Leichtathletik

Dillenhöfer Fabian 16.08.18Nach seinem hervorragenden Frankfurt - Marathon 2017 hatte Langstreckler Fabian Dillenhöfer (LG Olympia) die Saison 2018 furios begonnen.

Bei der Hammer - Straßelauf – Serie entschied er die 15 Kilometer in ausgezeichneten 48:55 Minuten für sich, lief den „Zehner“ in 32:29 Minuten und nach 1:11:21 Stunden im Halbmarathon erkämpfte er in der Gesamtwertung hinter seinem Vereinskameraden Steven Orlowski Rang 2. Seine gute Vorstellung bei den deutschen Cross – Meisterschaften im März bezahlte er mit hartnäckigen Achillessehnen – Problemen. „Ich wollte nicht unters Messer und wollte die Schmerzen konservativ und nachhaltig behandeln lassen, um in Zukunft von den Problemen verschont zu bleiben.“, sagte Dillenhöfer. Das ist ihm gelungen. Seit Juli trainiert er wieder, ist in dieser Woche bereits bei 70 Kilometern in der Woche angekommen und beginnt jetzt mit Tempoläufen.

Dillenhöfer ist zuversichtlich und hofft im Oktober wieder ins Wettkampfgeschehen einsteigen zu können. „Wenn alles gut läuft, bin ich beim Sparkassen – Halbmarathon am Phoenix – See wieder da bei.“, sagt er.

Symbol KameraFabian Dillenhöfer hat seine Schmerzen konservativ behandeln lassen; Foto: Horst Merz

Oetzel NicoDie wichtigsten Meisterschaften des Jahres gehören inzwischen der Vergangenheit an. Dabei standen die Athletinnen und Athleten der LG Olympia Dortmund oft im Blickpunkt. Aber es wird nicht nur in der Dortmunder Leichtathletik-Vereinigung erfolgreich Leichtathletik betrieben. Ein Verein, der immer wieder von sich reden macht, ist der TSV Kirchlinde, in dem schon seit Jahren eine gute Arbeit geleistet wird.
Horst Merz, Leichtathletik-Experte der Dortmunder Ruhr-Nachrichten, führte ein Interview mit dem ehemaligen Bobfahrer Nico Oetzel, der zusammen mit dem früheren Mittel-und Langstreckler Heribert Heinze die Erwachsenen bei den Kirchlindern betreut. 

Wie seid Ihr mit dem Ablauf der bisherigen Saison zufrieden? 

Nico Oetzel: In diesem Sommer gibt es Licht und Schatten bei uns. Wegen einiger kleinerer Verletzungen, Abschlussprüfungen in der Schule und nicht zu letzt meiner privaten Situation, konnten wir im Training nicht den Umfang abarbeiten, den es für außergewöhnliche Leistungen braucht.Deshalb haben sich auch zwei eigentlich sichere Athletinnen nicht wie gewohnt für die Westfälischen- bzw. Westdeutschen-Meisterschaften qualifizieren können. Trotz allem sind alle meine Athleten neue persönliche Bestzeiten gelaufen.Wenn sie von größeren Verletzungen verschohnt und motiviert bei der Sache bleiben, werden wir im Winter wieder mit sehr guten Ergebnissen auf uns aufmerksam machen.Victoria Isensee wird im Sprint über die 100m zu den deutschen Jugendmeisterschaften in Wattenscheid antreten. Sie hat 12.49s stehen, war jetzt aber drei Wochen im Urlaub. Mal sehen ob wir das kompensieren können. 

Welche Schwerpunkte setzt ihr in eurer Arbeit? 

Oetzel: ch betreue die Wettkampfathleten des TSV Kirchlinde ab 10Jahre. Grundsätzlich bilde ich die jungen Athleten breit aus und fördere deren Interressen. Die älteren beschränken sich zumeist auf den Sprint-, Hürden- und mit Abstrichen auch Weitsprung-Bereich.Persönlich würde ich uns als Sprintgruppe mit großen Hürdenambitionen bezeichnen.Wie groß sind die Trainingsgruppen? Wie viele Übungsleiter setzt ihr ein? 

Oetzel: Im Kinderbereich setzen wir 4 Übungsleiter ein. Im Bereich der Jugendlichen und Erwachsenen setzen wir mich für die Sprinter und Heribert Heinze für die Langläufer ein. Wobei unsere Langläufer eher als Hobbytruppe zu sehen sind.Die Kindergruppen sind sehr umfangreich ca. 80 Kinder aber es gelingt kaum sie für den Wettkampfsport zu begeistern. Ich bin nicht sicher ob das ein hausgemachtes oder ein generelles Problem ist. Meine Gruppe umfasst im Moment ca. 18Athletinnen und Athleten. Wobei nur 11 davon als Wettkämpfer zu bezeichnen sind.

