Fußball Senioren

FC BövinghausenAls Patrick Kunz mit der letzten Aktion des Turniers auch den von Arif Et getretenen Ball meisterte und damit einen zweiten Achtmeter des FC Brünninghausen abwehrte, gab es bei Spielern und Fans des TuS Bövinghausen kein Halten mehr: Der souveräne Bezirksliga-Spitzenreiter hatte sich erstmals in seiner Vereinsgeschichte den Stadtmeistertitel gesichert – und das, wie viele Experten urteilten und auch die Gegner respektvoll anerkannten, vollauf verdient.

Aufgrund seiner exzellenten Herbstserie auf dem Feld mit 16 Siegen und einem Remis aus 17 Partien war Bövinghausen schon im Vorfeld dieser Titelkämpfe als Geheimfavorit gehandelt worden. Dieser Rolle wurde der Klub aus dem Westen der Stadt vollauf gerecht. Als einzige Mannschaft marschierte das Team des erst 28-jährigen Spielertrainers Sven Thormann ungeschlagen durch die Vor- und Zwischenrunde bis ins große Finale – und auch in der Helmut-Körnig-Halle ließ sich der TuS nicht bezwingen.


Sieger editedAm Samstagabend um 20.15 Uhr war die Sensation perfekt: Mit einem 3:2-Erfolg im Achtmeterschießen über Titelverteidiger FC Brünninghausen wurde der TuS Bövinghausen erstmals in seiner Vereinsgeschichte Dortmunder Hallenfußball-Stadtmeister. Vor 4500 Zuschauern in der ausverkauften Helmut-Körnig-Halle, darunter Oberbürgermeister Ullrich Sierau sowie BVB- und DFL-Präsident Dr. Reinhard Rauball, waren sowohl in der regulären Spielzeit als auch in der zweimal fünfminütigen Verlängerung keine Tore gefallen.

Erst zum zweiten Mal in der 35-jährigen Geschichte der Titelkämpfe war das Finale erst vom Achtmeterpunkt aus entschieden worden. Vor 22 Jahren waren die damaligen BVB-Amateure beim 10:9 gegen den SV Berghofen das glücklichere Team, diesmal behielt der Außenseiter gegen den auf dem Feld drei Klassen höher spielenden Kontrahenten aus Brünninghausen die Oberhand. Zum Matchwinner wurde Bövinghausens Torhüter Patrick Kunz, der die Schüsse von Hendrik Brauer und Arif Et parierte. Auf der anderen Seite hatte Muhammed Acil gleich den ersten Schuss von Sascha-Marc Reinholz entschärft, doch das sollte am Ende nicht reichen.

LogoneutralZwei Oberligisten, zwei Westfalenligisten, zwei Landesligisten und zwei Bezirksligisten bestreiten am Samstag (ab 15.00 Uhr) in der Helmut-Körnig-Halle den zweiten Endrundentag der 35. Dortmunder Hallenfußball-Stadtmeisterschaft. In der Gruppenphase am Preitag ereilte die Kreisligisten SC Osmanlispor und Türkspor Dortmund trotz ansprechender Leistungen ebenso das „Aus“ wie die Bezirksligisten Mengede 08/20 und TuS Körne.

Dagegen befinden sich alle Mannschaften aus dem Kreis der Favoriten noch im Rennen. Im hochkarätig besetzten Viertelfinale kommt es neben weiteren Schlagerpaarungen zur Neuauflage des Vorjahres-Endspiels zwischen Titelverteidiger FC Brünninghausen und Vizemeister BSV Schüren. Diese Konstellation ergab sich durch Brünninghausens Last Minute-Niederlage gegen den VfL Kemminghausen. Dem Oberligisten blieb damit nur der zweite Platz in seiner Gruppe. In der K. o.-Runde ist mit packenden Duellen und hauchdünnen Entscheidungen zu rechnen, denn die acht noch im Wettbewerb befindlichen Teams lagen am ersten Endrundentag leistungsmäßig eng beisammen.

FC BrünninghausenHunderte von Spielern haben sich in dreieinhalb Jahrzehnten in die Siegerliste eingetragen. Zahlreiche Namen einstiger Größen haben noch heute einen guten Klang, viele von ihnen sind nach wie vor aktiv oder der heimischen Szene in anderen Funktionen eng verbunden geblieben, andere hingegen vielleicht in Vergessenheit geraten. Ein Blick auf die Ehrentafel der Hallen-Stadtmeisterschaft ist auch eine Reise durch die Geschichte des Dortmunder Amateurfußballs.

15 Vereine teilen sich die 34 bislang ausgespielten Titel, allein sechs davon holte sich der VfR Sölde zwischen 1988 und 1993. Dreimal hintereinander triumphierte Mengede 08/20 zwischen 2004 und 2006. Seitdem aber hat es in mittlerweile zwölf Versuchen kein Meister mehr geschafft, seinen Titel im folgenden Winter erfolgreich zu verteidigen. Ein zusätzlicher Ansporn für Vorjahres-Gewinner FC Brünninghausen für das Endrunden-Turnier am Freitag (ab 16.30 Uhr) und Samstag (ab 15.00 Uhr) in der Helmut-Körnig-Halle? Nachfolgend alle Meistermannschaften im Überblick.

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Sechs ehemalige Stadtmeister, die zusammen 16 der 34 bislang ausgespielten Titel holten, befinden sich unter den Top 12 dieses Winters: Das allein sagt schon alles über die hohe Qualität des Teilnehmerfeldes beim großen Finale der 35. Dortmunder Hallenfußball-Stadtmeisterschaft am Freitag (ab 16.30 Uhr) und Samstag (ab 15.00 Uhr) in der Helmut-Körnig-Halle.

Mit der besten Bilanz aller zwölf Klubs zog der ASC 09 in die diesjährige Endrunde ein: Als einzige Mannschaft marschierte der Oberligist mit der makellosen Bilanz von sieben Siegen aus sieben Spielen der Vor- und Zwischenrunde durch das Turnier. Ebenfalls noch ungeschlagen sind der Hombrucher SV und Viktoria Kirchderne (jeweils sechs Siege, ein Remis) sowie der von vielen Experten als Geheimfavorit gehandelte TuS Bövinghausen (fünf Siege, zwei Remis). Und noch zwei Superlative: Den treffsichersten Angriff stellt der VfL Kemminghausen, wo Mohamed Lmcademali allein 24 der insgesamt 45 Tore markierte. Die stabilste Defensive weist derweil der Hombrucher SV auf, der lediglich drei Gegentreffer zuließ.