Fußball Senioren

750c8aab136fce02c84c95e6f4daa9e1Der Abend der Sieger im Lensing-Carree Conference Center der Ruhr Nachrichten: Sechs Tage nach dem erstmaligen Titelgewinn des BSV Schüren bildete dieses gesellschaftliche Ereignis den festlichen Abschluss der Dortmunder Hallenfußball-Stadtmeisterschaft. Drei Wochen lang hatte dieses in Deutschland in dieser Form nach wie vor einmalige Turnier die Fußballfreunde in ihren Bann gezogen. Am Freitag folgte der letzte Akt dieser 36. Auflage des heimischen Budenzaubers - das „Finale nach dem Finale“.

Mit dieser bereits sechsten Auflage ist die Veranstaltung im LCC längst zu einer festen Einrichtung geworden. Und sie erfreut sich bei Sportlern und Funktionsträgern der teilnehmenden Vereine, aber auch bei den Organisatoren und den Vertretern der Sponsoren, gleichbleibend großer Beliebtheit – bietet sie doch die geradezu ideale Gelegenheit, um die erfolgreichsten Mannschaften und Einzelspieler des Winters in einem angemessen-würdigen Rahmen noch einmal hoch leben zu lassen, bevor dann der Fokus allerorts auf die Frühjahrsrunde gerichtet wird.

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Dem veranstaltenden Fußballkreis Dortmund, Gastgeber beim Abend der Sieger, war es auch diesmal wieder eine besondere Herzensangelegenheit, all jenen zu danken, die zum Gelingen des Turnier beigetragen haben: den Sponsoren, den zahlreichen ehrenamtlichen Helfern der 14 in die Ausrichtung und Organisation involvierten Vereinen und den vielen Mitarbeitern des Kreises, die an den drei Wochenenden zuvor in verschiedensten Bereichen eingesetzt worden waren.

Folty Der Abend der Sieger 3763"Gänsehaut-Feeling" beim stimmungsvollen Rückblick auf die Endrunde
Im Mittelpunkt des Abends standen natürlich die Protagonisten beim großen Finale in der Helmut-Körnig-Halle. Mit einem stimmungsvollen Intro hatte das  SportLive-Team um Uwe Kisker alle im mit rund 150 geladenen Gästen voll besetzten Lensing-Carree noch einmal die besondere Stimmung spüren lassen. „Gänsehaut-Feeling“ machte sich auch bei Sascha Klaverkamp, dem Sportchef der Ruhr Nachrichten, breit, der wieder gemeinsam mit Mathias Scherff ebenso souverän wie amüsant durch den Abend geführt hatte. „Das war eine tolle Atmosphäre und ein friedliches Miteinander und wir nehmen ganz viel Positives aus diesem Turnier mit“, blickte schließlich Kreisvorsitzender Jürgen Grondziewski im Interview mit den beiden Moderatoren auf zwei Festtage des Amateurfußballs zurück.

Danach freilich gehörte die Bühne den Besten dieses Winters, die vom voll besetzten Saal noch einmal reichlich Applaus bekamen. Neben Torschützenkönig Florian Juka (TuS Bövinghausen, 16 Turniertreffer) und Sascha Samulewicz (BSV Schüren), dem besten von vielen guten Torhütern der Endrunde, plauderten Vertreter der vier erstplatzierten Teams ein wenig aus dem Nähkästen.

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Dabei erfuhr das Publikum unter anderem, dass Stadtmeister Schüren nach eigener Einschätzung vielleicht nicht unbedingt den besten Fußball in der Halle gespielt habe, aber auf gar keinen Fall ohne einen Pokal nach Hause fahren mochte und das große Ziel schließlich mit unbändigem Willen und einem bemerkenswerten Teamgeist realisierte. Dass für Vizemeister Hombrucher SV alles, was nach der Qualifikation für die Endrunde kam, ein Bonus war und man die Erkenntnis gewonnen hat, dass man mit viel Einsatz und grundsoliden Auftritten bis ins Finale kommen kann. Dass Titelverteidiger und Turnierfavorit TuS Bövinghausen nach der ebenso unglücklichen wie schmerzhaften Niederlage im Halbfinale gegen Schüren im nächsten Jahr aufs Neue angreifen will, vorher auf dem Feld aber trotz eines Neun-Punkte-Rückstands alles versuchen wird, um Landesliga-Spitzenreiter Obercastrop noch abzufangen. Und dass Türkspor Dortmund mit seinem vierten Platz zufrieden war, obwohl für den Bezirksliga-Tabellenführer doch durchaus sogar noch mehr drin gewesen wäre.

Ebenfalls wieder ein Gewinner: Die Stiftung Help&Hope
Stattliche Geldprämien und attraktive Zusatzpreise, spendiert allesamt vom Sponsorenpool dieser Titelkämpfe, warteten auf die Besten dieses Hallenwinters – eine genaue Auflistung dazu im Anschluss an diesen Artikel. Zu den Gewinnern gehörte erneut aber auch die Stiftung Help&Hope, die sich für benachteiligte Kinder und Jugendliche einsetzt und bereits seit Jahren vom Fußballkreis Dortmund unterstützt wird. Die Firma Tedi hatte für jedes erzielte Tor dieser 36. Hallen-Stadtmeisterschaft zwei Euro an Help&Hope gespendet, bei 1079 Treffern ergab dies einen stolzen Betrag von 2158 Euro – und der Kreis gab in Form eines symbolischen Schecks nochmal 1000 Euro dazu.

