Fußball Senioren

Kreislogo neuNoch ruht aufgrund der Corona-Pandemie weiterhin der Ball im westfälischen Amateurfußball – und nach wie vor weiß niemand, wann genau und in welcher Form es wieder weitergehen wird. Das heißt allerdings nicht, dass die Funktionäre untätig sind und womöglich Däumchen drehend auf bessere Zeiten warten. Ganz im Gegenteil.

Im Rahmen der jüngsten Konferenz des Kreisvorstandes am Dienstagabend wurde gleich über mehrere für die Vereine eminent wichtige Themen debattiert. Angefangen von der Aufstiegsregelung der aktuellen Saison auf Kreisebene über den derzeit ruhenden Kreispokal und die Sommerturniere bis hin zur ungewissen Zukunft um die Austragung der 37. Hallenfußball-Stadtmeisterschaft im kommenden Winter.

Die Klärung der Frage, welche Vereine den Aufstieg in die Kreisligen A bzw. B schaffen werden, genießt momentan die allerhöchste Priorität. Entscheidungen sind noch nicht gefallen, aber nach den vorbereitenden Arbeiten soll in der nächsten Sitzung des Kreis-Fußballausschusses am Mittwoch kommender Woche das Grundkonzept für alle Staffeln erstellt und dann auch der Öffentlichkeit präsentiert werden.

„Es wird sicherlich Härtefälle geben“, räumt Kreisvorsitzender Jürgen Grondziewski ein, „aber diesbezüglich werden wir uns an den bekannten Beschlüssen des Verbands-Fußballausschusses orientieren und wann immer es geht im Sinne der Vereine entscheiden.“ Das würde beispielsweise bedeuten, dass bei Punkt- und Spielgleichheit in einer Staffel auch mehreren Vereinen die Möglichkeit gegeben wird, den Aufstieg in die nächst höhere Spielklasse zu schaffen. „Alles natürlich vorbehaltlich des Beschlusses des außerordentlichen FLVW-Verbandstages“, wie Jürgen Grondziewski betont.

Sportliche Lösung im Kreispokal? Jürgen Grondziewski optimistisch
Wie auch schon von Verbands-Pokalspielleiter Klaus Overwien angeregt, ist auch Dortmund darum bemüht, im Kreispokal der laufenden Saison eine sportliche Lösung zu finden. „Bis der Verbandspokal der kommenden Spielzeit terminiert wird, dürfte noch einige Zeit ins Land streichen – die wollen wir nutzen. Und ich bin optimistisch, dass wir das auch so hinbekommen werden“, so der Kreisvorsitzende, für den ein Losentscheid die denkbar schlechteste Lösung wäre, um die Teilnehmer am Westfalenpokal zu ermitteln.

Nicht ausgeschlossen ist auch, dass – zumindest in Ausnahmefällen - in diesem Jahre die bei vielen Klubs beliebten Vorbereitungsturniere stattfinden können. „Die Austragung von Sportfesten, und dazu gehören auch Fußballturniere, ist zwar bis zum 31. August nicht gestattet“, weiß Jürgen Grondziewski, „aber sollte die Stadt Dortmund einem Verein die Möglichkeit einräumen, unter gewissen Auflagen sein Turnier durchzuführen, würde sich der Kreis Dortmund nicht dagegen aussprechen.“ Bei eventuellen weiteren Lockerungen, ergänzt der KV, würde sich ohnehin eine neue Situation ergeben.

Hallenfußball-Stadtmeisterschaft: Situation weiterhin problematisch
Unverändert problematisch stellt sich derweil die Situation um die kommende Hallenfußball-Stadtmeisterschaft dar. Der Dortmunder Budenzauber ohne Fans und die damit verbundene faszinierende Atmosphäre vor allem beim traditionellen „großen Finale“ in der Helmut-Körnig-Halle ist für viele undenkbar. Die Kolleginnen und Kollegen des Kreisvorstandes haben sich in den vergangenen Wochen viele Gedanken darüber gemacht, ob und wie dieses größte Amateurfußball-Hallenturnier Deutschlands auch in Zeiten von Corona durchgeführt werden könnte.

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„Eine Entscheidung darüber“, sagt Jürgen Grondziewski, „erwarte ich nach Stand der Dinge für Mitte August, damit auch für die Vereine frühzeitig Planungssicherheit herrscht.“ Falls es die Auflagen erlauben, werde für Juli ein Treffen zwischen Kreisvorstand und Vertretern der Sponsoren terminiert, „denn es ist uns auch in diesen Zeiten ein wichtiges Anliegen, die Zusammenarbeit mit unseren Partnern intensiv zu pflegen und auch deren Meinungen zu diesem zweifellos schwierigen Thema einzuholen.“

Probleme ergeben sich, wie der Kreisvorsitzende ausführt, in vielen Bereichen: „Sollten zu den einzelnen Turnierabschnitten gar keine oder nur sehr wenige Fans zugelassen werden, fehlen den Ausrichtervereinen die Einnahmen aus dem Verkauf. Außerdem werden bekanntlich in jedem Jahr die Einnahmen aus den Eintrittsgeldern anteilmäßig unter den teilnehmenden Klubs verteilt. Unter den Gegebenheiten, wie sie sich diesbezüglich im Augenblick darstellen, entfiele dieser unter dem Strich immens hohe Betrag komplett.“

ZSymbol Kamerau unserem Foto: Eine Hallen-Stadtmeisterschaft ohne Fans wäre nur schwer vorstellbar. Hier die Anhänger des Überraschungs-Endrundenteilnehmers SV Westrich im Januar dieses Jahres in der Helmut-Körnig-Halle. (Foto: Udo Stark)