Wer sind die Leistungsträger?

Oetzel: Meine Leistungsträger sind: Victoria Isensee 2003, Vanessa Teichmann 2002, Marissa Linnert 2002, Niklas Rapp 1994. Den Sprung zu den Leistungsträgern werden: Alina John 2003,  Charlotte Isensee 2005, Alicia Hesse 2005, Maxine Pottschul 2006 im kommenden Winter schaffen.

Wie schätzt ihr die Entwicklung ein? 

Oetzel:Es ist immer schwieriger Kinder und Jugendliche zur Leistungsbereitschaft zu motivieren. Einen großen Anteil hat ein desinteressiertes Elternhaus, welches krampfhaft versucht den Druck von den Kindern fern zu halten. Weil es vielleicht auch bequemer für sie selber ist.Meine Leistungsträger bilden da eine kleine Ausnahme. Da stehen Kinder/Jugendliche und Eltern voll dahinter. So kann sich Leistung entwickeln.Grundsätzlich kann man eine positive Entwicklung einzelner Athleten nicht nur an Titeln fest machen. Dafür entwickeln sich die jungen Menschen zu unterschiedlich. Ziel ist es immer die Endläufe bei regionalen Meisterschaften zu erreichen und an deutschen Meisterschfaten teil zu nehmen und das schaffen wir beständig seit Jahren.

Ist es nicht frustrierend, dass eure Arbeit nicht richtig anerkannt wird und im Vergleich zur LGO die richtigen Erfolge ausbleiben? Wie reagieren die Athleten? 

Oetzel: Diese Frage halte ich für etwas ketzerisch und deplaziert. Mindestens für sehr provokant.Wo im Sprintbereich hat denn die LGO mehr Erfolg als der TSV-Kirchlinde? Meine Staffel meines kleinen Vereins bietet der LGO immer paroli. (Natürlich nur in der Altersklasse mit der ich arbeite) Oft sind wir auch besser. Von Elayna Krisch abgesehen, welche erfolgreiche LGO Sprinterin/Sprinter wurde denn von klein auf in der LGO ausgebildet? Die Guten sind doch alle später dazugekauft. Es liegt mir fern, Werbung für mich selber und meine Arbeit zu machen...das mache ich NIE. Aber welcher LGO Sprinttrainer macht denn bessere Arbeit als ich und hat immer wieder gute Sprinter? Ich mache das jetzt 8 Jahre, in der Zeit habe ich mit Jan Oelrich, Angelina Geitz  und Victoria Isensee 3 Leute zu deutschen Jugendmeisterschaften gebracht. Von Westfälischen- und NRW-Titeln ganz abgesehen. Der Oelrich hatte sich damals für 200m und Hürden qualifiziert. Wann hat sich das letzte mal ein LGO Sprinter für zwei Einzel-Disziplinen zu deutschen Meisterschaften qualifiziert? Unsere Erfolge mit mir als Einzelkämpfer als Trainer klein zu reden, weise ich ganz entschieden zurück!

Dortmunder Stabhochspringer ji jiDie Stabhochspringer der LG Olympia Dortmund erfreuten bei den Deutschen Jugendmeisterschaften in Rostock mit einmal Gold durch Constantin Rutsch (4,95m) und einmal Silber durch Zoe Jakob (3,90m). Diese großartige Ausbeute hat sicherlich mehrere Gründe. Der frühere Vorsitzende des Kreis-Leichtathletik-Ausschusses Gerhard Niemeyer macht in einem Schreiben darauf aufmerksam, dass der Vorstand des Fußball- und Leichtathletik-Kreises Dortmund mit den großen Erfolgen der Dortmunder Stabis in Rostock beigetragen hat. Seine Anmerkungen im Wortlaut:

