Fußball Senioren
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Da staunten Hannes Wolf und der Kreisvorsitzende Jürgen Grondziewski nicht schlecht: Gerade war die erste Kugel bei der Auslosung der 36. Dortmunder Hallenfußball-Stadtmeisterschaft gezogen worden - und es musste ja so kommen: Wolf präsentierte den ASC 09 Dortmund. Seinen Ex-Klub, den er als ganz junger Trainer bis in die Westfalenliga geführt hatte und der ihm später als Sprungbrett zu Borussia Dortmund diente.

Mit einem Jahr Verspätung übernahm Ehrengast Hannes Wolf am Montagabend vor rund 200 Besuchern im voll besetzten Brauersaal der Kronen-Brauerei die Funktion der Losfee. 2018 hatte der Hamburger SV dem Vorhaben einen Strich durch die Rechnung gemacht. Der 38-Jährige zeigte sich im Gespräch mit dem bewährten Moderatoren-Duo Sascha Klaverkamp (Ruhr Nachrichten) und Mathias Scherf (Radio 91.2) „sehr erleichtert“, viele bekannte Gesichter zu sehen: „Die Dortmunder Stadtmeisterschaft ist für mich ein ganz besonderes Turnier - ich habe mich damals sofort verliebt. Die Stimmung ist immer besonders.“

„Seinem“ ASC, dem ranghöchsten Klub des Turniers, loste Wolf, der mit seiner ausgesprochen sympathischen Art im Brauersaal prima ankam, für die Vorrunde am 27. und 28. Dezember in der Halle Wellinghofen schließlich die Sportfreunde Sölderholz und den TuS Kruckel zu. Das sollte den Oberligisten nur vor geringe Probleme stellen. Ähnliches gilt für den Landesligisten TuS Bövinghausen - auch ohne Coach Thorsten Legat. Der Titelverteidiger bekommt es in der Halle Huckarde mit dem TuS Rahm und SuS Oespel-Kley zu tun. „Als Titelverteidiger sollte man bis zum Schluss dabei sein“, sagte Spielertrainer Sven Thormann. „An den letzten beiden Tagen ist es dann von der Tagesform abhängig.“

In welcher Rolle Urgestein Dimitrios Kalpakidis, der aktuell gemeinsam mit Karim Bouzerda für den A-Ligisten Kamener SC im Kreis Unna/Hamm auf Torejagd geht, die Stadtmeisterschaft verfolgen wird, ist noch offen. "Es ist kein Geheimnis, dass es Kontakt zum TuS Bövinghausen gibt und ich gerne wieder in Dortmund arbeiten würde. Warten wir mal die kommenden Tage ab“, so der 40-Jährige, der sich gerne an die beiden emotionalen Finalteilnahmen mit dem BSV Schüren zurück erinnert: „Das waren geile Ereignisse.“

Auch ein Derby erwartet die die Zuschauer in der Halle Huckarde: Blau-Weiß trifft auf Westfalia. BW-Trainer Thomas Faust zeigte sich hocherfreut: „Da geht es um die Vormachtstellung. Vor allem spielen wir am 1. Dezember noch in der Liga gegeneinander und dann in der Halle. Da geht es bestimmt ein bisschen zur Sachen. Unser Ziel ist die Zwischenrunde.“

Talkrunde mit Reza Hassani und Dimitrios Kalpakidis
Ebenfalls im Fokus: Türkspor Dortmund mit dem neuen Trainer-Duo Reza Hassani und Kevin Großkreutz. In der Vorrunde misst sich der ambitionierte Bezirksligist mit Arminia Marten und Grün-Weiß Kley. „Die Stadtmeisterschaft ist ein Mega-Highlight für uns. Da bekommt man Gänsehaut. Unser Ziel ist die Endrunde, aber dafür müssen wir hart arbeiten“, sagte Hassani in einer gemeinsamen Talkrunde mit Dimitrios Kalpakidis und den beiden Moderatoren.

Mit einem neuen Duo an der Seitenlinie geht auch Vorjahresfinalist FC Brünninghausen an den Start: Florian Gondrum und Rafik Halim sind im Dortmunder Raum bestens bekannt. „Wir hatten“, erklärte der Sportliche Leiter Klaus-Dieter Friers, „in den letzten drei Jahren immer eine Top-Hallenmannschaft. Aufgrund einiger Abgänge müssen wir jetzt mal gucken, was wir aufs Eis bringen können.“ Die Gruppeneinteilung der sechs Vorrunden-Turniere finden Sie als Anhang am Ende dieses Artikels.

