Leichtathletik

TB Marterloh 25.04.18 jiAm Sonntagmittag gegen 13.00 Uhr war es wieder einmal vollendet. Völlig kaputt und übermüdet sehnten unsere jungen Athleten dem Ende des ersten Trainingslagers 2018 in der Willi-Weyer -Schule entgegen.

Zum mittlerweile zehnten Mal weilten 18 Kids, auch dank der Unterstützung durch den Hauptverein, mit Ihren beiden Trainern in der Sportschule Hachen im Sauerland zu einem dreitägigen Trainingslager.  Diesmal stand neben der Verbesserung der Koordination, die Schnell- und Maximalkraft auf dem Trainingsplan. Insgesamt neun Trainingseinheiten konnten die Teilnehmer auf dem hervorragend ausgestattetem Gelände der Sportschule absolvieren. Aufgrund der sehr guten Wetterbedingungen wurden sechs Trainingseinheiten auf der Kunststoffbahn des Außengeländes durchgeführt . Für einen optimalen Wechsel von Trainingsbelastung und Entspannung sorgten zwei Einheiten in der Mehrzweckhalle der Schule.

Käppler FranzsFranziska Käppler (LG Olympia) war 2017 die Senkrechtstarterin des Jahres der Dortmunder WU 20.

Die 18jährige, die bis dahin durch recht ordentliche 400 Meter auf sich aufmerksam gemacht hatte, wartete plötzlich über 800 Meter durch vorzügliche 2:10,28 Minuten auf. Sie erkämpfte bei den deutschen Jugend – Meisterschaften den dritten Platz über die klassische Mittelstrecke und gehörte zum 3 x 800 Meter – Trio der LGO, das in Erfurt mit der deutschen Jugendmeisterschaft glänzte.

Zu Beginn des Wintertrainings warf sie jedoch eine langwierige Verletzung zurück, und sie konnte in der Halle nicht ihre großen Chancen wahrnehmen. Jetzt meldete sie sich schmerzfrei zurück und weckte Hoffnungen, dass die LGO bei der Titelverteidigung nicht so ganz chancenlos sein würde. Noch wagt niemand eine Prognose, ob „Franzi“ bis zu den Hauptereignissen der Saison rechtzeitig wieder in Form kommen wird, da ihr fast ein halbes Jahr Grundlagentraining fehlt aber sie ist zuversichtlich: „Ich hatte mir für mein letztes Jahr in der Jugendklasse so viel vorgenommen, und jetzt muss ich sehen, dass ich rasch wieder in Schwung komme. Bis jetzt ist mir das nach einer Pause immer wieder gelungen.“

Symbol KameraFranziska Käppler hofft auf gute Leistungen in der Freiluftsaison; Foto: Horst Merz

Fiene Sebastian Horst Merz jiVor allem durch den Vereinswechsel von Gina Lückenkemper musste man sich bei der LG Olympia etwas einfallen lassen und war gezwungen, den Sprintbereich neu zu strukturieren. Inzwischen hat Sebastian Fiene Lückenkemper-Trainer Uli Kunst als Leiter des Sprintbereichs abgelöst. „Das ist für mich eine interessante Herausforderung, denn die Koordinierungsaufgaben sind vielfältig“, macht der ehemalige erfolgreiche Langsprinter deutlich und erklärt: „Unser Ziel muss es sein, Athleten aus der eigenen Jugend in den höheren Klassen auf nationaler Ebene zu etablieren.“

Um das zu erreichen und die Athleten in kleinen Gruppen individuell betreuen zu können, setzt Fiene auf ein Trainerteam mit Tim Issinger, Thomas Kremer, Uli Kunst, Oliver Kunz, Christof Neuhaus und Manfred Richter.Schon bei den deutschen Hallen-Meisterschaften auf heimischer Piste überraschten die LGOer angenehm und von fünf Einzelstartern sprinteten vier in die Top 8. Aushängeschild ist natürlich der durch Thomas Kremer betreute Torben Junker. Er wurde 400-Meter-Vizemeister, hat sich im nationalen Langsprint-Kader einen sicheren Platz erkämpft und die Europameisterschaften in Berlin fest im Visier. Johanna Bechthold, die ebenso wie Klara Leusch weiter auf Uli Kunst vertraut, drang bei der DM mit Bestzeit sogar in das 60-Meter-Finale vor und steht vor einer starken Sommersaison. Vielversprechende Fortschritte bewies Nina Braun schon in der Halle und Thomas Kremer erwartet von seinem Schützling im Sommer auch über 100 Meter weitere Steigerungen.

Grommisch Till Nores Max ji jiKreisDer verfrühte Sommer im April mit Temperaturen knapp unter 30 Grad machte den Läuferinnen und Läufern bei den NRW-Langstreckenmeisterschaften in Menden  ganz schön zu schaffen.