„Ich habe mich über das gute Abschneiden der LGO-Jugendlichen bei den Titelkämpfen in Rostock sehr gefreut. Mein Glückwunsch gilt den Aktiven, aber auch allen Trainer/innen, die an diesen großartigen Erfolgen einen erheblichen Anteil hatten.Besonders die Erfolge der LGO-Stabhochspringer/innen waren nicht erst seit Rostock eindrucksvoll.Trainer Kai Atzbacher, der die Stabhochspringer fast täglich mit viel Herzblut begeistert und fördert, erntete in Rostock die Erfolge, die sich bereits seit einigen Jahren anbahnten.Was nicht alle Sportfreunde wissen, und vielleicht überrascht ist die Tatsache, dass seit vielen Jahren unser Dortmunder FLVW-Kreisvorstand, in dem sich aktuell acht Fußballer und eine Leichtathletin befinden, der Hauptsponsor der Dortmunder Stabhochspringer/innen ist. Im Laufe der letzten zehn Jahre wurden u.a. Sprungstäbe in fünfstelliger Höhe genehmigt und angeschafft.Das ist sicherlich einmalig im Bundesgebiet, und daher gilt ein großes Dankeschön dem Dortmunder Kreisvorsitzenden Jürgen Grondziewski und den Vorstandskollegen/innen.Zwar wurde oft im Kreisvorstand die Stirn gerunzelt, wenn Kai Atzbacher uns wieder einen Antrag für weitere Stäbe zur Genehmigung übergab. Sandra Pantlowsky und ich erläuterten den Fußballern jedoch, warum in jedem Jahr zwölf neue Stäbe beantragt wurden. Körpergewicht, Länge der Stäbe,  Schüler/innen-Stäbe oder harte und weiche Stäbe, die auf jeden Athleten abgestimmt sein mussten, erforderten die große Anzahl von Stabhochsprungstangen. Es ist schön zu wissen, dass Fußballer und Leichtathleten in Dortmund einen hervorragenden Doppelpass spielen und dass diese großartige Zusammenarbeit langfristig angelegt ist.“

Symbol KameraDie erfolgreichen Dortmunder Stabis; Foto: Peter Middel

LGO Berlin jiTorben Junker hatte bei den Europameisterschaften in Berlin eine große Fan-Truppe. 50 LGOer waren am vergangenen Wochenende im Olympiastadion und drückten dem Schützling von Thomas Kremer ganz fest die Daumen.

Die Unterstützung half, denn die 4x400m-Staffel des DLV, mit Torben Junker auf Platz zwei laufend, konnte sich mit 3:03,37 Minuten für das Finale qualifizieren. Das war schon ein großer Erfolg. Im Endlauf konnten die Viertelmeiler des DLV diese Zeit jedoch nicht wiederholen und mussten sich in 3:04,69 Minuten mit dem achten Platz begnügen. Dass keine bessere Platzierung für das LGO-Quartett heraussprang, ist nicht auf Torben Junker zurückzuführen, denn der Dortmunder wurde „fliegend“ mit 45,46 Sekunden gestoppt und war damit Schnellster innerhalb der deutschen Staffel.

Vor dem 4x400m-Finale hatte Yoshi Müller ein Treffen der Dortmunder Leichtathletik-Fans im Biergarten des Preußischen Landwirthauses in unmittelbarer Nähe des Olympia-Stadions organisiert. „Das war eine tolle Idee“, war die einhellige Meinung aller Meeting-Teilnehmer.

Symbol KameraDie Fan-Gruppe der LG Olympia bei den Europameisterschaften in Berlin.
(Foto Yoshi Müller)

Horstmann Rainer 1 jiNur wenige Wochen ist es her, dass Rainer Horstmann (TSV Kirchlinde) Deutscher Senioren-Meister der M60 im Diskuswurf wurde. Nun erinnerte er sich in Zella Mehlitz an seine hervorragenden Zehnkämpfe früherer Jahre und stellte sich im Werfer-Fünfkampf der Senioren der Konkurrenz. Mit 3648 Punkten erkämpfte er den Titel gegen 17 ehrgeizige Rivalen.

Mit seiner Schwachstelle, dem Hammerwurf, eröffnete er den Mehrkampf und blieb als Siebter mit 36,12 Metern dennoch im Plan. Dann schob er sich als bester Kugelstoßer (12,99 ) und Diskuswerfer (43,74) mit starken Weiten an die Spitze. Obwohl er im Speerwurf (36,75 - 4.) und im Gewichtwurf mit dem 9,06 Kilo-Gerät (14,45 - 5.) nicht mit seinen stärksten Konkurrenten mithalten konnte, war ihm der Sieg nicht mehr streitig zu machen.

Weniger Glück hatte Klaus Kynast (ASC 09 Aplerbeck) in der M 65. Nach 30,33 Meter im Speerwurf (7.) und hervorragenden 15,67 Meter im Gewichtwurf (2.) entschied er das Hammerwerfen mit 39,71 Metern für sich. Mit 11,51 Metern blieb Kynast im Kugelstoß unter seinen Möglichkeiten, aber ausgerechnet mit dem Diskus, seiner sonst besten Disziplin, musste er sich mit 33,85 Metern, rund zehn Meter unter seinem sonstigen „Standard“ zufrieden geben. So blieb ihm mit 3721 Punkten, nur 21 Zähler hinter dem Sieger Georg Ortloff (Fürth), nur die Vizemeisterschaft.

Symbol KameraRainer Horstmanns Stärken waren das Diskuswerfen und Kugelstoßen.
(Foto: Horst Merz)

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