Leichtathletik

Klaczynski Beate 15.11.18b jiKreisOhne Kampfrichter läuft in der Leichtathletik nichts. „Es ist enorm, was die Unparteiischen in der Leichtathletik leisten, und ihre Vergütung ist nicht die Welt. Bei ihnen wird das Ehrenamt großgeschrieben. Daher möchte ich mich bei allen ganz herzlich bedanken, die Wochenende für Wochenende auf dem Platz oder in der Halle stehen,“ sagte Kreis-Vorsitzender Jürgen Grondziewski auf der Kampfrichter-Tagung im SportCentrum des TSC Eintracht 48/95 Dortmund.

Dortmunds Kreis-Kampfrichterwartin Beate Klaczynski (Foto) kann momentan 94 Kampfrichterinnen und Kampfrichter einsetzen. Der Anteil der Über-60-Jährigen ist mit 33 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern weiter hoch, doch in der Altersgruppe „bis 30 Jahre“ hat erfreulicherweise gleichgezogen. Ihre Zahl ist inzwischen genauso groß.Kreis-Leichtathletik-Vorsitzende Sandra Pantlowsky hob das hohe Niveau der Dortmunder Unparteiischen hervor. „Nicht nur wir, sondern auch die Verantwortlichen des Deutschen Leichtathletik-Verbandes  und des Fußball- und Leichtathletik-Verbandes Westfalen freuen sich, kompetente und zuverlässige Kampfrichterinnen und Kampfrichter bei unseren Veranstaltungen in Dortmund einsetzen zu können,“ so Dortmunds Leichtathletik-Chefin.

Um das hohe Niveau auch langfristig zu halten, bat Sandra Pantlowsky die Anwesenden, weiter eifrig nach Kampfrichterinnen und Kampfrichter Ausschau zu halten: „Jeder, der eine Affinität zur Leichtathletik hat, ist bei uns willkommen. Die Kampfrichter bilden eine großartige Gemeinschaft. Da bereitet es sehr viel Freude, dort mitzuarbeiten.“Kreis-Sportwart Wolfgang Franke berichtete, dass in diesem Jahr 35 Leichtathletik-Veranstaltungen in Dortmund durchgeführt wurden. Dortmund zählt damit weiter zu den veranstaltungsfreudigsten Städten in Deutschland. Absoluter Höhepunkt waren die Deutschen Hallenmeisterschaften Mitte 17./18. Februar in der Helmut-Körnig-Halle,

Schreml Elias Läufercup jiDas ist eine gute Nachricht für die LG Olympia: Zehn Athleten des Vereins hat der Deutsche Leichtathletik - Verband in seine Leistungskader berufen, ein Indiz dafür wie hoch die Dortmunder Akteure durch den Verband eingeschätzt werden.

„Wir freuen uns sehr über diese Entwicklung und über das Vertrauen des DLV in unsere Athleten (-innen), aber auch in die Kompetenz unseres Trainerteams.“, hebt der Sportliche Leiter der LGO, Pierre Ayadi hervor und erklärt: „Noch 2012 wurden nur zwei unserer Athleten in die DLV – Kader berufen, aber seit wir das Mitarbeiterteam und die sportliche Leitung seit damals neu formiert haben, ist es steil aufwärts gegangen.“ Ayadi lässt sogar durchblicken, dass sich die Zahl der Kaderathleten durch Neuzugänge in den nächsten Wochen noch weiter erhöhen wird.

„Diese Entwicklung ist noch beeindruckender, wenn man weiß, dass die Anzahl der Kaderplätze während der letzten zwei Jahre um 15 % reduziert wurde.“ macht der Sportliche Leiter deutlich und rückt die Kaderzugehör igkeit ins rechte Licht: „Die Kader haben die Chance, in den kommenden Jahren als Teil der National-Mannschaft bei einer internationalen Meisterschaft zu starten.“Das trifft auf den Laufbereich mit Linn Kleine, Elias Schreml, Mohamed Mohumed, Maximilian Feist, auf Sprinterin Johanna Bechthold sowie die Stabhochspringer Constanti Rutsch, Jonas Wolf und Zoe Jakob zu, die bei guter Entwicklung im nächsten Jahr bei den U 20 und U 23 Europameisterschaften das Nationltrikot tragen können. Viertelmeiler Torben Junker hat seinen Platz in der deutschen „4x4“ bereits ziemlich sicher. Gerade erst ist man beim DLV auf den erst 14jährigen Noah Boeck aufmerksam geworden, der bei den NRW – Hindernismeisterschaften eine tolle Leistung ablieferte. Er wird sich allerdings noch zwei Jahre gedulden müssen, bevor er internationales Flair schnuppern kann. An seinem Beispiel wird aber deutlich, dass die LGO mit dem Mix aus Talentteam- und Stammvereinstraining schon früh die Grundlagen für eine mögliche spätere leistungssportliche Entwicklung legt.

Symbol KameraElias Schreml zählt zu den zehn Dortmunder Kaderathleten. 

