Fußball Senioren

Schüren Web2Nach der Schlusssirene stand allen der Frust ins Gesicht geschrieben. „Es ist schon sehr bitter, zum zweiten Mal hintereinander das Endspiel um die Hallenfußball-Stadtmeisterschaft so knapp verloren zu haben“, machte Spielertrainer Dimitrios Kalpakidis aus seiner Enttäuschung kein Geheimnis. Wie nach der 0:1-Niederlage gegen den Lüner SV im vergangenen Jahr hatte der BSV Schüren auch bei seiner zweiten Finalteilnahme den Titel verpasst.

Warum es auch diesmal nicht gereicht hat? „Vielleicht spielte am Ende auch eine Rolle, dass wir durch die Spielausfälle auf dem Feld zuvor acht Wochen ohne gezieltes Training und ohne Wettkampfpraxis gewesen sind und dadurch nicht voll im Saft standen“, suchte Kalpakidis nach dem 1:2 gegen den FC Brünninghausen nach ersten Erklärungen, „es war vorher klar, dass es ein enges Spiel werden würde. Klar natürlich auch, dass man als Landesligist gegen Brünninghausen verlieren kann. Letztendlich waren es nur Nuancen, die gegen uns entschieden haben.“

Auch wenn sie liebend gerne den Siegerpokal mit nach Hause genommen hätten, blieb am Ende die Erkenntnis, erneut ein tolles Turnier gespielt zu haben. „Für mich als Trainer war es schön zu sehen, dass der Erfolg im Vorjahr kein Zufallsprodukt gewesen ist“, zog Kalpakidis, der sich nach gerade ausgeheilter Verletzung diesmal komplett auf das Coaching konzentriert hatte, „das zeugt schon von Konstanz und einer gewissen Qualität dieser Mannschaft, die sich unter dem Strich auch diesmal prächtig geschlagen hat.“

LogoneutralDie Torfabrik der Endrunde
Tatsächlich stand der BSV Schüren in dieser Endrunde ohne Frage ein wenig für Spektakel. Die Grün-Weißen erzielten an den beiden Tagen in der Helmut-Körnig-Halle zusammen gerechnet nicht nur die meisten Tore aller zwölf Teams. „Wir sind keine Mannschaft, die diszipliniert verteidigen kann, sondern leben vor allem von der Euphorie und der Aggressivität“, ergänzt der Grieche, der mit dem TuS Eving-Lindenhorst bereits zweimal den Stadtmeister-Titel geholt hatte.

Dazu gesellte sich dann auch noch die individuelle Klasse herausragender Hallenspieler. Sascha Samulewicz gehörte auch diesmal wieder zu den besten Torhütern der Endrunde, neben den herausragenden Stürmern Karim Bouzerda und Eyüp Cosgun spielte auch Björn Menneke ein starkes Turnier. Auf gar keinen Fall zu vergessen ist Kapitän Michael Oscislawski, der aufgrund seiner fußballerischen Vorgeschichte und seiner großen Erfahrung als eigentlicher Kopf dieser Truppe gilt.

Im nächsten Winter werden sie ganz bestimmt einen weiteren Anlauf nehmen. Dann vielleicht als sogar Westfalenligist. Denn der Aufstieg ist das nächste große Ziel des BSV Schüren.

Symbol KameraUnd wieder bleiben ihnen nach dem Finale nur die tröstenden Worte. Zum zweite Mal in Folge belegte der BSV Schüren (hier Spierltrainer Dimitrios Kalpakidis mit OB Ullrich Sierau) den undankbaren zweiten Platz.