Leichtathletik

Ohrdruf Kleine Linn Lara jiDie Anreise zu den Deutschen Crossmeisterschaften in Ohrdruf konnte nur mit dem Großbus erfolgen: Das größte Team aller Zeiten mit 24 jungen Läuferinnen und Läufern sowie eine Menge Motivation und Medaillenhunger musste untergebracht werden. Die Stimmung war gut, das Team bereit. Auch vor Ort schien alles auf einen guten Wettkampf hinauszulaufen: Angenehme Temperaturen, Sonnenschein und eine ordentliche Strecke erwartete die Läufer. Eine Schlammschlacht wie es in vergangen Jahren der Fall war, schien es also nicht zu werden…

Den goldenen Anfang machte Klemens Wittig, der in der M80 überlegen auf Rang eins lief und das erste Edelmetall für die Dortmunder sicherte. Nachdem die ersten Seniorenläufe dann beendet waren, sah die Strecke schon ganz anders aus und es war klar, leicht zu laufen, werden die nächsten Rennen in keinem Fall. Michael Wilms ging bei den Männern Mittelstrecke an den Start und beendete seine letzten deutschen Crossmeisterschaften mit einem guten 21. Platz. Die Ziellinie überquerte er mit nur knapp einer Minute Rückstand auf Platz eins.

Als nächstes wagte sich das junge Team der männlichen U18 an das mittlerweile tiefere und schlecht zu laufende Geläuf, Felix Neuhaus führte das Team an und zeigte eine starke Leistung mit Platz 39. Lasse Funck der eigentlich von den 800 Metern kommt (Platz 29) und Mats Kumpmann (Platz 51) vervollständigten das Team, zusammen liefen sie auf Rang sechs in der Mannschaftswertung. Die U18 Mädels hatten Pech, von den vier Starterinnen Linn Kleine, Angelina Geitz und den Zwillingen Marleen und Lisanne Neumeier kamen nur zwei ins Ziel, die anderen beiden stiegen verletzungsbedingt aus. Marleen Neumeier gefiel durch einen starken Platz 20, und Linn Kleine erkämpfte sich den Meistertitel, nur knapp zwei Wochen nach ihrem Deutschen Hallenmeistertitel: „Die Strecke war durch den Matsch und Wind sehr anspruchsvoll und die Konkurrenz hat es mir nicht leicht gemacht, es war sehr schwer sich letztendlich von der Vierergruppe vorne abzusetzen.“ Auch Trainer Pierre Ayadi war mit seiner jungen Athletin sehr zufrieden: „Ich bin stolz auf Linn, wenn man in der U18 seinen Titel verteidigt, ist das schon super!“

LGO-Läufern gelingt die "Mission Titelverteidigung"
Mittlerweile war der Untergrund auch mehr Acker als Laufstrecke, und es war klar, durch läuferische Qualitäten konnte man hier nicht mehr glänzen. Schlamm treten war angesagt. Das kam vor allem den Läufern, die sich auf eine Hallensaison vorbereitet hatten anstatt eine akribischen Crossvorbereitung zu betreiben, ungelegen. Das zeigte sich vor allem im Rennen der männlichen Jugend U20. Mit am Start waren Mohamed Mohumed, Elias Schreml, Yannick Schönfeldt, Max Nores, Constantin Feist, Steffen Baxheinrich und Janne Straub. Von den 7 Startern kamen nur vier ins Ziel, die vermeintlich stärksten Läufer Mohumed, Schreml und Baxheinrich mussten den Wettkampf angeschlagen beenden. Dafür zeigten sich die anderen Jungs kämpferisch: Yannick Schönfeldt lieferte ein starkes Rennen ab und führte das Team an (Platz 21). Max Nores (25.) und Constantin Feist der nach überstandener längerer Grippe als 27. ins Ziel kam, errangen in der Teamwertung die Bronzemedaille. Auch Trainer Pierre Ayadi freute sich besonders, da diese Medaille die erste Medaille für die Jungs bedeutete: „Richtig toll für die Jungs, sie haben hart gekämpft und sich das wirklich verdient.“

Für das nächste Highlight sorgten die männlichen Junioren U23, die mit einem großen Team anreisten und als Vorjahressieger in das Rennen gingen: Den teamstärksten Läufern Kidane Tewolde, der mit seiner Einzelleistung nicht ganz zufrieden war (Platz 8), Leif Gunkel der kurz darauf auf Platz 12 folgte und David Valentin (Platz 16 ) gelang die Mission Titelverteidigung und sie konnten dank einer geschlossenen Teamleistung die Goldmedaille verteidigen. Steven Orlowski (Platz 27) und Leon Straub (Platz 34) kämpften um jeden Platz, was sich in der Mannschaftswertung positiv bemerkbar machte. „Bei der knappen Differenz zeigt sich wie wichtig es war, dass dann jeder im Einzelnen gekämpft hat, wenn jeder einen Platz weiter hinten gelandet wäre, dann hätte es nicht zu Gold gereicht“ so Trainer Ayadi.Die ganz junge Mannschaft der weiblichen Jugend U23 mit Patricia de Graat (Platz 14), Zoe Straub (Platz 19 ) und Lara Reifers (Platz 20) lief in der Gesamtwertung auf Platz 4 und zeigten sich mit den Einzelleistungen im Rahmen ihrer Möglichkeiten.

Als letzter Starter musste nun Fabian Dillenhöfer an den Start. 9,9 Kilometer Acker lagen in dem Rennen der Männer Langstrecke vor ihm. Mit den lautstarken Anfeuerungen des restlichen Laufteams im Rücken überzeugte er mit einer starken Einzelleistung als 10. des Feldes und kann damit zufrieden sein. Insgesamt präsentierte sich das große Laufteam um Trainer Pierre Ayadi und Christof Neuhaus gut, auch wenn nicht alle Hoffnungen und Wünsche erfüllt werden konnten. Krankheitsbedingte Ausstiege während des Rennens und angeschlagene Athleten sowie ein schweres Geläuf verhinderten ein erwartetes stärkeres Abschneiden.

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