Zum Rahmenprogramm der Auslosungsveranstaltung gehörte traditionell auch wieder das Quiz mit fünf Fragen rund um die Dortmunder Hallenfußball-Stadtmeisterschaft. Diesmal war wirklich Experten-Wissen nötig, denn nur auf 18 abgegebenen Stimmzetteln waren alle Fragen richtig beantwortet worden. Den Hauptpreis, einen von der Kronen-Brauerei spendierten Mannschaftsabend im Wert von 400 Euro, sicherte sich Dominik Altfeld als Vertreter des ASC 09, den er sich natürlich gerne abholte.

Die Endrunde wird am 10. und 11. Januar 2020 zum insgesamt achten Mal in der Helmut-Körnig-Halle ausgetragen. „Sie wird nach den Umbauarbeiten am 21. Dezember übergeben“, erklärte Jürgen Grondziewski, „es wird weniger Plätze auf der Süd-, dafür mehr Kapazität auf der Osttribüne geben.“ Der Abend der Sieger steigt als gesellschaftlicher Höhepunkt der Titelkämpfe am 17. Januar im Lensing-Carrée Conference Center der Ruhr Nachrichten.

Zu unseren Fotos: Ehrengast Hannes Wolf und Kreisvorsitzender Jürgen Grondziewski am Lostopf (oben). Hannes Wolf beim Talk mit den Moderatoren Sasch Klaverkamp und Mathias Scherf (Mitte) sowie im Gespräch mit Dimitrios Kalpakidis (unten). - (Fotos: Schaper)

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Stimmen zur Auslosung:

Turnier mit "Gänsehaut-Feeling"

Andreas Nolte (Kronen-Brauerei): „Wir sind sehr, sehr froh, dass die Auslosung wieder in unserem Haus, im Brauersaal, stattfindet. Fußball und Bier - das gehört zusammen. Es ist eine Tradition, die Hallenfußball-Stadtmeisterschaft zu begleiten. Die Resonanz ist immer positiv.“

Jürgen Grondziewski (Vorsitzender des Fußballkreises Dortmund): „Wir haben alles organisiert, alles abgesprochen und ein wunderbares Team, mit dem wir die Arbeit erledigen. Ich bin sehr stolz darauf. Die Helmut-Körnig-Halle wird am 21. Dezember übergeben - wir können sie zur Endrunde nutzen. Es wird weniger Plätze auf der Süd-, dafür mehr Kapazität auf der Osttribüne geben. Herzlichen Dank an unsere Sponsoren - nur durch euch wird diese Veranstaltung möglich.“

Hannes Wolf (Ehrengast, Losfee und Ex-ASC-Trainer): „Ich war sehr erleichtert, dass ich viele bekannte Gesichter gesehen habe. Es war eine fantastische Zeit in Aplerbeck, die Verbundenheit ist bis heute geblieben. Der Sprung zum BVB war mehr, als ich mir erträumen konnte. Für mich ist die Stadtmeisterschaft ein ganz besonderes Turnier - ich habe mich sofort verliebt. Die Stimmung in allen Runden ist immer besonders.“

Dimitrios Kalpakidis (Urgestein der lokalen Fußballszene): „Es ist immer wieder schön, die Dortmunder Familie hier zu sehen. Die beiden Endspiele mit Schüren waren geile Ereignisse. Ich wäre froh, wenn einmal ein Underdog den Titel holen würde.“

Reza Hassani (Trainer Türkspor Dortmund): „Die Stadtmeisterschaft ist ein Mega-Highlight. Da bekommt man Gänsehaut. Unser Ziel ist die Endrunde, aber dafür müssen wir hart arbeiten. Wir wollen angreifen und Spaß haben.“

Thomas Faust (Trainer Blau-Weiß Huckarde): „Eine super Auslosung, das wird spannend. Es dürfte ordentlich zur Sache gehen. Da wird die Halle begeistert sein. Wir wollen eine gute Rolle spielen und nach Möglichkeit eine Runde weiterkommen - das wäre eine schöne Sache.“

Sven Thormann (Spielertrainer des Titelverteidigers TuS Bövinghausen): „Unsere Gruppe ist machbar, wir müssen uns für die Zwischenrunde qualifizieren. Unser Ziel ist die Endrunde - allein schon wegen des Gefühls, vor so einer Kulisse zu spielen. Alle Spieler sind heiß auf dieses Turnier, jeder hat da Bock drauf. Bei uns wird es im Vergleich zum letzten Jahr ein enormer Umbruch.“

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