Im 5.000m-Lauf der Klasse U20 spielte Till Grommisch (TLV Germania Überruhr) auf den letzten 800 Metern seine enorme Sportkraft aus und erkämpfte sich den Titel in 15:49,42 Minuten vor Max Nores (LG Olympia Dortmund, 15:53,31 Min.) und Tom Thiemann  (LG Brillux Münster, 15:57,16 Min.). Der 19-jährige Sohn des früheren deutschen Crossmeisters Werner Grommisch (1986) gab im Huckenohlstadion sein Debüt auf der 5.000m-Distanz. Gerne hätte er die Norm von 15:45 Minuten für die deutschen Jugendmeisterschaften vom 27. bis 29. Juli in Rostock unterboten, doch die Hitze machte ihm einen Strich durch die Rechnung. Nun will er einen weiteren Versuch unternehmen- genauso wie Max Nores, der zum Jahresbeginn von der Aachener TG zur LG Olympia Dortmund stieß. Nores hat eine 5000m-Bestzeit von 15:21,83 Minuten. Zurzeit befindet er sich im Abitur. Anschließend möchte er in Bochum Sportwissenschaften studieren.  Im 2.000m-Lauf der Klasse W 14 verbesserte  Kira Schroeder (LG Olympia Dortmund) ihre persönliche Bestzeit auf starke 6:40,58 Minuten und knüpfte mit ihrem jüngsten  Erfolg  im Freien da an, wo sie in der Halle aufgehört hatte. „Mit dieser Zeit wird sie in ihrer Altersklasse ganz vorne in Deutschland stehen,“ kommentierte Dortmunds Coach Pierre Ayadi. Als sichere Siegerin der Klasse  W 14 löschte sie mit glänzenden 6:40,58 Minuten den 31 Jahre alten Kreisrekord von Nicole Lenfert aus den Listen und dürfte damit auch auf nationaler Ebene weit vorne rangieren. Bestzeiten verbuchten auch Karolina Haas (7:28,96) und Marie Meyer -Piton (7:28,68).

Holzhausen Westermann ji jiKreisIm Rahmen der VKLA-Tagung im Turm-Restaurant in Kamen-Methler begrüßte FLVW-Vize-Präsident Peter Westermann Neele Holzhausen (Dortmund), die ab dem 1. Februar 2018 in der Leichtathletik-Abteilung des FLVW für die Bereiche allgemeine Leichtathletik, Freizeit- und Gesundheitssport verantwortlich ist. Die gebürtige Schwerterin (Jahrgang 1992) löst damit Klaus-Peter Münzer ab, der im FLVW über 30 Jahre für den Laufbereich zuständig war und sich inzwischen im wohlverdienten Ruhestand befindet.

Neele Holzhausen hat im Alter von zehn Jahre bei der LG Schwerte (2002 bis 2011) mit der Leichtathletik begonnen und wechselte 2012 zur LT DSHS Köln (bis 2015), mit der sie 2013 bei den deutschen U23-Meisterschaften Vizemeisterin in der 4x400m-Staffel wurde. Neele Holzhausens Schwerpunkt-Disziplinen waren die 400m-Hürdenstrecke und der Langsprint. Inzwischen widmet sie sich - entsprechend ihrem neuen Tätigkeitsfeld - den längeren Strecken. Ihr Debüt auf der Halbmarathon-Strecke will sie am 3. Oktober 2018 am Dortmunder Phoenixsee geben.Nach ihrem Abitur hat Neele Holz an der Deutschen Sporthochschule in Köln „Sportmanagement und ortkommunikation studiert und das Studium mit dem Bachelor abgeschlossen.

Von Köln wechselte sie zur Universität Bielefeld, wo sie kurz vor dem Abschluss ihres Masterstudiums im Bereich „Sportmanagement und Organisationsentwicklung“ steht. Mehrere Jahre war die frühere 400m-Hürdenläuferin beim Deutschen Basketball-Bund als freie Mitarbeiterin im Lizenz- und Lehrwesen tätig. Auf ihre jetzige Stelle beim FLVW wurde sie aufmerksam, als sie von Oktober 2017 bis Februar 2018 ein Praktikum in der FLVW-Service GmbH absolvierte. Neele Holzhausen ist eine Team-Playerin: „Ich freue auf die Zusammenarbeit mit den Kreisen und Vereinen. Gemeinsam werden wir sicherlich die Fülle von Aufgaben und zahlreichen Herausforderungen meistern.“

Symbol KameraFLVW-Vize-Präsident "Leichtathletik" Peter Westermann begrüßt Neele Holzhausen.
(Foto: Peter Middel)

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