarbeit pflegen die westfälischen Leichtathleten auch im eigenen Verband. So gibt es gemeinsame Aktionen im Freizeit- und Gesundheitsbereich. Aus diesen Aktivitäten resultierten auch die Vereinsdialoge, die die Leichtathleten von den Fußballern übernommen haben. 13 Treffen haben Peter Westermann und VLA-Vositzender Bernhard Bußmann bisher durchgeführt. Bei einigen Gesprächen waren auch FLVW-Präsident Gundolf Walaschewski und FLVW-Geschäftsführer Wilfried Busch anwesend. „Die Themen, die wir bei diesen Dialogen angesprochen haben, waren recht individuell. Einige Probleme waren uns nicht so bekannt. Wir nehmen die Sorgen und Nöte der Kreise ernst. Allerdings sollte auch möglichst viel kreisintern diskutiert werden, um eigene Lösungen zu finden“, sagte Peter Westermann. Eine hervorragende Kooperation ergibt sich mit der AOK NORDWEST. An der Aktion AOK-Laufwunder beteiligten sich 30.000 Schülerinnen und Schüler, die je nach Kondition ununterbrochen 15, 30 oder 60 Minuten liefen.

575 Laufveranstaltungen bereits in diesem Jahr
Eine Zusammenarbeit mit den Schulen praktiziert der FLVW auch bei dem seit fünf Jahren bestehenden Grundschul-Wettbewerb der Bezirksregierung Arnsberg, Westfalen YoungStars. Der westfälische Schulsportbeauftragte Heiner Meyer hofft, dass dieses Angebot demnächst auch NRW-weit präsentiert wird. Als einen Leuchtturm innerhalb der NRW-Leichtathletik bezeichnen viele Läuferinnen und Läufer die bereits seit 2016 bestehende NRW-LaufAkademie, die von Michael Blomeier mit großem Engagement und viel Herzblut geleitet wird. Von der Veranstaltungsorganisation bis hin zur Ausbildung führen der FLVW und der LV Nordrhein alle Aktivitäten rund ums Laufen zusammen. Zu den Service-Leistungen der NRW-LaufAkademie zählt die Herausgabe des NRW-Laufkalenders, der auch anlässlich der VKLA-Tagung zur Verteilung kam. Der NRW-Laufkalender hat mit dazu beigetragen, dass Michael Blomeier den VKLA erfreuliche Zahlen präsentieren konnte. So nahmen in dem noch laufenden Jahr 282.252 Läuferinnen und Läufer in NRW an 575 Laufveranstaltungen teil.

LA-Sportwart Hubert Funke teilte den Anwesenden mit, dass es zehn Landesleistungsstützpunkte in NRW gibt. Zwei davon sind Bundesleistungszentren. Sein Ziel ist, dass an den Stützpunkten das hauptamtliche Personal gehalten wird. Bernd Bußmann berichtete, dass der in diesem Jahr erstmalig für die westfälische Leichtathleten vergebene Ehrenamtspreis einen recht großen Anklang fand. 18 verdiente Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wurden zu einem geselligen Abend nach Kaiserau eingeladen. Die nächste Ehrung wird voraussichtlich im März 2019 stattfinden. Die entsprechende Ausschreibung hat Bernhard Bußmann bereits im August auf den Weg gebracht. Wettkampfwartin Melanie Neitzel hat für 2019 die meisten Meisterschaften unter Dach und Fach gebracht. Es werden allerdings noch Ausrichter für die Cross-, Mehrkampf- und Seniorenmeisterschaften gesucht. Der DLV hat ein ähnliches Problem. Für Peter Westermann ist jedoch klar, dass der FLVW nach einem äußerst arbeitsreichen Jahr 2019 nicht noch einmal als Lückenbüßer für den DLV zur Verfügung steht.Derzeit treiben ca 120.000 Sportlerinnen und Sportler Leichtathletik in Westfalen. Damit ist der FLVW hinter Bayern der zweitstärkste Landesverband im DLV.