Leichtathletik

Junker Torben ji ji KreisKeinen einfachen Stand hatten die Dortmunder Athleten gestern Abend beim PSD Bank Indoor Meeting in Düsseldorf. Drei Tage nach seinem Titelgewinn bei den deutschen Hallenmeisterschaften in Leipzig unterstrich Torben Junker (LG Olympia Dortmund) seine augenblicklich gute Form, als er in einem erstklassig besetzten 400m-Lauf in 47,50 Sekunden einen hoch einzustufenden sechsten Rang im Gesamtklassement belegte.

„Wenn man bedenkt, dass Torben kaum Zeit hatte, sich nach Leipzig zu erholen, war das eine absolute Top-Leistung“, befand sein Coach Thomas Kremer. Eine überzeugende Vorstellung bot auch Mohamed Mohumed (LG Olympia Dortmund), der in der Schlussphase des 1.500m-B-Laufes ganz auf sich allein gestellt war und als Zweiter in 3:47,22 Minuten seine persönliche Hallenbestzeit von 3:46,87 Minuten nur knapp verfehlte.

Seine Teamkollegen Maximilian Fest (4. in 3:51,52 Min.) und Steffen Baxheinrich (5. in 3:52,56 Min.) gaben in der ausverkauften Düsseldorfer Leichtathletik-Halle ebenfalls ihr Bestes. Das Laufen vor großer Kulisse war für sie recht eindrucksvoll.

Symbol KameraTorben Junker (2.v.l) erzielt in Düsseldorf respektable 47,50 Sekunden über 400 Meter.
(Foto: Peter Middel)

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Lennardt Joerg jiKreisJörg Lennardt (Foto), Präsident der LG Olympia Dortmund, hat für den 6. März (18.00) die Mitgliedervereine zu einem außerordentlichen Treffen in den Clubraum des Sportzentrums des TSC Eintracht Dortmund eingeladen und schon jetzt zeichnet sich ab, dass es in der Führung des Vereins einschneidende Änderungen geben wird. Nach 17 Jahren Vorstandsarbeit in der LGO, davon 15 Jahre als deren Vorsitzender, steht Lennardt nicht mehr zur Verfügung.

„Vor einem guten Jahr hatte ich mich entschlossen, ein neues Unternehmen aufzubauen. Ich hatte nicht damit gerechnet, dass mich diese Tätigkeit so in Anspruch nehmen wird, dass ich noch mehr unterwegs bin als bisher“, begründet Lennardt seinen Schritt, der ihm gewiss nicht leicht gefallen ist. Als er 2004 die Führung des Vereins, der damals 15 Jahre bestand und während dieser Zeit 271 deutsche Meistertitel erkämpfte, übernahm, befand sich die LG Dortmund in einer schwierigen Phase. Der bisherige Amtsinhaber Rene Scheer und dessen Stellvertreter Thomas Kurschilgen stellten überraschend ihre Positionen zur Verfügung. So sprang der heute 66-Jährige in die Bresche und bildete zusammen mit Dr. Jürgen Remmerbach, Wolfgang Franke und Thomas Kremer den neuen Vorstand.

Schreml Elias ji jiKreisDie nationalen Leichtathletik-Hallen-Meisterschaften finden am Wochenende im Sindelfinger Glaspalast mit den Titelkämpfen der Jugend ihr Ende, und die Athleten der LG Olympia reisen mit 15 Einzelstartern und drei Staffeln mit viel Optimismus ins Schwabenland. Zwar sind die Titelträger aus dem Vorjahr, Mohamed Mohumed (3000 m) und Maximilian Feist (1500 m), nicht mehr dabei, da sie in die Männerklasse aufgerückt sind, doch auch so wollen die LGOer nicht ohne Edelmetall nach Hause kommen.

Constantin Rutsch verpasste vor einem Jahr nur nach der Mehrversucheregel mit 4,80 Metern „Bronze“, doch dieses Mal tritt er nach seiner Freiluftmeisterschaft von Rostock sogar als Favorit an und steht mit 5,10 Metern an der Spitze der Rangliste. Sechs Stäbe hat er dabei, die er während des Wettkampfs je nach Höhe wählt. „Ich werde nicht pokern, sondern auf sicher springen“, verrät er seine Strategie. Aber er weiß auch: „Gerade im Stabhochsprung kann immer was passieren.“ Langsprinterin Brenda Cataria-Byll befindet sich auf Platz 3 der Teilnehmerliste, doch will sie sich damit nicht zufrieden geben. „Schon im Vorlauf musst du sofort auf Angriff laufen, denn es darf nicht passieren, dass du dich im Finale plötzlich auf der engen Innenbahn wiederfindest“, rät ihr Trainingskollege Torben Junker. „Die 400 Meter darf man nicht nur mit den Beinen, sondern auch mit dem Kopf laufen“, hat Brenda, die vor dem Start noch ein kleines Gebet spricht, trotz ihrer jungen Jahre schon Langsprint-Erfahrungen gesammelt.

Ayadi Pierre jiKreis„Sechs Dortmunder auf dem Siegertreppchen bei den deutschen Hallen-Meisterschaften. Was wollen wir mehr.“ Der sportliche Leiter der LG Olympia, Pierre Ayadi (Foto) , war mit den Titelkämpfen in Leipzig vollauf zufrieden und wies darauf hin: „Wir haben junge Läufer, die in diesem Jahr zu den Männern aufrücken und sie haben gezeigt, dass sie schon jetzt mithalten können. Das wird sich in Zukunft noch verstärken.

Der Vorjahrsjugendliche Mohamed Mohumed blieb über 3000 Meter lange im Mittelfeld, ging klug das hohe Tempo der beiden Deutsch-Amerikaner Sam Parsons und Amos Bartelsmeyer nicht mit und lief sein eigenes Tempo. Das konnte er auch in der Schlussphase mit 2:41 Minuten für den letzten Kilometer beibehalten. Nach 8:04,44 Minuten, rund 20 Sekunden unter seiner bisherigen Hallen-Bestmarke, erkämpfte als Sechster einen wertvollen Achtungserfolg. „Mohamed ist ein Athlet, der nie mit sich zufrieden ist und immer mehr von sich erwartet.“ so Ayadi.

Junker Torben jiNach Silber im Vorjahr stürmte nach einem taktisch klugen Rennen Torben Junker (LG Olympia Dortmund) bei den deutschen Hallenmeisterschaften in Leipzig im 400m-Finale zum Titel. Mit ausgezeichneten 47,18 Sekunden verbesserte er bei seiner souveränen Vorstellung seine Hallenbestzeit um sechs Hundertstelsekunden.

„Ich kann es noch gar nicht richtig realisieren. Es hat endlich geklappt“, jubelte der 25-Jährige Schützling von Thomas Kremer, der bereits im Vorlauf als Schnellster mit 47,44 Sekunden seine augenblicklich gute Form angedeutet hatte. Gegenüber Leichtathletik.de äußerte er sich nach seinem Titelgewinn wie folgt: „Vorne hat es sich relativ schnell angefühlt. Ab 150 Metern musste ich ordentlich Druck machen. Meine Taktik war es, als Erster einzubiegen. Das war im letzten Jahr mein großer Fehler, und ich hatte Angst, dass es schiefgehen könnte. Ich habe viel für die Geschwindigkeit trainiert, die ich in der ersten Runde brauche. Im Rennen gab es kleinere Berührungen, aber die haben mich nicht behindert und ich konnte meinen Lauf gut zu Ende bringen.“

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