Harmonische Atmosphäre - aber auch kritische Töne des Kreisvorsitzenden
All das ging im LCC in ausgesprochen harmonischer Stimmung über die Bühne. Dennoch schlug Jürgen Grondziewski auch kritische Töne an, als er, wie schon im Interview für unsere Homepage, auf einige unschöne Begleiterscheinungen in der Vor- und Zwischenrunde einging. „Was passiert ist, geht so nicht“, so der Kreisvorsitzende in aller Deutlichkeit, „was viele ehrenamtliche Menschen da über viele Jahre hinweg aufgebaut haben, lassen wir uns auf keinen Fall kaputt machen. Für die betreffenden Vereine muss und wird es Konsequenzen geben.“

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Ansonsten ist sein Blick schon wieder nach vorne gerichtet. „Die Vorbereitung für die 37. Auflage im nächsten Winter hat praktisch gleich am ersten Tag nach der Endrunde begonnen“, sagte Jürgen Grondziewski. Die Planungen sind angelaufen, begleitet von Gedankenspielen zum Austragungsmodus der Vorrunde.

Ob auch im nächsten Winter wieder 72 Teams am Start sein werden oder ob das Feld nach drei Jahren aufgrund der teilweise krassen Leistungsunterschiede möglicherweise reduziert wird, lasse sich im Augenblick noch nicht sagen. „Wir haben diesbezüglich noch keinen Zeitdruck“, betont der Kreisvorsitzende, „wir werden Meinungen einholen und austauschen und die diesjährigen Titelkämpfe zunächst einmal in aller Ruhe analysieren, um dann zu einem Ergebnis zu kommen.“

INFO
Preise und Gewinner
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Stadtmeister: BSV Schüren, 2600 Euro Prämie von der Kronen-Brauerei und Pokal der Ruhr Nachrichten, dazu ein Scheck über 500 Euro von Teamsport Philipp sowie Gutscheine für das Deutsche Fußballmuseum und eine Einladung zum Dortmunder Oktoberfest.
Vizemeister: Hombrucher SV, 1550 Euro Prämie von der Kronen-Brauerei und Pokal der Ruhr Nachrichten
Dritter: TuS Bövinghausen, 1250 Euro Prämie von der Kronen-Brauerei und Pokal der Ruhr Nachrichten
Vierter: Türkspor Dortmund, 750 Euro Prämie von der Kronen-Brauerei
Plätze 5 bis 8: Westfalia Wickede, SG Gahmen, Mengede 08/20 und SV Westrich, jeweils 380 Euro Prämie von der Dortmunder Volksbank
Plätze 9 bis 12: Kirchhörder SC, Rot-Weiß Germania, FC Brünninghausen und Ay Yildiz Derne, jeweils 270 Euro Prämie von Creditreform bzw. Optimerch

Torschützenkönig: Florian Juka (TuS Bövinghausen), Pokal der Kronen-Brauerei plus 100 Liter Bier für einen Mannschaftsabend sowie ein Gutschein von Bonnermann&Hüls

Folty Der Abend der Sieger 4071Bester Torhüter der Endrunde: Sascha Samulewicz (BSV Schüren), Pokal der Ruhr Nachrichten, ein 150 Euro-Gutschein von Teamsport Philipp sowie ein Gutschein von Bonnermann&Hüls

Beste Fangruppen der Endrunde: SV Westrich und Türkspor Dortmund, jeweils 500 Euro Prämie von der AOK Nordwest

Sonderpreis Jugend: Jeweils 250 Euro für die Nachwuchsarbeit der am Viertelfinale beteiligten Vereine von Knauf Aquaplanel bzw. Tedi. Nur der TuS Bövinghausen, der momentan mit keiner Jugendmannschaft am Spielbetrieb teilnimmt, ging dabei leer aus.

Zuschauerspiel: Ein Gutschein über 500 Euro für Enver Kara sowie ein Gutschein über 300 Euro für Sebastian Hankeln, gestiftet jeweils von Elektro Weichert

Zu unseren Fotos: Bei der offiziellen Ehrung für Stadtmeister BSV Schüren gratulierten auch Andreas Nolte von der Kronen-Brauerei und Kreis-Geschäftsführerin Andrea Bokelmann (oben). Außerdem: Kreisvorsitzender Jürgen Grondziewski im Gespräch mit den Moderatoren Sascha Klaverkamp und Mathias Scherff. Hombruchs Benjamin Bielmeier mit Andreas Nolte, Torschützenkönig Florian Juka mit Andreas Nolte und Thomas Richarz (Bonnermann&Hüls) und schließlich Sascha Samulewicz, der zum besten Torhüter der Endrunde gewählt wurde, flankiert von den beiden Moderatoren. - Fotos: Nils Foltynowicz, Ruhr Nachrichten