Leichtathletik trifft Wirtschaft ji jiKreisGemeinsam für Olympia - Leichtathletik trifft Wirtschaft. So lautete das zentrale Thema einer Informationsveranstaltung, die im Großen Saal der Industrie- und Handelskammer zu Dortmund stattfand.

Ausgeleuchtet wurde die Themenstellung aus verschiedenen Perspektiven. So scherzte Moderator Wolfgang Poschmann zu Beginn der Veranstaltung: „Wir hatten früher immer ein gutes Verhältnis zur Wirtschaft, denn nach dem Training ging es für uns meist in die Wirtschaft.“Doch die Zeiten haben sich geändert. Statt auf Kneipentour müssen die Leichtathleten heutzutage auf Sponsorensuche gehen. Schwierig nachzuvollziehen ist dabei jedoch, dass die potentiellen Förderer  trotz der vielen Erfolge, die die Leichtathleten auf den verschiedenen Ebenen vorzuweisen haben, bei den Vereinen nicht Schlange stehen. „Es können auf jeden Fall einige mehr sein,“ betonte Uwe Samulewicz, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Dortmund, die seit 20 Jahren Hauptsponsor der LG Olympia Dortmund ist. Samulewicz hat auch nichts dagegen, wenn sich ein Mitbewerber der Sparkasse Dortmund bei der Dortmunder Leichtathletik-Vereinigung engagiert.

„Wer den Sport unterstützt, gibt Kitt für unsere Gesellschaft. Bei der LG Olympia Dortmund profitieren nicht nur die Spitzensportlerinnen und -sportler. sondern auch 1.800 Kinder und Jugendliche davon ,“ sagte der Dortmunder Sparkassen-Chef. Pfunde, mit denen die Dortmunder Leichtathletik momentan wuchern kann, sind nach Aussage von Pierre Ayadi, dem Cheftrainer der LG Olympia Dortmund, zurzeit die NRW-Sportschule, das Sportinternat, das Stadion Rote Erde, die Helmut-Körnig-Halle, die in Zukunft auf sechs Rundbahnen erweitert wird und die Nähe zur Technischen Universität Dortmund. Aufgrund dieser guten Rahmenbedingungen konnte die LG Olympia Dortmund daher in der abgelaufenen Saison 21 Deutsche Meisterschaften gewinnen und kann inzwischen zehn Bundeskaderathleten stellen. Wenn dieses hohe Niveau gehalten bzw. noch ausgebaut werden soll, reichen die optimalen Strukturen in der Dortmunder Leichtathletik allein nicht mehr aus.

Schulte Eickhoff Ursula jiUrsula Schulte-Eickhoff (TV Einigkeit Barop, Foto) feiert heute (15. November) ihren 80. Geburtstag.

Die immer gut aufgelegte Dortmunder engagiert sich schon seit 40 Jahren in der Leichtathletik als Kampfrichterin. Sie wurde bei Länderkämpfen, Deutschen Meisterschaften und internationalen Sportfesten eingesetzt. Die Jubilarin, die während ihrer aktiven Zeit als Langstrecklerin einige beachtliche Erfolge feierte, leitete viele Jahre den Hombrucher Lauftreff. Ehrenamtlich wird bei ihr großgeschrieben - nicht nur im sportlichen, sondern auch im kirchlichen Bereich.

Am 15. November 1998 wurde die immer noch immer noch sehr rüstige Seniorin mit der Goldenen Ehrennadel des Deutschen Leichtathletik-Verbandes und am 12. November 2016 mit der Kampfrichtermedaille in Gold vom Fußball und Leichtathletik-Verband Westfalen ausgezeichnet.

TilmannGerd jiKreisSport im hohen Alter halte ich für sehr wichtig, da die körperliche Fitness vor Gebrechen schützt“. Diesen Ratschlag gibt Dr. Gerhard Tilmann, der am 13. November seinen 80. Geburtstag feierte, allen Leuten im fortgeschrittenen Alter.

Der immer noch fitte Dortmunder Orthopäde geht selbst mit gutem Beispiel voran. Bei den diesjährigen NRW-Meisterschaften der Senioren in Gladbeck räumte er in der Klasse M 80 in den Wurfwettbewerben alles ab. Noch vor sechs Jahren war er weltbester Zehnkämpfer in der Klasse M 70. Mit 74 Jahren schwang er sich im Stabhochsprung noch über respektable 2,20m.

Dr. Gerhard Tilmann, der auch bei vielen deutschen und westfälischen Meisterschaften als Veranstaltungsarzt im Einsatz war, sammelte erste sportliche Erfahrungen mit 13 Jahren als Turner unter der Anleitung von Sportlehrer Rudolf Kobs, der Großvater von Ex-Hammerwurf-Weltmeister Karsten Kobs war. Zwei Jahre später entdeckte das Multi-Talent sein Herz für die Leichtathletik. Aufgrund seiner Vielseitigkeit feierte Dr. Gerhard Tilmann seine größten Erfolge im Mehrkampf. 1972 zählte der Orthopäde zum Olympia-Kader und erzielte mit 7.601 Punkten seine persönliche Bestleistung im Zehnkampf.

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