Fußball Senioren

LogoneutralAm Samstagabend um 19.40 Uhr war es geschafft: Zum dritten Mal nach 2011 und 2014 war der FC Brünninghausen Dortmunder Hallenfußball-Stadtmeister. Nach dem 2:1-Erfolg im Endspiel über den BSV Schüren kannte der Jubel keine Grenzen mehr. Gefeiert wurde voller Enthusiasmus noch auf dem Kunstrasen der Helmut-Körnig-Halle, anschließend in der Kabine und am späteren Abend im Vereinsheim am Hombruchsfeld.

Schon nach dem Einzug ins Endspiel hatten die Vereinsverantwortlichen alles für einen großen Empfang auf der heimischen Sportanlage vorbereitet. „Denn bereits damit war klar, dass die Jungs Großartiges geleistet hatten – und das unabhängig vom finalen Ergebnis“, sagte Geschäftsführer Thomas Brümmer.

Tatsächlich waren sich alle Experten einig: Der Oberligist ist ein würdiger Stadtmeister. Der FC Brünninghausen hatte sich mit einer makellos weißen Weste für das große Finale der Top 12 qualifiziert, marschierte mit der besten Bilanz aller Mannschaften durch die Vor- und Zwischenrunde, erzielte 42 Tore und kassierte nur drei: Rekord in der langen Geschichte der Titelkämpfe.

Auch in der Endrunde gab es nur einen einzigen Wackler: In der Gruppenphase reichte es gegen Schüren dank eines Treffers von Adil Elmoueden in der allerletzten Sekunde gerade noch zu einem Punkt. Als Gruppenzweiter ins Viertelfinale eingezogen, gelang dort gegen Titelverteidiger Lüner SV die Revanche für das frühe Vorjahres-Aus: Das „goldene“ Tor von Florian Gondrum bedeutete den Einzug in die Vorschlussrunde.

Für Brünninghausen war es gerade aufgrund der Vorgeschichte natürlich ein besonderes Spiel. „Obwohl wir versucht haben, die Vorgeschichte komplett auszublenden“, wie Gondrum später verriet, „unabhängig vom Gegner waren wir ganz allein auf das Spiel fokussiert. Das ist uns glücklicherweise über die komplette Distanz gelungen.“ Voll konzentriert war der spätere Titelträger dann auch die beiden letzten schweren Aufgaben angegangen, räumte im Halbfinale mit Westfalia Wickede einen weiteren dicken Brocken aus dem Weg und triumphierte schließlich am Ende auch über den BSV Schüren.

FCB Jubel WebIndividuelle Klasse und ein exzellentes Kollektiv
Der FC Brünninghausen im Winter 2017/18 - ein Meister ohne Schwächen. Ein Team mit herausragenden Einzelspielern, angefangen von Muhammed Acil, der nach dem Turnier von der Jury zum besten Torhüter der Endrunde gewählt wurde, über eine bärenstarke Verteidigung mit dessen jüngerem Bruder Kerim sowie Adil Elmoueden, Benjamin Bielmeier und Robin Gallus, über Dominik Behrend, der geradezu überall zu finden war, bis hin zu den stets brandgefährlichen Offensivspielern Arif Et, Florian Gondrum und Leon Enzmann.

Doch nicht nur die individuelle Klasse war bei diesem Turnier ein Qualitätsmerkmal des Meisters. Beeindruckend war vor allem die mannschaftliche Geschlossenheit. Selbst die Stürmer arbeiteten in geradezu vorbildlicher Art und Weise mit nach hinten. Wirklich alle haben an einem Strang gezogen. Das war letztlich die Basis für den Erfolg.

„Dieses Turnier genießt einen so unglaublich hohen Stellenwert, deshalb wollten wir alles raus hauen, was wir zur Verfügung hatten“, strahlte Trainer Alen Terzic nach seinem ersten Titelgewinn. Mit seinem sechsten Triumph feierte derweil Dominik Behrend auch einen großen persönlichen Triumph. Das hatte zuvor nur Christian Karstedt zwischen 1988 und 1993 mit dem damals übermächtigen VfR Sölde geschafft.

„Apo“, wie sie ihn nennen, genoss diesen historischen Erfolg zum Abschluss seiner Karriere im oberen Amateufußball-Bereich in vollen Zügen. „Ich hatte die Jungs schon vor dem Turnier unter Druck gesetzt, denn es war meine letzte Chance, diese halbe Dutzend noch voll zu machen“, berichtet der 34-Jährige, „sie hatten mir schon damals versprochen, für mich diesen Titel holen zu wollen.“ Und sie haben Wort gehalten.

Symbol KameraSie sind am Ziel: Oberligist Brünninghausen, da sind sich die Experten einig, ist ein würdiger Stadtmeister.
(Foto: Stephan Schütze)